- 17.11.2016, 12:41:12
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Leichtfried/Mitterlehner: Startschuss für acht COMET-Forschungszentren
Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium investieren 12 Mio Euro in österreichische Spitzenforschung - Neue K-Projekte fördern Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft
Utl.: Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium investieren 12 Mio
Euro in österreichische Spitzenforschung - Neue K-Projekte
fördern Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft =
Wien (OTS) - Das Infrastrukturministerium und das
Wirtschaftsministerium investieren in den kommenden Jahren 12
Millionen Euro in das COMET-Forschungsprogramm und fördern damit acht
neue Exzellenz-Projekte in Österreich. „Wir stellen gemeinsam 12
Millionen Euro für den weiteren Ausbau des COMET-Programms zur
Verfügung. Damit können wir – zusammen mit den Ländern und
beteiligten Organisationen – Forschungsprojekte im Gesamtvolumen von
über 43 Millionen Euro umsetzen. So stärken wir die Innovationskraft
und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes“, betonen Vizekanzler und
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Infrastrukturminister
Jörg Leichtfried. ****
Durch die Förderung der COMET-Kompetenzzentren stoßen Infrastruktur-
und Wirtschaftsministerium neue Forschungskooperationen zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft an. Die thematischen Schwerpunkte der neu
bewilligten Projekte liegen in den Bereichen Produktionstechnologien,
Mobilität, Energie und Umwelt sowie Lebenswissenschaften. Von den
acht geförderten K-Projekten beteiligt sich die Steiermark an
insgesamt sieben K-Projekten, Kärnten und Tirol jeweils an zwei
K-Projekten, Vorarlberg und Wien jeweils an einem K-Projekt. Die
beiden Ministerien folgen damit einer Empfehlung der international
besetzten COMET-Jury.
„Unser COMET-Programm ist ein Erfolgsmodell“, so Leichtfried. „Hier
arbeiten die besten Köpfe aus Hochschulen, Unternehmen und
Forschungsinstituten gemeinsam an Innovationen und neuen
Technologien. Damit bündeln wir das Know-how aus Forschung und
Industrie und geben wichtige Impulse für den Wirtschaftsstandort
Österreich.“
„Das COMET-Programm ermöglicht Spitzenforschung auf internationalem
Top-Niveau. Damit stärken wir die Innovationskraft unserer
Unternehmen und sichern die Arbeitsplätze der Zukunft“, sagt
Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. „Wissenschaft und Forschung sind
unsere entscheidenden Rohstoffe. Ein starkes Exportland wie
Österreich muss im internationalen Wettbewerb auf Qualität und
Innovation setzen“, so Mitterlehner.
Mit den acht neuen K-Projekten umfasst die Landkarte der
Exzellenzzentren aktuell fünf K2-Zentren, 17 K1-Zentren und 26
K-Projekte. Das COMET-Programm wird vom Infrastrukturministerium und
vom Wirtschaftsministerium finanziert sowie von der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft FFG abgewickelt. „K-Projekte stellen
die Newcomer Linie des COMET-Programms dar. Sie sollen Raum bieten
für neue Ideen im Bereich der kooperativen Forschung“, erklären die
Geschäftsführer der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.
In den so genannten K-Projekten müssen mindestens ein
wissenschaftlicher Partner (Hochschule, Forschungsinstitut) und
mindestens drei Unternehmenspartner beteiligt sein. Die Laufzeit der
K-Projekte beträgt bis zu vier Jahre. Die Förderung seitens des
Bundes und der Länder beträgt maximal 675.000,- Euro pro Jahr und ist
auf 45 Prozent des Gesamtvolumens beschränkt, Unternehmenspartner
müssen mindestens die Hälfte der Kosten tragen, der Rest muss vom
wissenschaftlichen Partnerinstitut getragen werden.
Die neuen Projekte im Überblick:
„CC FLOW – Center for Continuous Flow Synthesis & Processing”
Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH, Graz
Beteiligte Länder: Steiermark
Ziel des K-Projektes CC FLOW ist es, die Expertise zur Herstellung
pharmazeutischer Wirkstoffe durch die starke Vernetzung des Knowhows
aller Partner des CC FLOW Konsortiums zu intensivieren.
„DeSSnet – Dependable, secure and time-aware sensor networks“
JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH, Graz
Beteiligte Länder: Steiermark, Kärnten
Ziel des K-Projektes ist mit Hilfe von hochentwickelten drahtlosen
Sensornetzwerken Daten zu erfassen und auf Basis der
Sensorrückmeldungen unterschiedliche Aktionen zu setzen. Produzenten
von Chips und Sensoren können hierbei ihre Technologie
weiterentwickeln und das Netzwerk kann energieeffizienter gestaltet
werden.
“Flippr² - Future Lignin and Pulp Processing Research PROCESS
INTEGRATION”
Papierholz Austria GmbH, Frantschach-St.Gertraud
Beteiligte Länder: Kärnten, Steiermark
Ziel des K-Projektes Flippr² ist es naturbasierte Rohstoffe bzw.
Nebenprodukte der Papier- und Zellstoffindustrie (technisches Lignin
und Feinstoff) zu gewinnen und daraus zusätzliche Wertschöpfung
generieren.
„PolyTherm – Polymer Composites for Thermally Demanding Applications”
Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL), Leoben
Beteiligte Länder: Steiermark
Polymere und polymerbasierende Composite sind unverzichtbare
Werkstoffe für die Elektronik und Elektrotechnik (Leitplatten,
Transformatoren, etc.). Zentrale Ziele von PolyTherm sind unter
anderem die Simulation der Temperaturverteilung in
Leistungselektronik-Systemen und die Verbesserung von
thermo-mechanischen Eigenschaften. Somit wird die Qualität und
Zuverlässigkeit neuartiger Werkstoffe auf höchstem Niveau garantiert.
„ReWaste4.0 – Recycling and Recovery of Waste 4.0“
Montanuniversität Leoben - Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und
Abfallwirtschaft, Leoben
Beteiligte Länder: Steiermark
Ziel des K-Projekts ist es in der Abfallwirtschaft Industrie 4.0
Ansätze zu untersuchen und umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt
insbesondere auf vernetzten Recyclingprozessen höchster Qualität.
Das K-Projekt ReWaste4.0 ermöglicht einen schonenden Umgang mit
Ressourcen, Reduktion der Treibhausgasemissionen und einen Ausbau der
Exzellenz in Abfall- und Umwelttechnologie in Österreich.
„SafeBattery – Safe Lithium-Based Traction Batteries”
Technische Universität Graz - Institut für Fahrzeugsicherheit, Graz
Beteiligte Länder: Steiermark
Das Ziel von SafeBattery ist das Langzeitverhalten von Batterien in
Elektrofahrzeugen unter Berücksichtigung von Crashbelastungen und
Batteriealterung zu untersuchen. Die Frage der Lebensdauer ist
essenziell um beispielsweise Garantieleistungen, Zuverlässigkeit und
Sicherheit für Kunden und Autohersteller besser abschätzen zu können.
Das in SafeBattery gewonnene Wissen liefert einen wichtigen Beitrag,
um die Sicherheit von Batterien in Elektrofahrzeugen unter allen
Bedingungen zu gewährleisten.
„TCCV – Textile Competence Centre Vorarlberg”
Universität Innsbruck - Forschungsinstitut für Textilchemie und
Textilphysik, Dornbirn
Beteiligte Länder: Vorarlberg, Tirol, Wien
Die Vision des TCCV ist durch exzellente Forschung im Bereich der
Smart Textiles (z.B textile Hochleistungsmaterialien) eine
Spitzenposition in dieser Branche erarbeiten. Die Anwendungsfelder
von smarten Textilien sind vielfältig: Sie liegen beispielsweise in
der Medizin und Pflege in der Überwachung von Wundheilungsprozessen
oder in der Übertragung von Herzfrequenzen.
Die Forschungsergebnisse ermöglichen somit den Zugang zu neuen
Hochleistungsmaterialien, welche die österreichische Textilindustrie
im internationalen Wettbewerb stärkt und somit Arbeitsplätze in der
Textilbranche in Österreich absichert.
„WoodCAR – Wood for Automotive Applications”
Weizer Energie- Innovations- Zentrum GmbH, Weiz
Beteiligte Länder: Steiermark, Tirol
Im Rahmen des K-Projekts WoodCAR sollen Grundlagen geschaffen werden,
Holz als Leichtbaumaterial im Fahrzeugbau einzusetzen. Beispielsweise
ist daher ein umfassendes Verständnis von Materialverhalten bei Crash
und die geeignete Materialauswahl gefordert.
Durch die Einbeziehung des Werkstoffs Holz wird ein wertvoller
Beitrag für Kosten- und Gewichtsreduktion sowie CO2-Bilanz geleistet.
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