• 16.11.2016, 22:50:26
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25. Landestag des ÖAAB Wien

Landesobfrau Tamandl begrüßt zahlreiche Ehrengäste und zieht Bilanz

Utl.: Landesobfrau Tamandl begrüßt zahlreiche Ehrengäste und zieht
Bilanz =

Wien (OTS) - Zur Eröffnung des 25. Landestages des ÖAAB Wien im Saal
der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst konnte Landesobfrau Gabriele
Tamandl eine Vielzahl an Ehrengästen begrüßen und ging in ihrer Rede
unter anderem auf die bündische Struktur der ÖVP ein. Sie betonte,
dass die ÖVP nur dann stark sein könne, wenn die Teilorganisationen
zusammenstehen.

In Grußworten meldeten sich Landesparteiobmann Gernot Blümel,
GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl und Bundesminister Wolfgang Sobotka
zu Wort: Blümel stellte die Frage „welches Bundesland eine
bürgerliche Arbeitnehmervertretung notwendiger“ hätte als Wien: „Die
vielen Anwesenden sind ein Zeichen für die Stärke des ÖAAB, den ich
als Wiege der Ideologie unserer Volkspartei sehe. Denn die
christliche Soziallehre ist eine Arbeitnehmeridee.“

Norbert Schnedl betonte den Wert der Sozialpartnerschaft: „Das ist
mit ein Geheimnis des Erfolges innerhalb des Öffentlichen Dienstes,
dass wir an einem Strang ziehen.“ Die Zukunftsherausforderungen seien
etwa Digitalisierung und Flexibilisierung, wie sie auch im
Arbeitsprogramm festgehalten seien. „Wir müssen diese Themen als
Chancen sehen, von denen alle profitieren können.“ Die
Mindestsicherung sei keine Einbahnstraße: „Es muss eingezahlt worden
sein, um sie zu erhalten. Denn die Gießkanne funktioniert nicht.“
Schnedl sprach Tamandl für die „hervorragende Arbeit“ seinen Dank
aus: „Du hast viele Weichenstellungen in nicht einfacher Zeit
vorgenommen. Karl Nehammer und seinem Team wünsche ich viel Kraft und
vor allem Geschlossenheit. Ich bin überzeugt, dass ihr dann
erfolgreich sein werdet. Glück auf!“

Auch Innenminister Sobotka richtete seinen Dank an Tamandl: „Für
Deine persönliche Freundschaft, für Deine Bekanntschaft und für
Deinen Einsatz.“. Denn, so der Landesobmann des NÖAAB weiter: „Wenn
man sie kennt, braucht man kein Lexikon. Ich kenne kaum jemand
Verlässlicheren als sie. Wenn sie etwas zusagt, dann pickt das auch.
Danke Gaby, dass Du Dich eingebracht hast und Dich weiter einbringen
wirst. Und Danke auch für die Geduld mit mir.“

Im Anschluss wünschte Sobotka Karl Nehammer alles Gute: „Ich wünsche
Euch, dass ihr mehr werdet und neue Wege einschlagt. Seid der lökende
Stachel im Fleisch der Wiener. Steht für Eigenverantwortung,
Leistungsbereitschaft und Reflexionsfähigkeit.“ Die ÖVP sei manchmal
zu kompromissbereit: „Zeigt deutlich auf, was notwendig für die
Menschen ist!“

In ihrer Bilanzrede sagte Tamandl, für den ÖAAB Wien und sie gehe ein
Abschnitt zu Ende, während ein neuer beginne: „Es war eine wunderbare
Zeit als Stellvertreterin unter Matthias Tschirf, in der AK-Fraktion
und zuletzt als Vorsitzende.“ Mit den heutigen Herausforderungen
hätte man zu Beginn ihrer ÖAAB-Karriere nicht gerechnet: „Wer hätte
gedacht, dass wir vor steigenden Arbeitslosenzahlen stehen würden,
wer hätte vor 15 Jahren mit derartigen Herausforderungen für Junge
und Über-50-Jährige gerechnet. Wir haben auch die Digitalisierung
nicht voraussehen können.“

Wichtig sei es, die Einheit zu wahren: „Wir müssen uns den
Herausforderungen stellen. Und dabei hat mich die Breite, die uns
auszeichnet, immer fasziniert: Frauen, Öffentlicher Dienst,
Exekutive, Gewerkschaften, Bezirks- und die Betriebsgruppen. Immer,
wenn wir gemeinsam gestanden sind, waren wir stark.“
Man sei nicht immer einer Meinung gewesen, so Tamandl zum Verhältnis
ÖAAB und FCG: „Wir waren nicht immer einer Meinung, Beispiel
Steuerreform. Aber im Inhalt starke Auseinandersetzungen führen und
dann gemeinsam für etwas stehen. Das ist zukunftsfähig.“
Sie habe politische Höhen und Tiefen erlebt. So sei die Landtagswahl
2015 ein Tiefpunkt gewesen, aber bei den Vorzugsstimmen hätten zwei
ÖAAB-Frauen die Hürde geknackt: „Und ich bin stolz auf die
Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst und unsere
Betriebsräte, die uns in einigen großen Unternehmen zeigen, wie man
Wahlen gewinnen kann.“

Es sei an der Zeit, Gutes zu bewahren aber Neues zu beginnen, so
Tamandl, die zum Abschluss ihrer Rede ein Bekenntnis für ein
„ehrliches und offenes Feedback“ ablegte und sich „ganz persönlich“
bei ihren Mentoren und Freunden bedankte: „Johannes Prochaska, Alfred
Finz und Matthias Tschirf bin ich persönlich verbunden und zu Dank
verpflichtet. August Wöginger ist jetzt Bundesobmann und bleibt mir
Kollege und Freund.“

Bundesobmann August Wöginger erwähnte in seinem politischen Referat
die Streitbarkeit der abtretenden Landesobfrau: „Wer nicht streiten
will, der soll halt nicht in die Politik gehen.“

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