- 16.11.2016, 09:18:57
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BMF: größter Elfenbeinaufgriff Österreichs durch Zollfahndung
564 kg Elfenbein in Wien beschlagnahmt
Utl.: 564 kg Elfenbein in Wien beschlagnahmt =
Wien/BMF (OTS) - Die Zollfahndung Wien konnte Anfang November den
größten Elfenbeinaufgriff Österreichs verzeichnen – 90 Stoßzähne von
Elefanten wurden dabei sichergestellt.
Anfang November wurde die Zollfahndung Wien über eine Übergabe von
drei Stück Elefantenstoßzähnen sowie Bargeld – stattgefunden auf
offener Straße in Wien – informiert. Durch die detaillierte
Zeugenaussage und eine genaue Beschreibung der Beteiligten konnten
sowohl Käufer als auch Verkäufer ermittelt werden.
Als Käufer konnte ein hinsichtlich Verstöße gegen das
Artenhandelsgesetz bereits amtsbekannter österreichischer
Staatsbürger ausgemacht werden.
Bei der vom Zollamt Wien als Finanzstrafbehörde angeregten und von
der Staatsanwaltschaft Wien angeordneten Durchsuchung der beiden
Wohnungen des Käufers in Wien wurden 90 Stück Elefantenstoßzähne
sichergestellt.
Die Exemplare haben eine Länge von 37 cm bis 213 cm, das
Gesamtgewicht beträgt 563,74 kg. Insiderangaben zufolge werden
Elefantenstoßzähne auf dem Schwarzmarkt mit 1.000,-- Euro je
Kilogramm gehandelt. Der Aufgriff gilt somit als einer der größten
bisherigen Aufgriffe von Elfenbein in der EU.
„Der Elefant erhielt – im Übrigen auch auf österreichischen Antrag
hin – im Jahr 1990 den höchsten Schutzstatus im Rahmen des
Artenschutzübereinkommens. Leider halten sich Wilderer und illegaler
Handel angesichts bestehender Abnehmer und der zu erzielenden Erträge
nicht an Artenschutzübereinkommen“, kommentiert Gerhard Marosi,
Artenschutzexperte im Bundesministerium für Finanzen, den Aufgriff.
Mit dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES), der
Artenhandelsverordnung der EU und dem österreichischen
Artenhandelsgesetz 2009 wird der Handel mit den derzeit über 35.000
CITES-gelisteten wildbedrohten Arten streng kontrolliert bzw.
eingeschränkt oder gänzlich verboten, um dem durch den Handel
bedingten Artensterben entgegenzuwirken.
Mag. Bernhard Sklusak, Vorstand des Zollamtes Wien: „Die Aufdeckung
dieser Artenschutzübertretung stellt einen wesentlichen Beitrag zum
Schutz der gefährdeten Fauna und einen weiteren Erfolg in der
Betrugsbekämpfung dar!“
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