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ÖÄK-Wechselberger: Im Gesundheitssystem brennt der Hut

Wien (OTS) - Anlässlich der für kommenden Dienstag im Ministerrat geplanten Beschlussfassungen zum Finanzausgleich und den damit verbundenen tiefgreifenden Veränderungen im Gesundheitswesen bekräftigt Artur Wechselberger, Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK): „Wir werden dafür kämpfen, die Qualität unseres Gesundheitssystems hochzuhalten. Wir Ärzte wissen, wo der Schuh drückt, und müssen daher in die politische Diskussion eingebunden werden.“

Es dürfe nicht geschehen, dass ein Angebotsmonopol für Kassenplanstellen bei den Ländern und Krankenkassen festgeschrieben werde. Dazu Wechselberger: „Schließlich waren es die Ärztekammern, die immer auf die Notwendigkeit neuer Kassenstellen gedrängt haben. Die Krankenkassen hingegen blockieren seit Jahren die 1.400 dringend notwendigen zusätzlichen Stellen.“

Zum Volksbegehren, das die Ärztekammer für Niederösterreich heute angekündigt hat, meint Wechselberger: „Die niederösterreichischen Kollegen haben die Problematik, die sich aus den Art. 15a-Vereinbarungen ergeben, genauso erkannt wie wir. In der Umsetzung verfolgen wir allerdings unterschiedliche Ansätze.“

Auch die Niederösterreicher sähen einen massiven Umbau des Gesundheitswesens auf Österreich zukommen, der sowohl für die Ärzteschaft, aber auch für die Patientinnen und Patienten Verschlechterungen mit sich bringt. Und sie kritisierten exakt die gleichen Punkte – Sparen beim Angebot an Vertragsarztpraxen, Sparen bei den Spitalsambulanzen, Sparen bei den Wahlärzten. Die Ärztekammer für Niederösterreich plane ein Volksbegehren, um die Bevölkerung aufzurütteln, sich für ihr Gesundheitswesen stark zu machen. Dazu Wechselberger: „Diese Entscheidung trifft sie als autonome Landesärztekammer, offensichtlich auch im Wissen um die mögliche Dauer bis zur Umsetzung.“

Die ÖÄK verfolge einen zeitnäheren Ansatz, so Wechselberger: „Wir möchten Österreich möglichst schnell informieren und dafür sensibilisieren, dass der Hut brennt. Deshalb arbeiten wir an sofort greifenden Maßnahmen und an den aktuellen Sachinhalten, um uns und unsere Expertise in die Gesetzesgestaltung, die den Art. 15a-Vereinbarungen nun folgt, einzubringen.“ (bs)

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Ärztekammer Öffentlichkeitsarbeit
+43 1 514 06 - 3326
www.aerztekammer.at

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