- 10.11.2016, 13:17:15
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AK-Goach: Wirtschaftswachstum gerecht verteilen
Die AK-Konjunkturerhebung prognostiziert eine positive Entwicklung für Kärnten. „Das Wachstum muss auch den Arbeitnehmern zugutekommen“, sagt AK-Präsident Günther Goach
Utl.: Die AK-Konjunkturerhebung prognostiziert eine positive
Entwicklung für Kärnten. „Das Wachstum muss auch den
Arbeitnehmern zugutekommen“, sagt AK-Präsident Günther Goach =
Klagenfurt (OTS) - „Das Wirtschaftswachstum muss auch den
Arbeitnehmern zugutekommen – das ist eine Frage der
Verteilungsgerechtigkeit“, erklärt AK-Präsident Günther Goach, heute
im Rahmen des Pressegesprächs anlässlich der Vollversammlung der
Arbeiterkammer Kärnten. Trotz der guten Prognose sei in Kärnten wegen
der Nachwehen der Heta-Krise eine kluge Wirtschaftspolitik und
„intelligentes Sparen“ gefragt. „Das kann aber nicht heißen, dass man
wahllos Krankenhäuser zusperrt“, sagt Goach. Es sei unerlässlich, der
Bevölkerung die ‚beste Gesundheitsversorgung‘ zu garantieren.
„Unkenrufe zu dem Thema sind kontraproduktiv“, so Goach.
Potentiale Kärntens nutzen, Fachkräfte ausbilden
Der ständigen Forderung der Wirtschaft nach einer zusätzlichen
Flexibilisierung der Arbeitszeit erteilt Goach eine Absage. „Wir sind
flexibel bei den Arbeitszeiten. Ein Vorzeigeunternehmen in Kärnten
hat beispielsweise 42 unterschiedliche Arbeitszeitmodelle – und das
im Rahmen des geltenden Gesetzes“, erklärt der Präsident. Goach
fordert von der Wirtschaft auch mehr Aktivität in Sachen
Facharbeiterausbildung. „Einerseits jammern die Betriebe über einen
Mangel, anderseits bilden sie zu wenige Fachkräfte aus“, sagt Goach
und weiter: „Produktivität und Innovation hängen von gut
ausgebildeten Fachkräften ab, von denen wir derzeit einfach zu wenige
haben.“ Die Wirtschaft müsse auch in die Menschen investieren und
nicht nur Dividenden in Millionenhöhe auszahlen, so der AK-Präsident.
Das Wirtschaftswachstum 2016 in Österreich schließt laut Schätzung
mit 1,6 Prozent nach den Jahren 2014 und 2015 wieder annähernd zum
Durchschnitt des Euro-Raumes auf. Mit 1,2 Prozent Wachstum liegt
Kärnten nur geringfügig unter dem prognostizierten
Bundesdurchschnitt. Das Wirtschaftswachstum bleibt mittelfristig
allerdings zu gering, um den Arbeitsmarkt nachhaltig zu entlasten.
Im Europäischen Vergleich schneidet Kärnten als Region bei den
Wirtschaftsdaten und der Infrastruktur überdurchschnittlich gut ab.
Die Lage Kärntens als Schnittpunkt dreier Kulturen bietet eine solide
Basis und den Raum für Start-Ups und Betriebsansiedelungen.
Leitbetriebe von internationalem Ruf haben große Strahlkraft und
schaffen Raum für Start-Ups und Betriebsansiedelungen. Bei der
Nutzung von erneuerbaren Energien nehmen Kärntner Unternehmen eine
Vorreiterrolle ein. Durch Gründungen und Ansiedlung von neuen
Betrieben werden neue Wertschöpfungsketten geschaffen, was wiederum
neue Arbeitsplätze bedeutet.
Entwicklung und Stabilisierung Kärntens vorantreiben
Nach der erfolgreichen Bewältigung der Heta-Problematik muss nun eine
gemeinsame Initiative zur Stabilisierung und Stärkung Kärntens von
Land Kärnten und Republik Österreich gestartet werden. „Mit der
Unterstützung des Bundes muss trotz des notwendigen Sparkur-ses der
Strukturwandel in Richtung wachstumsorientierte Branchen bewältigt
und neue Ar-beitsplätze geschaffen werden“, fordert Goach und zeigt
als Beispiel auf: „Der Bund soll über die Kärntner
Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft (BABEG) vermehrt
Mittel für Gründungen und Betriebserweiterungen zur Verfügung
stellen.“
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