• 08.11.2016, 15:42:51
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Kulturminister Drozda: "Gedenken heißt, die Dinge beim Namen nennen"

Ausstellungseröffnung "Letzte Orte vor der Deportation" anlässlich des 78. Jahrestages der "Reichspogromnacht" am 9. November

Utl.: Ausstellungseröffnung "Letzte Orte vor der Deportation"
anlässlich des 78. Jahrestages der "Reichspogromnacht" am 9.
November =

Wien (OTS) - "Gedenken heißt, die Dinge beim Namen zu nennen. Das
Gedenken ist aber auch mit einem ganz konkreten Auftrag verbunden,
nämlich, das Vergangene nicht zu vergessen. Aus diesem Grund sind
Ausstellungen wie diese wesentliche Bausteine für eine
verantwortungsvolle Erinnerungskultur", so Kulturminister Thomas
Drozda heute, Dienstag, bei der Eröffnung der Ausstellung "Letzte
Orte vor der Deportation: Kleine Sperlgasse, Castellezgasse,
Malzgasse" in der Krypta des Heldendenkmals beim Äußeren Burgtor.

"Mit dieser Ausstellung wird ein bisher von der Öffentlichkeit
weitgehend unbekanntes Kapitel der österreichischen Zeitgeschichte
sichtbar gemacht, das die perfide Organisation der
Massendeportationen und die Dimension der nationalsozialistischen
Verbrechen Mitten in Wien verdeutlicht", betonte Drozda.

Die Ausstellung des Instituts für Kulturwissenschaften und
Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
(ÖAW) beleuchtet von 9. November 2016 bis 30. Juni 2017 unter dem
Titel "Letzte Orte vor der Deportation" im Äußeren Burgtor am Wiener
Heldenplatz diese lange Zeit vergessenen Stationen des Holocaust und
die Schicksale der dort internierten Menschen. Interviews mit
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben einen Einblick in die Vorgänge in
den Sammellagern. Vom Leben und vom Leiden in den Lagern erzählen
auch zahlreiche Fotografien, Postkarten, Briefe und Gedichte
deportierter Menschen sowie Deportationslisten, Notizen und Dokumente
der Täter. Viele dieser oftmals aus Privatbesitz stammenden
Ausstellungsstücke sind erstmals öffentlich zu sehen. Die Ausstellung
dient zur Transformation des Heldendenkmals in einen
zeitgeschichtlichen Lern- und Vermittlungsort.

"Das Burgtor und das ‚Haus der Geschichte‘ in der Hofburg gemeinsam
zu denken und gemeinsame Projekte anzustreben, sehe ich als eine
Chance für das Neudenken und die Kontextualisierung des
Heldenplatzes", so der Minister abschließend.

Bilder zu dieser Ausstellungseröffnung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at
kostenfrei abrufbar.

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