• 08.11.2016, 11:42:33
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  • OTS0105

Ölheizungsverbot: Yes, we can!

Rechtsgutachten im Auftrag des Umweltministeriums gibt grünes Licht für Erneuerbare

Utl.: Rechtsgutachten im Auftrag des Umweltministeriums gibt grünes
Licht für Erneuerbare =

Wien (OTS) - Seit Anfang November ist der Weltklimavertag
verbindlich. Bis 2030 müssen die CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr
1990 um mindestens 40 Prozent reduziert werden. „Am einfachsten
könnte dies im Raumwärmebereich geschehen“, erklärt Josef Plank,
Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes. „In Österreich
sind noch immer über 700.000 klimaschädliche Ölheizungen in Betrieb,
die durch erneuerbare Heizformen ersetzt werden müssen.“ Dass dies
auch rechtlich möglich ist, belegt ein vom Umweltministerium in
Auftrag gegebenes Gutachten, das den Ländern „grünes Licht“ für ein
Ölheizungsverbot oder ein Gebot für Erneuerbare bescheinigt. Im
Neubau und bei Bestandsanlagen können die Länder demnach auf
erneuerbare Energieträger setzen. Ein Eingreifen auf die
Bestandsanlagen ist nicht vorgesehen. „Nun sind die Länder in der
Pflicht, Ölheizungen im Sinne des Klimaschutzes aus den Haushalten
langfristig zu verbannen“, fordert Plank.

Es scheitert am Willen und nicht an der Machbarkeit

Einen wichtigen Beitrag bei der Umstellung des Energiesystems im
Wärmebereich werden Holzheizungen leisten. Insbesondere sind moderne
Biomasse-Anlagen prädestiniert, alte Ölheizungen mit hohen
Verbräuchen zu ersetzen. Im Augenblick sind Pellets um rund ein
Viertel günstiger als Heizöl. Trotz höherer Anschaffungskosten können
sich Biomasse-Anlagen in wenigen Jahren rentieren. Dies belegen auch
die Analysen des Österreichischen Biomasse-Verbandes: Von 2005 bis
2014 haben sich die Holznutzer jährlich 720 Mio. Euro im Vergleich zu
Ölheizern erspart. Holzheizer ersparen sich nicht nur Geld, sondern
sichern hochqualifizierte, heimische Arbeitsplätze und lösen
Investitionen aus, die im Land verbleiben. Österreich ist
Weltmarktführer bei Heizkessel-Technologien. Dies wirkt sich vor
allem günstig auf die Umwelt aus. „Trotz massiven Ausbaus von
Holzheizungen sind die Feinstaubemissionen aus dem Hausbrand seit
Jahren rückläufig. Ein zentraler Grund dafür ist der Einsatz moderner
Kessel- und Ofentechnik. Durch Nutzung effizienterer Kessel,
Dämmstoffe, Solar und Wärmepumpen sind für den Ersatz von zehn TWh
Heizöl nur mehr drei bis fünf TWh Biomasse notwendig. Zudem verfügt
Österreich über genügend Biomasse-Ressourcen. Die Energiewende im
Wärmebereich scheitert demnach im Augenblick am Willen der
Entscheidungsträger und nicht an der Machbarkeit“, schlussfolgert
Plan.

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