- 07.11.2016, 11:29:42
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- OTS0095
Österreichischer Strompreisindex steigt zum Jahresende
Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) beträgt im Dezember 49,83 Punkte (Basisjahr 2006=100).Der Index für Grundlast wurde mit 51,60, jener für Spitzenlast mit 46,06 Punkten errechnet.
Utl.: Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) beträgt im Dezember
49,83 Punkte (Basisjahr 2006=100).Der Index für Grundlast
wurde mit 51,60, jener für Spitzenlast mit 46,06 Punkten
errechnet. =
Wien (OTS) - Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur
steigt der ÖSPI im Dezember um 1,8 % gegenüber November. Das ist die
erste Steigerung im Index seit Dezember 2012. Als Grund dafür können
die zuletzt steigenden Großhandelspreise gesehen werden. Im
Jahresvergleich wird ein Rückgang von 18,1 % erwartet.
Der Grundlastpreis nimmt gegenüber dem Vormonat um 1,6 % zu, im
Jahresvergleich geht er um 18 % zurück. Beim Spitzenlastpreis wird
eine Steigerung von 2,3 % erwartet, im Vergleich zu Dezember 2015
bedeutet das einen Rückgang von 18,3 %.
Auswirkungen einer deutsch-österreichischen Strompreiszone auf
den ÖSPI
Die deutsche Bundesnetzagentur hat am 28. Oktober 2016 die vier
deutschen Übertragungsnetzbetreiber aufgefordert, Maßnahmen zu einer
Engpassbewirtschaftung an der deutsch-österreichischen Grenze
vorzubereiten, die ab Juli 2018 gelten sollen.
Erfolgt die Trennung der deutsch-österreichischen Preiszone
tatsächlich, wären voraussichtlich Änderungen in der ÖSPI Methodik
notwendig, da sich dieser derzeit aus den EEX Terminmarktprodukten
für die deutsch-österreichische Lieferzone berechnet. Die
Österreichische Energieagentur wird die Situation weiterhin genau
beobachten und die ÖSPI Methodik gegebenenfalls zeitgerecht anpassen.
Methodik
Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der
Notierungen an der Energie-Börse EEX (European Energy Exchange)in
Leipzig berechnet. Grundlage des ÖSPI sind die Marktpreise für
Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig
ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises.
Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen,
bandförmigen Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur
Berechnung herangezogen.
Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für
Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und
dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens
verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die
Ausgangsbasis für den Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine
Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim
Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 %
auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den
Strompreis beeinflussen – wie beispielsweise die
Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden im ÖSPI nicht
berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine
entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten
Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage getroffen
werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden
tatsächlich gestalten.
Eine grafische Darstellung der Entwicklung des Strompreisindex steht
auf
https://www.energyagency.at/fakten-service/energie-in-zahlen/strompreisindex/chart-strompreisindex.html zum Download bereit. Die
Zeitreihen zum ÖSPI, getrennt nach Grund- und Spitzenlast, sind
ebenfalls auf der Website der Österreichischen Energieagentur
angeführt.
Über den Österreichischen Strompreisindex – ÖSPI©
Die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008
auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) als unabhängiges
Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen. Der
ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die
standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.
Haftungsausschluss
Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der
Indizes beteiligten ExpertInnen haben deren Berechnung sowie
inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt.
Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich
ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt
daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und
Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle
unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder
indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.
Über die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy
Agency
Die Österreichische Energieagentur ist das nationale Kompetenzzentrum
für Energie in Österreich. Sie berät auf Basis ihrer vorwiegend
wissenschaftlichen Tätigkeit Entscheidungsträger aus Politik,
Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der
Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im
Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz
sowie Versorgungssicherheit. Dazu realisiert die Österreichische
Energieagentur nationale und internationale Projekte und Programme,
führt gezielte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit durch und
entwickelt Strategien für die nachhaltige und sichere
Energieversorgung. Die Österreichische Energieagentur setzt
klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des BMLFUW – operativ um und
koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen
Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie.
Die Energieagentur ist die Nationale
Energieeffizienz-Monitoringstelle.
Weitere Informationen für Mitglieder und Interessenten unter
www.energyagency.at.
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