- 31.10.2016, 09:24:08
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Aktionswoche gegen Bestellbetrug
42 Festnahmen in Europa, davon drei in Österreich
Utl.: 42 Festnahmen in Europa, davon drei in Österreich =
Wien (OTS) - Im Rahmen der von Europol initiierten Aktionswoche
wurden in neun europäischen Staaten Schwerpunktaktionen zur
Bekämpfung von Bestellbetrug durchgeführt. Dank enger Kooperation mit
der Technischen Universität und zwölf namhaften Firmen konnten in
Österreich fünf Verdächtige ausgeforscht und 13 Pakete sichergestellt
werden.
Einkaufen im Internet wird immer beliebter und umfasst mittlerweile
das gesamte Warenangebot. Bestellung mit Kreditkarte, Zahlung nach
Erhalt der Ware mit Erlagschein und Vorauskasse sind besonders
gängige Zahlungsformen. Auch professionelle Internetbetrüger wollen
vom boomenden Onlinehandel durch Bestellbetrug profitieren. Beliebt
sind bei ihnen vor allem Elektroartikel wie Handys aber auch
Markenkleidung und Kfz-Bestandteile. Vor allem Bestellungen durch
Zahlungen mit Erlagschein nach Erhalt der Ware oder Bestellungen mit
widerrechtlich erlangten Kreditkartendaten werden von Betrügern
durchgeführt.
Um diese Art des Betruges wirksam zu bekämpfen, haben Ermittler des
Bundeskriminalamtes und des Landekriminalamtes Wien unter der
Schirmherrschaft Europols in einer Aktionswoche von 24. bis 28.
Oktober 2016 verdächtige Lieferungen verfolgt und die Empfänger
kontrolliert. Dabei wurden besonders Bestellungen mit missbräuchlich
verwendeten Kreditkartendaten mit Erlagscheinen in Augenschein
genommen. Diese Aktionswoche war Dank der engen Zusammenarbeit mit
elf Firmen möglich, die im Vorfeld schon eine Anzahl an möglichen
Betrügern gefiltert hatte, die dann von den ermittelnden Beamtinnen
und Beamten kontrolliert worden sind.
„In den zurückliegenden Jahren verlagerte sich die Kriminalität
zunehmend von der Straße ins Internet. Im Rahmen von internationalen
Kooperationen sind wir in der Lage großflächig Maßnahmen zu setzen,
um dieser Entwicklung entgegenzutreten“, so Innenminister Mag.
Wolfgang Sobotka zu der europaweiten Aktion.
Erfolge
Im Zuge der Aktion wurden in Österreich zwei Hausdurchsuchungen
durchgeführt, fünf Verdächtige ausfindig gemacht, davon wurden drei
Personen festgenommen, die beiden restlichen auf freiem Fuß angezeigt
und insgesamt 13 Pakete sichergestellt.
Europaweit wurden insgesamt 120 Hausdurchsuchungen durchgeführt, 42
Personen festgenommen und zahlreiche hochpreisige Waren
sichergestellt. Insgesamt hatten die Täter 3.000 betrügerische
Bestellungen mit einem Gesamtwert von 3,5 Millionen Euro
durchgeführt. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch andere Straftaten
wie Geldwäsche, Terrorismus und illegale Einwanderung aufgedeckt.
Vorgehen der Täter
Grundsätzlich versucht der Täter oder die Tätergruppe durch Täuschung
Waren oder Werksleistungen ohne Bezahlung oder vice versa Geld ohne
entsprechender Gegenleistung zu erlangen. Das Mittel zum Betrug
besteht hierbei in der Vortäuschung der Zahlungsfähig- und
Zahlungswilligkeit beziehungsweise der Lieferwilligkeit. Das heißt
für Unternehmen kann dies in beide Richtungen, also im Rahmen des
Einkaufsprozesses beziehungsweise im Rahmen des Verkaufsprozesses zu
einer Schädigung führen.
Tipps der Kriminalprävention für sicheres Einkaufen im Internet:
• Testen Sie ob der Internet-Shop zu üblichen Geschäftszeiten
telefonisch gut erreichbar ist. Macht der Kundenservice einen
sachkundigen Eindruck?
• Hinterfragen Sie kritisch welches Interesse der Anbieter an diesem
Thema hat. Informieren Sie sich auch auf anderen Seiten über das
Unternehmen. Lesen Sie Testberichte anderer Kunden.
• Nehmen Sie die Preisangaben näher unter die Lupe. Sind die Preise
ohne weiteren Aufwand vollständig einsehbar und transparent? Kann man
sofort Angaben zu Versandkosten finden? Gibt es eine
Lieferkostenpauschale für die Bestellung mehrerer Artikel oder
entfallen die Kosten ab einem bestimmten Warenwert? Und wenn Sie
meinen, ein Schnäppchen im Ausland gefunden zu haben: Lauern hier
eventuell horrende Versandkosten?
• Schauen Sie, ob die allgemeinen Geschäftsbedingungen leicht zu
finden sind und informieren Sie sich besonders über Rücktritts- und
Rückgaberechte.
• Vergessen Sie nicht: niemand hat etwas zu verschenken! Bei
unrealistisch niedrigen Preisen ist doppelte Vorsicht geboten und
eine Betrugsabsicht wahrscheinlich. Sie sollten den Shop wirklich
gründlich „durchleuchten“.
• Sollten Sie direkt online bezahlen, achten Sie darauf, dass die
Übertragung verschlüsselt ist. Das erkennen Sie am https:// in der
Adresszeile des Browsers sowie einem Vorhängeschlosssymbol
beispielsweise am unteren Rand des Browserfensters.
• Je weiter die Entfernung, desto schwieriger ist es sich zu
beschweren oder zu reklamieren: Bestellungen in anderen
EU-Mitgliedstaaten können komplizierter werden, sind aber immer noch
relativ sicher. Außerhalb der EU sollten Sie nur bestellen, wenn das
Produkt nur dort erhältlich ist und es sich um ein bekanntes
Unternehmen handelt.
In Österreich beteiligte Unternehmen:
Technische Universität Wien https://www.tuwien.ac.at/
A1 Telekom www.a1.net/
e-tec/DiTech http://www.e-tec.at/frame1/index.php
https://www.ditech.at/shop/index.php
Kastner & Öhler/Gigasport http://www.kastner-oehler.at/
http://www.gigasport.at/
Neckermann www.neckermann.at
Sevenrabbits https://www.sevenrabbits.at/de-at
Ski Sport Willy http://www.ski-willy.at/shop/
Zalando www.zalando.at
Six Payment www.six-payment-services.com/de/home.html
Post www.Post.at
DPD https://www.dpd.com/at
Diners Club https://www.dinersclub.at/
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