Kainz: Gewerbeverein stellt heimisches Qualitätssystem in Frage

Österreicher legen großen Wert auf Qualität handwerklichen Arbeitens

Wien (OTS) - Als „willkürliche Infragestellung eines gut funktionierenden Systems“ bewertete heute, Montag, der Geschäftsführer der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Reinhard Kainz, die präsentierte Umfrage von Gewerbeverein, Hoteliervereinigung und Handelsverband. „Wieder einmal wird das, was die heimische Unternehmerinnen und Unternehmer tatsächlich fesselt, nicht angesprochen: Bürokratie, überbordende Regulierungen. Da wo wir entfesseln müssen, ist das Betriebsanlagenrecht, sind behördliche Überprüfungen, die den unternehmerischen Alltag behindern“, so Kainz.

Eine Umfrage der Julius Raab Stiftung Anfang Oktober (Sample 600 Personen) zeigt ganz klar: Vor allem auf die Qualität des handwerklichen Arbeitens legen österreichische Bürger großen Wert. Wer beispielsweise Installationsarbeiten verrichten lässt, bevorzugt fundiert ausgebildete Arbeiter mit Lehrabschluss anstelle von fachkundigen Laien. In einer Umfrage von 600 Österreichern und Österreicherinnen kennen 91 Prozent der Befragten den Begriff der dualen Ausbildung.

In Hinblick auf die Lehrlingsausbildung zeige sich, dass Qualität zu den wichtigsten Faktoren der internationalen Konkurrenzfähigkeit zählt. Die Meisterprüfung trägt zusätzlich zur Qualitätssteigerung bei. Beispielsweise sind die meisten Befragten der Meinung, dass wesentliche Aspekte der Unternehmensführung in die Meisterprüfung miteinbegriffen sind. Unsere Gesellschaft sieht die duale Ausbildung daher auch nach wie vor als chancenreiche Alternative zu einer akademischen Ausbildung. 88 Prozent der Befragten betonen, dass sie die duale Ausbildung als erfolgreiche Grundlage für einen Start ins Berufsleben sehen. 78 Prozent betonen, dass die duale Ausbildung in Hinblick auf die Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit enorme Relevanz hat.

„Aus unserer Sicht gilt der Grundsatz, modernisieren, wo es sinnvoll ist, aber ein funktionierendes System nicht willkürlich gefährden. Seit Jahren versichert uns die Politik, dass die kleinen und mittleren Betriebe, also die Gewerbe- und Handwerksbetriebe, das Rückgrat der heimischen Wirtschaft sind, denn sie garantieren Tag für Tag Qualität und Ausbildung in allen Regionen Österreichs“, so Kainz abschließend. (PWK791/us)

Die komplette Studie ist hier abrufbar

http://www.juliusraabstiftung.at/resources/files/2016/10/7/1941/die-d
uale-ausbildung-in-den-augen-der-oesterreicher.pdf

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