• 24.10.2016, 13:42:28
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FPÖ-Pisec fordert Abkehr vom Zentralismus in der WKÖ

Wien (OTS) - „Wenn WKÖ-Präsident Christoph Leitl die Vereinigten
Staaten von Europa propagiert, dann zeigt dies offensichtlich sein
Wunschdenken, den Zentralismus der WKÖ vollends auf die EU zu
übertragen. Das ist in jeder Hinsicht abzulehnen“, sagte heute
FPÖ-Bundesrat und Industriesprecher Mag. Reinhard Pisec,
Obmann-Stellvertreter der Sparte Industrie in der Wiener
Wirtschaftskammer. Pisec fordert im Gegenteil mehr Föderalismus für
die WKÖ: „Die Länder sollten turnusweise den Vorsitz übernehmen und
damit würde die WKÖ-Präsidentschaft überflüssig. Begutachtungen,
Gesetzesinitiativen und wirtschaftspolitische Argumentationslinien
könnten von den Ländern ausgehen – so wie es vor dem Zentralismus
bereits war. Es ist Zeit, dass sich etwas in der WKÖ tut, weil es
offensichtlich ist, dass parallel mit dem wachsenden zentralistischen
Modell der WKÖ die Steuerbelastung in Österreich enorm gestiegen
ist.“

„Und wenn Leitl CETA als Heilsbringer für die österreichische
Unternehmenslandschaft verkaufen möchte, so dient dies vielmehr der
Ablenkung von hauseigenen Problemen. Österreich wird von CETA ganz
sicher nicht profitieren. Wenn der WKÖ-Präsident meint, mit CETA
warte das Big Business für die Industrie, wird er leider vergeblich
darauf warten müssen. Die Industrie benötigt Kostensenkungen in jeder
Hinsicht – und zwar je schneller desto besser –, um sich dem
internationalen Wettbewerb überhaupt stellen zu können, geschweige
denn überhaupt Aufträge zu erhalten. Üblicherweise benötigt ein
Standort zwei bis vier Jahre, bis sich verbesserte Rahmenbedingungen
durchsetzen. Im Ländervergleich aller 28 EU-Staaten hat sich bereits
gezeigt, dass es in der Entwicklung des österreichischen Standorts
bergab geht und damit auch mit Kanada keine neuen Chancen entstehen
werden“, so Pisec weiter. So ließen beispielsweise viel zu hohe
Lohnnebenkosten und viel zu geringe Abschreibungsmöglichkeiten
Österreich in der Entwicklung des Wirtschaftsstandortes in Europa zum
Schlusslicht werden und gingen an einer möglichen prosperierenden
Industrie völlig vorbei.

„Industrie und Exporthandel benötigen gute Rahmenbedingungen und
diese sind derzeit nicht vorhanden. Regierung, Sozialpartnerschaft
und damit der WKÖ-Präsident tragen einen großen Teil der
Verantwortung für die immer schwieriger werdende Wettbewerbssituation
österreichischer Unternehmen. Große ökonomische Disparitäten
innerhalb Europas tun sich auf und ‚dank‘ Österreichs Regierung sind
wir im unteren Feld angesiedelt“, kritisierte Pisec.

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