FPÖ-Pisec fordert Abkehr vom Zentralismus in der WKÖ

Wien (OTS) - „Wenn WKÖ-Präsident Christoph Leitl die Vereinigten Staaten von Europa propagiert, dann zeigt dies offensichtlich sein Wunschdenken, den Zentralismus der WKÖ vollends auf die EU zu übertragen. Das ist in jeder Hinsicht abzulehnen“, sagte heute FPÖ-Bundesrat und Industriesprecher Mag. Reinhard Pisec, Obmann-Stellvertreter der Sparte Industrie in der Wiener Wirtschaftskammer. Pisec fordert im Gegenteil mehr Föderalismus für die WKÖ: „Die Länder sollten turnusweise den Vorsitz übernehmen und damit würde die WKÖ-Präsidentschaft überflüssig. Begutachtungen, Gesetzesinitiativen und wirtschaftspolitische Argumentationslinien könnten von den Ländern ausgehen – so wie es vor dem Zentralismus bereits war. Es ist Zeit, dass sich etwas in der WKÖ tut, weil es offensichtlich ist, dass parallel mit dem wachsenden zentralistischen Modell der WKÖ die Steuerbelastung in Österreich enorm gestiegen ist.“

„Und wenn Leitl CETA als Heilsbringer für die österreichische Unternehmenslandschaft verkaufen möchte, so dient dies vielmehr der Ablenkung von hauseigenen Problemen. Österreich wird von CETA ganz sicher nicht profitieren. Wenn der WKÖ-Präsident meint, mit CETA warte das Big Business für die Industrie, wird er leider vergeblich darauf warten müssen. Die Industrie benötigt Kostensenkungen in jeder Hinsicht – und zwar je schneller desto besser –, um sich dem internationalen Wettbewerb überhaupt stellen zu können, geschweige denn überhaupt Aufträge zu erhalten. Üblicherweise benötigt ein Standort zwei bis vier Jahre, bis sich verbesserte Rahmenbedingungen durchsetzen. Im Ländervergleich aller 28 EU-Staaten hat sich bereits gezeigt, dass es in der Entwicklung des österreichischen Standorts bergab geht und damit auch mit Kanada keine neuen Chancen entstehen werden“, so Pisec weiter. So ließen beispielsweise viel zu hohe Lohnnebenkosten und viel zu geringe Abschreibungsmöglichkeiten Österreich in der Entwicklung des Wirtschaftsstandortes in Europa zum Schlusslicht werden und gingen an einer möglichen prosperierenden Industrie völlig vorbei.

„Industrie und Exporthandel benötigen gute Rahmenbedingungen und diese sind derzeit nicht vorhanden. Regierung, Sozialpartnerschaft und damit der WKÖ-Präsident tragen einen großen Teil der Verantwortung für die immer schwieriger werdende Wettbewerbssituation österreichischer Unternehmen. Große ökonomische Disparitäten innerhalb Europas tun sich auf und ‚dank‘ Österreichs Regierung sind wir im unteren Feld angesiedelt“, kritisierte Pisec.

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