VGT fotografiert Jagd auf ausgesetzte Zuchtfasane in der Steiermark: Abbruch

Polizei erscheint nicht, obwohl sie von der Jagdgesellschaft gerufen wurde, weil Fotografieren legal!Zweite Jagdgesellschaft im Nachbarort hat Aussetzen wegen neuem Jagdgesetz beendet

Wien (OTS) - In der Südsteiermark ist das Land bewaldet, mit wenig Wasser und auf über 400 m Seehöhe. Denkbar schlechte Voraussetzungen für ein Fasanhabitat. Um diesem Hobby dort dennoch zu frönen, muss man ständig Zuchtfasane aussetzen, und tatsächlich findet man überall in der Region Fasanvolieren zu diesem Zweck. Doch das neue Jagdgesetz schränkt das Aussetzen dramatisch ein. Dennoch hat man in Allerheiligen bei Wildon auch heuer wieder massiv ausgesetzt, dieses Wochenende wollte man „die Ernte“ einfahren und die ausgesetzten Zuchttiere erschießen. Doch TierschützerInnen des VGT waren vor Ort und zückten ihre Kameras. Und das reicht heutzutage, um JägerInnen von den Abschießbelustigungen auf Zuchttiere abzuhalten. Die Jagdgesellschaft brach den Jagdversuch ab, bevor noch ein Fasan getötet war. Die Polizei wollte nach Anruf der JägerInnen nicht kommen, sie hatte Besseres zu tun, als TierschützerInnen davon abzuhalten, völlig legal eine Jagd zu dokumentieren.

Auch in der Nachbarortschaft fand am selben Tag eine Fasanjagd statt. Die JägerInnen erklärten, dass sie bis 2015 noch Fasane ausgesetzt haben, doch heuer aufgrund des strengeren Jagdgesetzes, das nach einer VGT-Kampagne zustande gekommen war, nicht mehr. Die Volieren standen tatsächlich etwas verwaist in der Gegend herum, und die Ausbeute der Jagdgesellschaft war mager, weniger als 20 tote Fasane. Doch alle paar Meter findet man in diesem Jagdrevier Fasanfutterstellen und Tränken. Dennoch kann sich offensichtlich dort keine nennenswerte Population halten.

VGT-Obmann Martin Balluch drängt auf klare Verhältnisse: „Die Jagdgesetzesreform in der Steiermark war ein Fortschritt, aber sie lässt noch immer Schlupflöcher offen. Das Aussetzen von Zuchtfasanen ist nachweislich nur schädlich für die Ökologie, und es ist offensichtlich, dass es lediglich um den Abschussspaß geht. Die Landesregierung muss sich einen Ruck geben, und das Aussetzen vollständig verbieten. Das ist die einzig klare Lösung, sowohl im Sinne der Bevölkerung, als auch von Ökologie und Tierschutz.“

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