- 24.10.2016, 10:31:36
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VGT fotografiert Jagd auf ausgesetzte Zuchtfasane in der Steiermark: Abbruch
Polizei erscheint nicht, obwohl sie von der Jagdgesellschaft gerufen wurde, weil Fotografieren legal!Zweite Jagdgesellschaft im Nachbarort hat Aussetzen wegen neuem Jagdgesetz beendet
Utl.: Polizei erscheint nicht, obwohl sie von der Jagdgesellschaft
gerufen wurde, weil Fotografieren legal!Zweite
Jagdgesellschaft im Nachbarort hat Aussetzen wegen neuem
Jagdgesetz beendet =
Wien (OTS) - In der Südsteiermark ist das Land bewaldet, mit wenig
Wasser und auf über 400 m Seehöhe. Denkbar schlechte Voraussetzungen
für ein Fasanhabitat. Um diesem Hobby dort dennoch zu frönen, muss
man ständig Zuchtfasane aussetzen, und tatsächlich findet man überall
in der Region Fasanvolieren zu diesem Zweck. Doch das neue Jagdgesetz
schränkt das Aussetzen dramatisch ein. Dennoch hat man in
Allerheiligen bei Wildon auch heuer wieder massiv ausgesetzt, dieses
Wochenende wollte man „die Ernte“ einfahren und die ausgesetzten
Zuchttiere erschießen. Doch TierschützerInnen des VGT waren vor Ort
und zückten ihre Kameras. Und das reicht heutzutage, um JägerInnen
von den Abschießbelustigungen auf Zuchttiere abzuhalten. Die
Jagdgesellschaft brach den Jagdversuch ab, bevor noch ein Fasan
getötet war. Die Polizei wollte nach Anruf der JägerInnen nicht
kommen, sie hatte Besseres zu tun, als TierschützerInnen davon
abzuhalten, völlig legal eine Jagd zu dokumentieren.
Auch in der Nachbarortschaft fand am selben Tag eine Fasanjagd statt.
Die JägerInnen erklärten, dass sie bis 2015 noch Fasane ausgesetzt
haben, doch heuer aufgrund des strengeren Jagdgesetzes, das nach
einer VGT-Kampagne zustande gekommen war, nicht mehr. Die Volieren
standen tatsächlich etwas verwaist in der Gegend herum, und die
Ausbeute der Jagdgesellschaft war mager, weniger als 20 tote Fasane.
Doch alle paar Meter findet man in diesem Jagdrevier
Fasanfutterstellen und Tränken. Dennoch kann sich offensichtlich dort
keine nennenswerte Population halten.
VGT-Obmann Martin Balluch drängt auf klare Verhältnisse: „Die
Jagdgesetzesreform in der Steiermark war ein Fortschritt, aber sie
lässt noch immer Schlupflöcher offen. Das Aussetzen von Zuchtfasanen
ist nachweislich nur schädlich für die Ökologie, und es ist
offensichtlich, dass es lediglich um den Abschussspaß geht. Die
Landesregierung muss sich einen Ruck geben, und das Aussetzen
vollständig verbieten. Das ist die einzig klare Lösung, sowohl im
Sinne der Bevölkerung, als auch von Ökologie und Tierschutz.“
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