Die Polizei warnt vor Dämmerungseinbrüchen in der Winterzeit

Schwerpunktaktion von November 2016 bis Februar 2017

Wien (OTS) - Eine Analyse der Einbrüche der letzten Jahre zeigt, dass die Herbst- und Wintermonate die Zeit des Jahres sind, in der die meisten Einbrüche verübt werden. Bereits im Jahr 2014 wurde daher ein breit angelegtes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Dämmerungseinbruchs in Österreich geschnürt, das zu einem gravierenden Rückgang der Anzahl der Anzeigen von Einbrüchen geführt hat. Dieses Paket bestand aus Analyse, Fahndungs- und Ermittlungsarbeit sowie verstärkten Präventionsmaßnahmen. Auf dieses Wissen der Vorjahre wird nun aufgebaut und in den kommenden Monaten wieder verstärkt Maßnahmen gesetzt.

Erfolge aus dem Vorjahreszeitraum
Die Anstrengungen der Polizei haben bereits in der letzten Saison zu Erfolgen geführt: Es konnten zahlreiche Einbruchsserien geklärt werden, wie zum Beispiel eine Serie aus Oberösterreich mit derzeit 17 zugeordneten Wohnraumeinbrüchen. Insgesamt konnten 102 Täter, die 111 Einbrüche begangen haben, ausgeforscht und festgenommen werden. Diese Erfolge sind mitunter auf die gute Zusammenarbeit und das Bewusstsein der Bevölkerung zurückzuführen. Von Oktober 2015 bis Februar 2016 wurden in Österreich über 24.000 Personen speziell zum Thema Schutz vor Dämmerungseinbrüchen beraten.

Über den Dämmerungseinbruch und die Vorgehensweise der Täter
Die Dämmerungseinbrecher schlagen von November bis Jänner zu. Die Täter sind besonders zwischen 16 und 21 Uhr, abhängig von der Dämmerungszeit, unterwegs. Zu den Tatorten zählen meist Wohnungen und Wohnhäuser, die gut an Hauptverkehrsverbindungen angebunden sind und eine rasche Flucht ermöglichen. Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Grundstücken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen besonders im Fokus. Die Täter versuchen meist durch das Aufzwängen von Terrassentüren und gartenseitig gelegenen Fenstern, Türen oder Kellerzugängen in das Wohnobjekt einzudringen. Dabei nutzen sie oft einfache Hilfsmittel und brechen mit Schraubenzieher oder einer Zange schlecht gesicherte Türen oder Fenster auf. Gelingt es ihnen in die Wohnung einzudringen, haben sie es auf schnell verwertbares Gut abgesehen. Daher ist es ratsam, Schmuck, Bargeld und wertvolle Gegenstände in einem Safe zu verwahren oder am besten keine höheren Bargeldbeträge zuhause zu haben.

Die Maßnahmen der Polizei
Die Polizei beugt diesem Phänomen vor und reagiert zielgerichtet darauf. Vernetzte Analysemethoden, rasche Fahndungsmaßnahmen und Ermittlungen sowie Schwerpunkte beim Streifendienst stehen im Fokus. Großes Augenmerk wird auch heuer wieder auf Prävention und den Kontakt mit der Bevölkerung gelegt. Denn durch eigene, meist einfache Sicherungsmaßnahmen können Einbrecher abgeschreckt werden, was auch die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik belegen: Im Jahr 2015 sind über 40 Prozent aller Wohnraumeinbrüche in Österreich gescheitert. Dieser hohe Prozentsatz geht erfreulicherweise meist mit dem guten Eigenschutz und richtig gesetzten Präventionsmaßnahmen der Bevölkerung einher. Dabei sind eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe enorm wichtig. Eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht und den Postkasten entleert, leistet wertvolle Dienste. Die Polizei will aber auch die Menschen dazu motivieren, sie bei verdächtigen Beobachtungen zu verständigen. Niemand soll sich scheuen die nächste Polizeidienststelle zu kontaktieren oder im Notfall 133 zu wählen.

Die Spezialistinnen und Spezialisten der Kriminalprävention stehen kostenfrei in ganz Österreich unter der Telefonnummer 059 133 zur Verfügung. Mehr Informationen finden Sie auch unter www.bmi.gv.at/praevention.

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Bundeskriminalamt
Vincenz Kriegs-Au, MA.
Pressesprecher
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