- 17.10.2016, 13:25:12
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Österreichische Lebensmittel sind weltweite Genuss-Botschafter – Export schafft Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze
AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und AMA auf der SIAL in Paris – Österreich punktet in Deutschland und auf Überseemärkten wie den USA mit Qualität und "Natur-Genuss"
Utl.: AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und AMA auf der SIAL in Paris –
Österreich punktet in Deutschland und auf Überseemärkten wie
den USA mit Qualität und "Natur-Genuss" =
Wien (OTS) - Vom 16. bis 20. Oktober 2016 findet die internationale
Weltfachmesse für Ernährung SIAL in Paris statt. Die SIAL ist –
gemeinsam mit der ANUGA in Köln – die bedeutendste Veranstaltung für
die internationale Lebensmittelwirtschaft. Die AUSSENWIRTSCHAFT
AUSTRIA organisiert gemeinsam mit dem österreichischen
AußenwirtschaftsCenter Paris im Rahmen der
Internationalisierungsoffensive „go-international“ – einer
Förderinitiative des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung
und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich – den
„Österreich-Auftritt“ auf mehreren Österreich-Ständen (Int.
Länderbeteiligungen, Bioprodukte, Getränke, Fleischprodukte, Käse und
Milchprodukte) auf dieser Leitmesse.
Von der SIAL 2016 in Paris erwarten sich die österreichischen
Aussteller neben einer Vielzahl an Kundenkontakten weitere Impulse
für die immer wichtiger werdenden Exportmärkte. So liegt es nahe,
dass auch in diesem Jahr wieder eine bedeutende Zahl österreichischer
Lebensmittelhersteller bei dieser wichtigen
ernährungswirtschaftlichen Fachmesse bestrebt ist, neue
Interessenten, Abnehmer und vor allem Liebhaber für die qualitativ
hochwertigen österreichischen Lebensmittel, Getränke und
Spezialitäten zu gewinnen. Die österreichischen Aussteller sind
zuversichtlich, dass der Appetit der Kunden auch in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten mit Qualität und Genuss „Made in Austria“ weiter
zunehmen wird.
Bereits zum zehnten Mal ist die AMA mit einem Gemeinschaftsstand bei
der SIAL in Paris vertreten (Halle 7, Standnummer A123/B124).
„Österreichische Agrarprodukte haben ein hervorragendes Image. Sie
stehen für Tradition und Natürlichkeit. Österreich ist Bioland Nr. 1
in Europa. Die Innovationsfreude unserer Produzenten setzt am Markt
immer wieder neue Impulse. Verlässlichkeit in der Belieferung und die
Kontinuität in der erzeugten Qualität überzeugen Einkäufer auf der
ganzen Welt. All das unterstreicht der Slogan `Natur Genuss“, erklärt
Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing.
„Die Exporte der Lebensmittelindustrie zeigen für das erste Halbjahr
2016 mit rund 3 Mrd. € Umsatz und einem Plus von 4,8 % gegenüber dem
Vorjahreszeitraum eine erfreuliche Entwicklung. Und das trotz
weiterhin angespannter Märkte im In- und Ausland etwa in Folge der
,Ukraine-Russland-Krise‘. Diese hat zu einem Überangebot bei manchen
Agrarprodukten (primär Fleisch- und Milcherzeugnisse) und somit zu
einem enormen Preisdruck in der EU geführt. Speziell am Milchsektor
sind hohe Mengen und niedrige Preise kennzeichnend. Die
exportorientierten EU-Länder drängen daher auf alternative Märkte
außerhalb der EU. Da das auch die heimische Agrar- und
Lebensmittelwirtschaft versucht, wird der Wettbewerb auf
Drittlandsmärkten allgemein schärfer“, erklärte Mag. Katharina
Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der
Lebensmittelindustrie, anlässlich der SIAL in Paris.
„Die Exportleistung der Erzeugnisse der österreichischen
Lebensmittelindustrie auf Märkten außerhalb Europas stieg im ersten
Halbjahr 2016 um fast 10 %. Exportmotor dabei war der US-Markt.
Dieser wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 25 % an. Damit
zählen Deutschland und die USA zu den aktuellen Top-Exportmärkten für
österreichische Lebensmittel und Getränke“, führte Koßdorff weiter
aus.
Heimmarkt bleibt angespannt
Der österreichische Lebensmittelmarkt ist nach wie vor heiß umkämpft
und bleibt auch 2016 angespannt. Wettbewerb findet auf allen Ebenen
entlang der Wertschöpfungskette statt. Die Rahmenbedingungen dafür
sind schwierig und seit Jahren unverändert. Im Mittelpunkt des
täglichen Kampfes um Marktanteile im österreichischen
Lebensmitteleinzelhandel, der sich durch den Zielpunkt-Konkurs Ende
2015 noch zusätzlich verschärft hat, stehen dauerhafte Preissenkungen
bei vielen Markenartikeln, Dauertiefpreis-Garantien, weiterhin
Aktionen am laufenden Band und die verstärkte Positionierung von
Eigenmarken in allen wichtigen Produkt- und Preissegmenten. Die
Unternehmen der Lebensmittelindustrie müssen sich weiterhin in einem
schwierigen Umfeld behaupten. Zusätzlich bedeuten volatile Rohstoff-,
Energie- und Transportkosten große Herausforderungen für die
Lebensmittelbranche.
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte die österreichische
Lebensmittelindustrie im ersten Halbjahr 2016 ihre Produktion um 2,6
% erhöhen. Gute Tourismuszahlen im Inland, Ausflugswetter, verstärkte
Exportbemühungen und die Fußball-Europameisterschaft sind die Gründe
dafür. Dazu Koßdorff: „Die aktuelle Entwicklung stimmt uns
optimistisch, dass die Branche ihr Umsatzziel für 2016 – deutlich
über 8 Mrd. € bei der abgesetzten Produktion – erreichen kann.
Export bleibt wichtigstes Standbein für die Branche
Für viele heimische Lebensmittelhersteller ist der Export ein
unverzichtbares wirtschaftliches Standbein und die wesentlichste
Kostenstellschraube. Die Exportleistungen der heimischen Unternehmen
schaffen Arbeitsplätze und tragen wesentlich zur Wertschöpfung und
dem damit verbundenen Wohlstand unseres Landes bei. Zwei von drei in
Österreich produzierte Lebensmittel werden bereits auf 180 Märkten
quer über den Globus verkauft. Mit fast 6 Mrd. € erreichten die
Exporte von Erzeugnissen der Lebensmittelindustrie 2015 einen
Rekordstand (+7,3 % gegenüber 2014). Der Export ist daher der
Wachstumstreiber und Jobgarant für die Branche.
Frankreich zählt seit Jahren zu den wichtigsten Exportmärkten für die
österreichische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Das
Agrarexportvolumen Österreichs nach Frankreich (Zollkapitel 1 bis 24)
konnte im Jahr 2015 erstmals ein Exportvolumen in Höhe von 215 Mio. €
erreichen (+ 2,2 % gegenüber 2014). Fast 66 % dieses
Agrarexportvolumens nach Frankreich wurde 2015 mit dem Export von
österreichischen Erzeugnissen der Lebensmittelindustrie (Zollkapitel
16 bis 24) in Höhe von 141 Mio. € (+ 9,4 % gegenüber 2012)
erwirtschaftet. Zu den wichtigsten Exportprodukten „Made in Austria“
zählen: Feine Backwaren (32,2 Mio. Euro Exportvolumen im Jahr 2015),
Rindfleisch (22,4 Mio. Euro), Schokoladenwaren (17,0 Mio. Euro),
Zubereitungen zur Tierfütterung (11,2 Mio. Euro), Fruchtsäfte und
-konzentrate (10,7 Mio. Euro), Alkoholfreie Erfrischungsgetränke
(10,3 Mio. Euro) und Andere Lebensmittelzubereitungen (8,7 Mio.
Euro).
Aber auch Frankreich ist einer der wichtigsten Lieferanten von
Agrarwaren, Lebensmitteln und Getränken (Zollkapitel 1 bis 24) für
Österreich. Das Agrarimportvolumen aus Frankreich betrug im Jahr 2015
345 Mio. € (- 3,6 % gegenüber 2014).
Konjunkturmotor Export bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor –
Jetzt weiter Kräfte bündeln
Koßdorff weiter: „Lebensmittel waren in Zeiten schwacher Konjunktur
immer verlässliche Umsatzbringer. Die gesamtwirtschaftlichen
Perspektiven zeigen, dass es richtig ist, sich auf die Stärken der
österreichischen Lebensmittelwirtschaft zu besinnen und alle Kräfte
zu bündeln: Die ,Internationalisierungsoffensive‘ des
Wirtschaftsministeriums und die ,Exportinitiative neu‘ des
Ministeriums für ein lebenswertes Österreich sind gerade in diesen
Zeiten wichtiger denn je.“ Der Fachverband unterstützt mit großem
Engagement diese Initiativen im Interesse des heimischen
Produktionsstandortes und arbeitet in Abstimmung mit seinen Partnern
– der Außenwirtschaft Austria und der AMA Marketing GmbH – aktiv
daran mit. „Wir müssen gemeinsam bestehende Märkte stärken und neue
Marktchancen wie den Westbalkan, den Mittleren Osten und Asien
erschließen. Aktivitäten wie der ,Marktplatz Österreich‘ oder der
Besuch von Messen wie der SIAL können helfen, neue Kontakte zu
knüpfen. Insgesamt soll damit der Export der österreichischen Agrar-
und Lebensmittelwirtschaft breiter aufgestellt werden“, führte
Koßdorff weiter aus.
Stellenwert der Lebensmittelindustrie in Österreich
Die Lebensmittelindustrie ist eine der größten Branchen Österreichs.
Sie sichert im Interesse der Konsumenten tagtäglich die Versorgung
mit sicheren, qualitativen und leistbaren Lebensmitteln. Die rund 200
Unternehmen mit ihren 26.000 Beschäftigten erwirtschafteten im Jahr
2015 ein Produktionsvolumen von 8 Milliarden €. Über 60 Prozent davon
werden in 180 Länder rund um den Globus exportiert. Der Fachverband
unterstützt seine Mitglieder durch Information, Beratung und
internationale Vernetzung.
Über die AMA-Marketing
Die AMA-Marketing GesmbH ist die österreichische Plattform für
Qualität, Absatzförderung und Kommunikation bei landwirtschaftlichen
Erzeugnissen und Lebensmitteln. Sie zeichnet Spitzenleistungen in der
Lebensmittelwirtschaft mit dem AMA-Gütesiegel und dem AMA-Biosiegel
aus. Ihre Aufgaben sind gesetzlich geregelt. Die Finanzierung erfolgt
über Agrarmarketingbeiträge der Landwirte, Mittel der Europäischen
Union sowie Gebühren der Lizenznehmer.
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