Korun: Extremismus und Homosexuellenfeindlichkeit unter Jugendlichen bekämpfen

Grüne: Mehr Burschen- und Männerarbeit aber auch Bemühungen der Migrantencommunities notwendig

Wien (OTS) - „Ich begrüße die Veröffentlichung der Ergebnisse der Stadt-Wien-Studie in Jugendzentren, bei Streetwork und Parkbetreuung. Jetzt geht es darum, die Ergebnisse mit kühlem Kopf zu analysieren und konkrete Gegenmaßnahmen gegen autoritäre Tendenzen, Rassismus, Antisemitismus, Homosexuellenfeindlichkeit und religiösem Extremismus unter jenem Teil der Befragten - in dieser Studie 27 Prozent - zu setzen, der als gefährdet für radikales Gedankengut gilt“, sagt die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun.

„Vorurteile gegen JüdInnen, Homosexuelle und andere Minderheiten werden erlernt. Daher ist es auch möglich, sie zu verlernen, indem man andere - vorurteilsfreie - Haltungen kennenlernt und sich mit ihnen auseinandersetzt“, sagt Korun weiter. Mehr Burschen- und Männerarbeit ist daher wichtig, gerade auch bei Jugendlichen, die nicht mehr in der Schule sind und daher durch Schulsozialarbeit oder Ethikunterricht nicht erreicht werden können. Da scheint der Wiener Jugendarbeit einiges zu gelingen, da sie offensichtlich Zugang zu diesen Jugendlichen hat.

Korun: „Es geht aber auch darum, dass Migrantenvereine und Moscheen Diskussionen über Vorurteile und religiösen Extremismus anstoßen und sich aktiv beteiligen bei der Bekämpfung von Vorurteilen, Hass gegen Minderheiten und gegen Extremismus im Namen der Religion und des Islam. Denn es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Hass und Vorurteile zu bekämpfen, und gerade bei sozial und bildungsmäßig benachteiligten Jugendlichen haben wir Handlungsbedarf. Wir dürfen bei all den wichtigen anstehenden Maßnahmen aber auch nicht vergessen, dass 65 Prozent der befragten Jugendlichen sich mit Österreich und Wien identifizieren, obwohl sie in den Augen anderer leider oft nicht dazugehören.“

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