- 10.10.2016, 22:00:16
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Neues Volksblatt: "Wechsel" von Markus EBERT
Ausgabe vom 11. Oktober 2016
Utl.: Ausgabe vom 11. Oktober 2016 =
Linz (OTS) - In seinem Bestreben, für „seine Beamten“ das
bestmögliche herauszuholen, hat Fritz Neugebauer auch mit seiner
politischen Heimat den einen oder anderen Strauß ausgefochten. In
Sachen Lehrerdienstrecht etwa musste er auch einigen ÖVP-internen
Unmut ertragen.
Andererseits: Rund 240.000 Mitglieder in der Gewerkschaft
Öffentlicher Dienst sind mit der Art und Weise, wie sie vom
Christgewerkschafter Neugebauer vertreten wurden, gut gefahren —
abzulesen auch daran, dass die Zahl der GÖD-Gewerkschaftsmitglieder
im Gegensatz zu anderen Gewerkschaften stetig wächst. Er habe, so
beschreibt es die APA recht treffend, für seine Klientel entweder das
Maximum an Gewinn oder wenigstens das Minimum an Schaden
herausgeholt.
Geholfen hat ihm dabei ganz sicher, dass er als „gelernter
Gewerkschafter“ im Lauf seiner 19 Jahre als GÖD-Chef einer ganzen
Reihe von Arbeitgebervertretern gegenüber saß. Bei 15 Ministern und
Staatssekretären habe es jedesmal gedauert, „in den Arbeitsmodus zu
finden“, wie Neugebauer gestern konstatierte. Als über viele Jahre
konstante Größe auf der Dienstnehmerseite entkommt man der
Bezeichnung „Urgestein“ nur schwer. Dass Neugebauers designierter
Nachfolger an der GÖD-Spitze, Norbert Schnedl, das
Gewerkschaftsgeschäft im kleinen Finger hat, hat wohl auch mit seiner
„Lehrzeit“ beim scheidenden GÖD-Chef zu tun.
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