• 10.10.2016, 12:48:35
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  • OTS0125

Heute Verhandlung im Bezirk Güssing: Alfons Mensdorff-Pouilly gibt Gesetzesübertretung zu

VGT legt Beweise vor, dass der künstliche Ententeich von Mensdorff-Pouilly ohne Genehmigung mit Wasser aus Strembach gefüllt wurde – Ausrede: „aus Tierschutzgründen“

Utl.: VGT legt Beweise vor, dass der künstliche Ententeich von
Mensdorff-Pouilly ohne Genehmigung mit Wasser aus Strembach
gefüllt wurde – Ausrede: „aus Tierschutzgründen“ =

Wien (OTS) - Wer Alfons Mensdorff-Pouilly kennt, weiß, dass er es mit
dem Gesetz nicht so genau nimmt. Erst kürzlich musste der VGT wieder
zahlreiche Anzeigen wegen des Aussetzens von Rebhühnern und einer
nicht-weidgerechten Jagd auf Zuchtenten einbringen. Heute fand im
Gemeindeamt Heiligenbrunn eine Verhandlung über eine weitere Anzeige
des VGT statt. Am 19. Juli 2016 hatten Wanderer beobachtet, dass ein
Traktor am Strembach bei Luising im südburgenländischen Bezirk
Güssing positioniert war, der eine Wasserpumpe betrieb. Von dort aus
führte ein langer Schlauch bis in den künstlichen Ententeich von
Mensdorff-Pouilly. Das wurde fotografisch dokumentiert und dem VGT
übermittelt, der Anzeige erstattete. Mensdorff-Pouilly setzt
regelmäßig Zuchtenten in seinen künstlichen Ententeich, um seine
Jagdgäste mit infantilen Abschießbelustigungen zu unterhalten. Heute,
am 10. Oktober 2016, fand zum Vorwurf der widerrechtlichen
Wasserentnahme eine Verhandlung statt. Der Beschuldigte, Alfons
Mensdorff-Pouilly, gab die Tat zu, rechtfertigte sie aber damit, dass
sie „aus Tierschutzgründen“ für die Enten notwendig gewesen sei.
Zuerst werden also Enten aus Massentierhaltung angeliefert, die
ausschließlich dem Abschussspaß dienen sollen – so ziemlich das
Gegenteil von Tierschutz, aber auch einer weidgerechten Jagd – und
dann wird es dafür „aus Tierschutzgründen“ notwendig, Wasser der
Allgemeinheit zu entwenden. Auch gestern, Sonntag, hat wieder eine
Federwildjagd, vermutlich auf Enten, im Jagdrevier Mensdorff-Pouilly
stattgefunden.

VGT-Obmann Martin Balluch war bei der Verhandlung dabei: „Heute war
Herr Mensdorff-Pouilly nicht sehr gut gelaunt. Keine Spur von seiner
bekannten Leutseligkeit und Gönnerhaftigkeit. Mit mir, so hat er
gesagt, wolle er nicht sprechen. Aber mir geht es nicht um seine
Person, mir geht es ausschließlich darum, diese tierquälerische
Praxis der Jagd auf Zuchtvögel zu beenden und ein Verbot zu
erreichen. Landesrätin Verena Dunst wohnt nicht weit von Luising in
Moschendorf. Ich lade sie ein, sich selbst ein Bild von diesen
Grausamkeiten zu machen. Vielleicht wäre sie dann bereit, diesem
Treiben mit einem klaren Verbot ein Ende zu setzen. Der infantile
Spaß am Abschuss zahmer Vögel hat im Österreich des 21. Jahrhunderts
keinen Platz!“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VGT

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