NEOS zum Equal Pay Day: Nationaler Aktionsplan zur Gleichstellung am Arbeitsmarkt muss überarbeitet werden

Claudia Gamon: „Der morgige Equal Pay Day darf nicht wieder unnötige staatliche Interventionen befeuern, wo sie nichts bringen.“

Wien (OTS) - „Seit Jahren verspricht die Regierung Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt. 2010 wurde dazu sogar ein nationaler Aktionsplan präsentiert, umgesetzt wurde bisher allerdings wenig bis gar nichts. Dementsprechend hat sich die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt bis heute kaum verbessert. Noch immer ist der Gender Pay Gap in Österreich der zweithöchste innerhalb der EU - Frauen verdienen auch im Jahr 2016 bedeutend weniger als ihre männlichen Kollegen. Der Nationale Aktionsplan scheint gescheitert und muss daher konsequent überarbeitet werden“, übt NEOS-Frauensprecherin Claudia Gamon Kritik an der Untätigkeit vom SPÖ und ÖVP. „Der morgige Equal Pay Day darf nicht wieder dazu führen, dass Gewerkschaft, Arbeiterkammer, SPÖ und Grüne unnötige staatliche Interventionen fordern, wo sie nichts bringen. Vielmehr müssen die Grundproblematiken endlich in Angriff genommen werden, um eine echte Gleichstellung für Frauen am Arbeitsmarkt zu erreichen“, fordert Gamon.

Die Gründe für die Ungleichbehandlung und die hohen Einkommensunterschiede liegen auf der Hand: Lange Erwerbsunterbrechungen, eine besonders starke Belastung durch die Übernahme von Betreuungstätigkeiten und lange Phasen der Teilzeitarbeit sorgen für eine geringere Arbeitsmarktpartizipation von Frauen. „Daher braucht es neben weiteren, flexiblen Kinderbetreuungsangeboten auch einen individuellen Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld und Karenz, um Väter dazu zu motivieren, ihre Rolle in der Kindererziehung wahrzunehmen. Eine Angleichung des Frauenpensionsalters führt außerdem dazu, dass Frauen nicht die besten Erwerbsjahre und Aufstiegschancen genommen werden,“ zeigt die NEOS-Frauensprecherin effektive Maßnahmen auf, die rasch umgesetzt werden müssen.

Die Bundesregierung müsse den Holzweg in ihrer Gleichstellungspolitik nun endlich verlassen, so Gamon abschließend: „SPÖ und ÖVP sind zwischen sozialistischen Interventionen in der Privatwirtschaft und konservativer Rollenzuschreibungen in der christlich-sozialen Familienpolitik gefangen. Beides führt zu nichts. Die Lösungen liegen auf dem Tisch - die Regierung muss sich nur noch dazu überwinden, ihre Blockadestellung auf dem Rücken der Frauen endlich aufzugeben und die Chancen, die eine liberale Marktwirtschaft mit sich bringt, wahrzunehmen.“

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