- 10.10.2016, 12:23:02
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NEOS zum Equal Pay Day: Nationaler Aktionsplan zur Gleichstellung am Arbeitsmarkt muss überarbeitet werden
Claudia Gamon: „Der morgige Equal Pay Day darf nicht wieder unnötige staatliche Interventionen befeuern, wo sie nichts bringen.“
Utl.: Claudia Gamon: „Der morgige Equal Pay Day darf nicht wieder
unnötige staatliche Interventionen befeuern, wo sie nichts
bringen.“ =
Wien (OTS) - „Seit Jahren verspricht die Regierung Maßnahmen zur
Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt. 2010 wurde
dazu sogar ein nationaler Aktionsplan präsentiert, umgesetzt wurde
bisher allerdings wenig bis gar nichts. Dementsprechend hat sich die
Situation von Frauen am Arbeitsmarkt bis heute kaum verbessert. Noch
immer ist der Gender Pay Gap in Österreich der zweithöchste innerhalb
der EU - Frauen verdienen auch im Jahr 2016 bedeutend weniger als
ihre männlichen Kollegen. Der Nationale Aktionsplan scheint
gescheitert und muss daher konsequent überarbeitet werden“, übt
NEOS-Frauensprecherin Claudia Gamon Kritik an der Untätigkeit vom SPÖ
und ÖVP. „Der morgige Equal Pay Day darf nicht wieder dazu führen,
dass Gewerkschaft, Arbeiterkammer, SPÖ und Grüne unnötige staatliche
Interventionen fordern, wo sie nichts bringen. Vielmehr müssen die
Grundproblematiken endlich in Angriff genommen werden, um eine echte
Gleichstellung für Frauen am Arbeitsmarkt zu erreichen“, fordert
Gamon.
Die Gründe für die Ungleichbehandlung und die hohen
Einkommensunterschiede liegen auf der Hand: Lange
Erwerbsunterbrechungen, eine besonders starke Belastung durch die
Übernahme von Betreuungstätigkeiten und lange Phasen der
Teilzeitarbeit sorgen für eine geringere Arbeitsmarktpartizipation
von Frauen. „Daher braucht es neben weiteren, flexiblen
Kinderbetreuungsangeboten auch einen individuellen Anspruch auf
Kinderbetreuungsgeld und Karenz, um Väter dazu zu motivieren, ihre
Rolle in der Kindererziehung wahrzunehmen. Eine Angleichung des
Frauenpensionsalters führt außerdem dazu, dass Frauen nicht die
besten Erwerbsjahre und Aufstiegschancen genommen werden,“ zeigt die
NEOS-Frauensprecherin effektive Maßnahmen auf, die rasch umgesetzt
werden müssen.
Die Bundesregierung müsse den Holzweg in ihrer Gleichstellungspolitik
nun endlich verlassen, so Gamon abschließend: „SPÖ und ÖVP sind
zwischen sozialistischen Interventionen in der Privatwirtschaft und
konservativer Rollenzuschreibungen in der christlich-sozialen
Familienpolitik gefangen. Beides führt zu nichts. Die Lösungen liegen
auf dem Tisch - die Regierung muss sich nur noch dazu überwinden,
ihre Blockadestellung auf dem Rücken der Frauen endlich aufzugeben
und die Chancen, die eine liberale Marktwirtschaft mit sich bringt,
wahrzunehmen.“
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