- 10.10.2016, 11:39:32
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15 Jahre „Freunde des Leopold Museum“ — Leopold Museum-Direktor Hans-Peter Wipplinger würdigt Freundeverein
Wipplinger: „Freundeverein wichtiger Faktor des weit über die Grenzen der Stadt ausstrahlenden Erfolges des Leopold Museum“

Utl.: Wipplinger: „Freundeverein wichtiger Faktor des weit über die
Grenzen der Stadt ausstrahlenden Erfolges des Leopold Museum“ =
Wien (OTS) - Sein bereits 15-jähriges Bestehen feiert im Jahr 2016
nicht nur das 2001 eröffnete Leopold Museum, sondern auch dessen
Freundeverein. Die „Freunde des Leopold Museum“ luden zu diesem
Anlass am Abend des 6. Oktober Vereinsmitglieder und Gäste zu einer
feierlichen Jubiläumsveranstaltung in das Untere Atrium des Leopold
Museum.
Hans Raumauf, Präsident des Leopold Museum-Freundevereins, eröffnete
den Reigen der Festreden zur Jubiläumsveranstaltung. Er erinnerte an
ein besonderes Jahr, das nicht nur aufgrund der Eröffnung des Leopold
Museum sondern auch wegen der Gründung der Freunde des Museums in
Erinnerung sei. Darüber hinaus betreuen 25 Mitglieder des
Freundevereins unentgeltlich den Infostand des Museums, was jährlich
2500 ehrenamtlich geleisteten Stunden entspricht.
Der Präsident berichtete weiters von den vielfältigen Aktivitäten der
Freunde: „Mittlerweile mehr als 650 Mitglieder zählt der Verein. 70
Reisen und Ausflüge zu Kunstschätzen und Sonderausstellungen in
Kulturzentren in Österreich und vielen weiteren europäischen Ländern
wurden unternommen, 270 Führungen und Previews zu Sonderausstellungen
im Leopold Museum und anderen Wiener Museen besucht. 65 Vorträge,
Seminare, Lesungen und Atelierbesuche, u.a. bei Arik Brauer, Hermann
Nitsch, Anton Lehmden, Franz Xaver Ölzant oder Robert Hammerstiel
sind ein weiterer Teil der beeindruckenden Bilanz.“
Die „Freunde des Leopold Museum“ fördern die Projekte des Museum
bisher mit mehr als 200.000.- Euro. Aktuell wird die Restaurierung
einer Tischlampe des Künstlers und Wiener Werkstätte-Mitgliedes
Dagobert Peche (1887—1923) aus dem Jahr 1921 unterstützt.
Als Höhepunkt des Abends überreichte Freunde-Präsident Hans Raumauf
dem künstlerischen Direktor des Leopold Museum Hans-Peter Wipplinger
eine seltene, 1914 entstandene, den Kunstsammler Franz Hauer
darstellende Radierung von Egon Schiele (1890—1914), aus der Mappe
„Das Graphische Werk von Egon Schiele“.
Leopold Museum-Direktor Hans-Peter Wipplinger bezeichnete in seiner
Festrede das Leopold Museum als „einen der kulturellen Leuchttürme
Wiens, dessen Licht aufgrund seiner Relevanz und der ihm
entgegengebrachten Wertschätzung weit über die Grenzen unserer Stadt
ausstrahlt“.
Wipplinger hob die zentrale Rolle als „identitätsstiftende und
lebendige Kunstinstitution“ hervor, dessen Geschichte mit dem großen
Sammler und Stifter Prof. Rudolf Leopold und seiner Frau Elisabeth
Leopold untrennbar verbunden sei.
Und Rudolf und Elisabeth Leopold gelten, so Hans-Peter Wipplinger,
„nicht nur als Stifter, sondern im besten Sinn des Wortes als
Anstifter. Anstifter für ein bürgerliches Engagement in Sachen Kunst
mit all seinem geistigen und kulturellen Mehrwert, der neue Horizonte
eröffnet und neue Perspektiven bietet“.
Einen besonderen Dank richtete Hans-Peter Wipplinger anlässlich der
Veranstaltung an den Freundeverein, dessen Unterstützung des Leopold
Museum seit nunmehr 15 Jahren von einem hohen Vertrauen in die Arbeit
des Museums zeuge. Wipplinger zu den „Freunden des Leopold Museum“:
„Ich möchte mich für Ihre Begeisterung und persönliche Unterstützung
für die gemeinsame Idee bedanken, diesem herausragenden Museum auch
in Zukunft begleitend zur Seite zu stehen, um ein weiteres Wachstum
und die Lebendigkeit für dieses Haus zu gewährleisten.“
Freundevereins-Gründungsmitglied Elisabeth Leopold erinnerte
anlässlich der Feier an wichtige Stationen ihres Lebens. Von der
Geburt 1926 über das Kennenlernen ihres späteren Mannes Rudolf
Leopold im Jahr 1946 oder die von Willem Sandberg initiierte
Ausstellung österreichischer Kunst im Jahr 1956, bei der u.a. im
Amsterdamer Stedelijk Museum erstmal nach dem Krieg Egon Schiele in
Europa ein Forum geboten wurde. Rudolf Leopold selbst war eingeladen
worden die Schiele-Zusammenstellung vorzunehmen und hatte aus seiner
bereits beachtlichen und viele Hauptwerke Schieles umfassenden
Sammlung, darunter die „Eremiten“ oder „Blinde Mutter“, eine Auswahl
getroffen.
Die Aufzählung fortsetzend lenkte Elisabeth Leopold den Blick auf das
Jahr 1965, als im New Yorker Guggenheim-Museum die erste Schiele- und
Klimt-Ausstellung in Amerika maßgeblich unterstützt wurde. 1972
veröffentlichte Rudolf Leopold sein wegweisendes
Schiele-Gemäldeverzeichnis. 1984 wurden wichtige Werke der Sammlung
bei der von Belvedere-Direktor Gerbert Frodl und Rudolf Leopold
zusammengestellten Ausstellung „Le arti a Vienna“ gezeigt, die Wiener
Kunst von 1900 bis 1918, vom Secessionismus bis zum Expressionismus
präsentierte, 1985 die epochale „Traum und Wirklichkeit“-Schau mit
Leihgaben und Knowhow unterstützt. 1994 wurde schließlich die
Stiftung Leopold gegründet, ehe das für den Erfolg des
MuseumsQuartiers essentielle Leopold Museum erbaut und 2001 eröffnet
wurde.
Der Cellist Rudolf Leopold, Sohn des Museumsgründers, umrahmte
gemeinsam mit der polnischen Pianistin Maria Kasznia die
Veranstaltung, unter anderem mit einem Satz aus der Cello-Sonate
ihres Landsmannes Frédéric Chopin.
Freundevereinsvorstand Leopold Birstinger verwies am Rande der
Veranstaltung auf die erfreuliche Entwicklung des Vereins: „Das
Jubiläum steht auch im Zeichen einer beachtlichen Zunahme von
Mitgliedern. Allein im Vorjahr gab es um 13 % mehr neue Anmeldungen
und der Trend hält an.“ Generell wachse nicht nur die Zahl der
Museen, sondern auch das Engagement in Freundevereinen sei verstärkt
spürbar. „Der Freundeverein ermöglicht einem breiten, interessierten
Publikum nicht nur den uneingeschränkten Zugang zum Museum, sondern
bietet darüber hinaus eine Palette von Zusatzleistungen, so z.B.
Spezialführungen, Vorträge, Seminare, Konzerte, Kunstmessen,
Kunstreisen oder auch Kunst-Brunches und Ermäßigungen im Shop des
Leopold Museum“, so Birstinger.
Leopold Museum-Freundevereinsvorstand Werner Sauer liegen die jungen
Freundevereinsmitglieder besonders am Herzen: „Für junge
Kunstinteressierte haben wir anlässlich des Jubiläums ein besonderes
Angebot kreiert. Leopold Live, das junge Kunstabo ist für alle unter
28 Jahren um nur 36 Euro erhältlich.“
Das 15-Jahre-Jubiläum feierten hunderte Freundevereinsmitglieder und
Gäste, allen voran „Freunde des Leopold Museum“-Präsident Hans
Raumauf und die Vizepräsidenten Leopold Birstinger und RA Thomas
Mondl, weiters Volker Anlauf (Schatzmeister), die
Freundevereins-Vorstandsmitglieder Prof. Alfons Huber, Univ.-Prof.
Fritz Koreny, Marguerite Machek-Vos, Werner Sauer, Geschäftsführerin
Gabriele Röder und Felizitas Schreier, Helmut Moser, Vorsitzender des
Vorstands der Leopold Museum-Privatstiftung und Stiftungsvorstand
Elisabeth Leopold, die Leopold Museum-Direktoren Hans-Peter
Wipplinger und Gabriele Langer sowie Claus Raidl, Präsident der
Österreichischen Nationalbank und ehemaliger Präsident des
Freundevereins, IVA-Präsident Wilhelm Rasinger, die KünstlerInnen
Gerda Leopold und Robert Hammerstiel, Theaterdoyen Michael
Schottenberg, Galerist Manfred Kopriva, RA Martin Schuppich u.v.a.
Mehr Informationen zu den Freunden des Leopold Museum, zu den
Möglichkeiten der Mitgliedschaft, exklusiven Führungen und
Ermäßigungen finden Sie unter www.freunde-leopoldmuseum.at.
Informationen zu den aktuellen Ausstellungen des Museums finden Sie
unter: http://www.leopoldmuseum.org/de/ausstellungen/aktuell
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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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