• 10.10.2016, 10:01:09
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  • OTS0046

Stabile Entwicklung des Österreichischen Strompreisindex im November 2016

Wien (OTS) - Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete
Strompreisindex (ÖSPI) erreicht im November 48,93 Punkte (Basisjahr
2006 = 100). Der Index für Grundlast wurde mit 50,77, jener für
Spitzenlast mit 45,03 Punkten errechnet.

Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur bleibt der ÖSPI
im November gegenüber Oktober de facto unverändert (-0,1 % und
geringster Rückgang seit Dezember 2012). Im Jahresvergleich wird ein
Rückgang von 20,7 % erwartet.

Der Grundlastpreis bleibt gegenüber dem Vormonat unverändert (im
September ging dieser noch um 2,1 % zurück). Im Jahresvergleich geht
er um 20,5 % zurück. Beim Spitzenlastpreis wird im Monatsvergleich
ein Nachlassen von 0,3 % (September: -1,8 %) und im Vergleich zu
November 2015 ein Rückgang von 21,2 % erwartet.

Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der
Notierungen an der Energie-Börse EEX (European Energy Exchange) in
Leipzig berechnet. Grundlage des ÖSPI sind die Marktpreise für
Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig
ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises.
Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen,
bandförmigen Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur
Berechnung herangezogen.

Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für
Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und
dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens
verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 von
54,88 Euro pro Megawattstunde ist die Ausgangsbasis für den
Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab.
Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40
% auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und
Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen – wie
beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger –
werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI
lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des
gesamten Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage
getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den
Endkunden tatsächlich gestalten.

Eine grafische Darstellung der Entwicklung des Strompreisindex steht
auf
http://www.ots.at/redirect/energyagency_EntwicklungStrompreisindex
zum Download bereit. Die Zeitreihen zum ÖSPI, getrennt nach Grund-
und Spitzenlast, sind ebenfalls auf der Website der Österreichischen
Energieagentur angeführt.

Über den Österreichischen Strompreisindex – ÖSPI©

Die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008
auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) als unabhängiges
Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen. Der
ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die
standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der
Indizes beteiligten ExpertInnen haben deren Berechnung sowie
inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt.
Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich
ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt
daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und
Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle
unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder
indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

Über die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy
Agency

Die Österreichische Energieagentur ist das nationale Kompetenzzentrum
für Energie in Österreich. Sie berät auf Basis ihrer vorwiegend
wissenschaftlichen Tätigkeit Entscheidungsträger aus Politik,
Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der
Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im
Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz
sowie Versorgungssicherheit. Dazu realisiert die Österreichische
Energieagentur nationale und internationale Projekte und Programme,
führt gezielte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit durch und
entwickelt Strategien für die nachhaltige und sichere
Energieversorgung. Die Österreichische Energieagentur setzt
klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des BMLFUW – operativ um und
koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen
Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie.
Die Energieagentur ist die Nationale
Energieeffizienz-Monitoringstelle.
Weitere Informationen für Mitglieder und Interessenten unter
www.energyagency.at.

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