• 07.10.2016, 10:47:17
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  • OTS0058

Neues Jugendangebot „denk mal wien“ startet

Mauthausen Komitee zertifiziert „denk mal wien“ VermittlerInnen im BKA

„denk mal wien“ Vermittlerinnen und Vermittler, Mag.a Muna
Duzdar, Master, Stadtrat Dr. Andreas
Mailath-Pokorny,MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi und
MKÖ-Geschäftsführerin Christa Bauer

Utl.: Mauthausen Komitee zertifiziert „denk mal wien“
VermittlerInnen im BKA =

Wien (OTS) - Gestern wurden im Bundeskanzleramt 27 „denk mal wien“
Vermittlerinnen und Vermittler, die seit 2015 Mauthausen Komitee
Österreich (MKÖ) ausgebildet wurden, zertifiziert.

Auf Einladung der Bundesregierung und der Stadt Wien konzipierte das
Mauthausen Komitee Österreich das Vermittlungsprojekt „denk mal
wien“.

Staatssekretärin Mag.a Muna Duzdar, Master, Stadtrat Dr. Andreas
Mailath-Pokorny und MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi übergaben den
erfolgreichen AbsolventInnen ihre Zertifikate.

Staatssekretärin Duzdar erinnerte in ihrer Eröffnungsrede an die
Worte des kürzlich verstorbenen Zeitzeugen Max Mannheimer: „Ihr seid
nicht verantwortlich für das, was geschehen ist. Aber dass es nicht
wieder geschieht, dafür schon.“ „Die aktuelle Stimmung im Land macht
dieses Zitat aktueller denn je. Wir glauben oft, Werte wie
Demokratie, Freiheit und Solidarität seien in Stein gemeißelt. Doch
das ist nicht so. Die Hemmschwelle verbaler und non-verbaler Gewalt
sinkt. Projekte wie ‚denk mal wien‘ sind ein wichtiger Baustein
dafür, die Erinnerung wach zu halten und Bewusstseinsbildung und
Sensibilisierung zu betreiben“, so Duzdar.

„Erinnerungskultur hat für die Stadt Wien einen großen Stellenwert.
Zahlreiche Projekte, wie zuletzt das Deserteursdenkmal oder die
aktuelle Umsetzung des Mahnmals am ehemaligen Aspernbahnhof, zeugen
davon. Mit dem Programm "denk mal wien" wird die Bedeutung dieser
Projekte auch für ganz aktuelle gesellschaftliche Prozesse
vermittelt, die insbesondere jungen Menschen den Zusammenhang
zwischen Geschichte und Gegenwart zugänglich machen soll“, so
Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny.

„Wichtig ist uns bei unserer Vermittlungsarbeit, die Jugendlichen in
ihrer heutigen Lebenswelt zu erreichen. In den „denk mal wien“
Rundgängen nutzen wir QR-Codes, Einbindung von Social Media und
kurze, aussagekräftige ZeitzeugInnen-Interviews. Uns ist es wichtig,
dass Jugendliche Österreichs Geschichte kennen und dadurch erkennen,
wenn die Demokratie in unserem Land in Gefahr ist “, so Willi Mernyi,
Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

Mehr als 130 Personen hatten im Frühjahr 2015 Interesse, beim
Jugendprojekt „denk mal wien“ mitzumachen. In einem mehrstufigen
Verfahren wurden die 27 engagierten Vermittlerinnen und Vermittler
ausgewählt. Im Praxisteil der Ausbildung fanden bereits Rundgänge mit
mehr als 1.600 Jugendlichen statt. Schon in den ersten Wochen wurden
über 80 Rundgänge angemeldet. Bis zum Ende des Jahres 2017 sollen
8.000 Jugendliche erreicht werden.

Die Rundgänge des Vermittlungsprojekts "denk mal wien" beschäftigen
sich mit vier verschiedenen Themen: "Wir sind HeldInnen", "Republik
und Demokratie", "'Wir' und die 'anderen'" und "Was ist Österreich?".
Der historische Fokus wird auf die Republiksgeschichte sowie die Zeit
des Nationalsozialismus mit einem Gegenwartsbezug gesetzt. Im Zuge
der thematischen Rundgänge werden inhaltliche Anknüpfungspunkte zur
Geschichte der Orte und Denkmäler/Gedenkstätten gebildet.

Das Projekt richtet sich besonders an eine jugendliche Zielgruppe mit
dem Fokus auf SchülerInnen aus Polytechnischen Schulen,
BerufsschülerInnen, Lehrlinge, Jugendliche aus
Berufsbildungseinrichtungen, jugendliche ArbeitnehmerInnen,
Auszubildende sowie Jugendliche aus außerschulischen Einrichtungen.

Mehr als 60 Videoclips mit Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
sind Bestandteil der Rundgänge und auf der interaktiven Website
www.denkmalwien.at zu finden.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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