- 06.10.2016, 10:15:32
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BM Sonja Hammerschmid verleiht den Österreichischen Schulpreis 2016 an GRG7 Kandlgasse und NMS Markt Allhau
Wien (OTS) - Der Österreichische Schulpreis wird 2016 gleich zwei Mal
vergeben:
In der Kategorie „Nachhaltigkeit & Innovation“ geht der erste Platz
an das GRG7 Kandlgasse (Wien). Preisträger der Kategorie „Innovative
Lernsettings“ ist die NMS Markt Allhau (Burgenland.
„Eine Schule, in der alle Schülerinnen und Schüler die gleichen
Chancen vorfinden, wo innovative und moderne Lernmethoden im
Vordergrund stehen und das Gemeinsame betont und gefördert wird – so
stelle ich mir die perfekte Schule vor“, so Bundesministerin Sonja
Hammerschmid, die heute in der Orangerie Schönbrunn den
Österreichischen Schulpreis 2016 verlieh. „Die heute hier
ausgezeichneten Schulen zeigen, dass dieses Bild kein Wunschdenken
ist, sondern bereits an vielen Standorten Österreichs gelebt wird.
Ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinnern von ganzem Herzen
und bedanke mich für die großartige Arbeit, die sie jeden Tag in den
landesweiten Klassenzimmern leisten.“
Soziales Engagement und Ökologie
Nachhaltigkeit und Verantwortung werden im GRG7 Kandlgasse groß
geschrieben und sind mit den Schulschwerpunkten Soziales Engagement,
Ökologie, Biologie und Informatik fixer Bestandteil der Schulkultur.
Das Projekt „Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung“ hat
die Jury in diesem Punkt besonders beeindruckt. Im Rahmen dieses
Projekts engagieren sich SchülerInnen der dritten Klassen im zweiten
Schulsemester bis zu zwei Wochenstunden in gemeinnützigen sozialen
Einrichtungen. Das gibt ihnen die Möglichkeit, den Blick weg von sich
selbst, hin zu anderen Menschen zu lenken. So erfahren die
Schülerinnen und Schüler auch selbst Anerkennung und
Selbstwirksamkeit. Ergänzt wird der Schwerpunkt der Nachhaltigkeit
durch gelebte Inklusion seit elf Jahren und weitere Projekte wie das
Kurzfilmprojekt zu Zivilcourage/Flucht/Asyl sowie breit gefächerte
Initiativen, die das Schul- und auch Bezirksleben „grüner“ gestalten.
Den zweiten Platz in der Kategorie Nachhaltigkeit & Verantwortung
erhält die VS Stiftgasse (Wien), mit dem dritten Platz wird die PTS
Villach (Kärnten) ausgezeichnet.
Nachhaltige Qualitätsentwicklung und Verbindungsmanagement
Die Neue Mittelschule Markt Allhau besticht durch ein ausgezeichnetes
Gesamtkonzept, das die Jury von der Schulstufenübergangsbegleitung,
über die laufende und nachhaltige Weiterentwicklung von Schul- und
Unterrichtsqualität bis hin zum eingereichten „Projekt“ vollends
überzeugen konnte. Methodenvielfalt, differenzierte Lernsettings,
eine Lernerfolgsmappe als ständiger und transparenter Lernbegleiter
für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern sowie individuelle
Stärken-Schwächen-Portfolios im Hinblick auf die
Berufswahl/Berufsorientierung sind einige Beispiele, die es
herauszustreichen gilt. Innovative Lernsettings sind für die NMS
Markt Allhau schülerInnenaktivierende, persönlichkeitsstärkende,
soziale, begabungsfördernde Settings mit dem Ziel der Nachhaltigkeit.
Lerninhalte werden über Projekte, Exkursionen und Kontakt mit
außerschulischen ExpertInnen ins Alltagsleben übertragen. Ein
Kernstück stellt die Unterrichtsarbeit in vier fächerübergreifenden
Bildungsbereichen dar. Besonders hervorzuheben ist weiters die
intensive Zusammenarbeit der NMS mit den umliegenden Kindergärten,
Volksschulen und weiterführenden Schulstufen.
Platz zwei in der Kategorie Innovative Lernsettings erreicht die VS
Ludesch (Vorarlberg), auf Platz drei schafft es die TN²MS St.
Marienkirchen (Oberösterreich).
Eine zusätzliche außerordentliche Anerkennung erhält dieses Jahr die
HTBL u. VA Bulme Graz/Gösting (Steiermark), die zwar nicht unter den
Nominierten ist, die Jury mit ihrem Projekt „Green Village“ jedoch
nachhaltig für sich gewinnen konnte.
Österreichischer Schulpreis – höchste Auszeichnung für Schulen
Der österreichische Schulpreis würdigt seit 2008 die herausragende
pädagogische Arbeit von Schulen in Österreich und ist die höchste
Auszeichnung für Schulen, die das Ministerium vergibt. Die
Hauptpreise in den beiden Kategorien sind mit je 4.000 Euro dotiert.
Die zweiten Plätze mit je 2.000 Euro und die dritten Plätze mit je
1.000 Euro. 98 Schulen aus allen Bundesländern reichten insgesamt
für den Schulpreis 2016 ein, eine Fachjury nominierte in den zwei
Kategorien anhand von sechs Qualitätskriterien jeweils drei
FinalistInnen: Unterrichtsqualität und Leistung unter Einbeziehung
kooperativer Lernformen (Peer-Learning), Schulmanagement und
Personalentwicklung, Lebensraum Klasse und Schule, Schulpartnerschaft
und Außenbeziehungen, Umgang mit Vielfalt und Internationalität.
Bilder der Veranstaltung finden Sie unter:
http://bdb.bmbf.gv.at/BilderSet/415
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