• 05.10.2016, 13:38:28
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  • OTS0165

Neue Medienordnung: VÖP fordert dringend faire Spielregeln im nationalen und internationalen Wettbewerb ein

Prominent und zahlreich besuchter „privatsender HEURIGER 2016“

Utl.: Prominent und zahlreich besuchter „privatsender HEURIGER 2016“ =

Wien (OTS) - Zum siebten Mal lud der Verband Österreichischer
Privatsender gestern zum "privatsender HEURIGEN“. Die beiden
Vorsitzenden, Ernst Swoboda und Markus Breitenecker, konnten dabei
über 200 Gäste willkommen heißen.

Ernst Swoboda, Vorstandsvorsitzender des VÖP und Geschäftsführer von
KRONEHIT, analysierte zu Beginn die überaus schwierige Situation
privater Rundfunksender, die auf der einen Seite mit einem dominanten
und privilegierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und auf der
anderen Seite mit nahezu unregulierten und immer stärker werdenden
Online-Plattformen konfrontiert sind. Eine Reform des ORF-Gesetzes
sei daher ebenso dringend notwendig wie die Umsetzung von fairen und
gleichberechtigten Spielregeln im Wettbewerb mit globalen
Medienanbietern wie Facebook oder YouTube. „Es braucht eine neue
Medienordnung – national wie international.“, stellte Swoboda klar.

„Die Medienförderungs-Enquete des Bundesministers war ein positives
Zeichen.“, so Swoboda. „Hier darf aber die Finanzierung des ORF nicht
außer Acht gelassen werden. Das derzeitige Gebührenmodell ist wohl
ziemlich sicher verfassungswidrig, jedenfalls aber ist es unfair.“ Da
die Finanzierung aus öffentlichen Mitteln in engem Zusammenhang mit
dem Leistungsauftrag zu sehen ist, muss aus Sicht von Swoboda auch
der Programmauftrag des ORF überarbeitet werden: „Der derzeitige
Programmauftrag ist unklar und schwammig. Daraus folgt, dass über
dessen Auslegung immer wieder von Behörden und Gerichten entschieden
werden muss – und nicht einmal die sind sich einig. Der ORF kann
dadurch sein Programm fast beliebig gestalten und durch
Programmänderungen Privatsendern die Luft abschnüren, während jene
sich aufgrund ihrer Zulassungen nicht bewegen können.“

Markus Breitenecker, stellvertretender VÖP-Vorsitzender und
Geschäftsführer von PULS 4, ergänzte die Analyse von Swoboda zum
österreichischen Medienmarkt um die europäische Perspektive. „In
Brüssel wird das Tempo und die Wucht der Konvergenz der
Medienlandschaft durch Online-Plattformen massiv unterschätzt.“,
sagte Breitenecker mit Blick auf die derzeitige Reform der
AVMD-Richtlinie. „Damit europäische Medienanbieter überleben können,
müssen bei Bewegtbildinhalten gleiche Regeln für alle gelten – egal
ob für Programmveranstalter wie PULS 4, für Abrufdienste wie Netflix,
für Videoplattformen wie YouTube oder für Soziale Medien wie
Facebook.“ Der vorliegende Vorschlag der Europäischen Kommission
sowie die Änderungsvorschläge des Europäischen Parlaments gehen für
Breitenecker nicht weit genug: „Videoplattformen und soziale Medien
sind Medienanbieter. Dem wird mit dem derzeitigen
Überarbeitungsentwurf jedoch nicht ausreichend Rechnung getragen.“

Zusammen mit der Geschäftsführerin des VÖP, Corinna Drumm, und der
Moderatorin des Abends, Alexandra Wachter (PULS 4), begrüßten die
beiden Vorsitzenden zahlreiche Gäste aus der Politik, unter anderem
Bundesminister Mag. Hans Peter Doskozil (SPÖ), den dritten
Nationalratspräsidenten Ing. Norbert Hofer (FPÖ), die
Nationalratsabgeordneten Dr. Ferdinand Maier (ÖVP), Mag. Dieter Brosz
(Grüne) und Stefan Markowitz (TS), von den Grünen deren
Bundessprecherin Dr. Eva Glawischnig-Pieszcek sowie ihren
Stellvertreter Mag. Werner Kogler, von NEOS den Parteivorsitzenden
Dr. Matthias Strolz sowie seine Stellvertreterin Mag. Beate
Meinl-Reisinger und den Bundesgeschäftsführer Feri Thierry, den
Klubobmann des Team Stronach Ing. Robert Lugar und den
Landesparteiobmann der ÖVP Wien Mag. Gernot Blümel.

Unter den Gästen waren außerdem Dr. Susanne Lackner und Mag. Michael
Truppe (KommAustria), Dr. Alfred Grinschgl (RTR-GmbH), Dr. Alexander
Wrabetz und Mag. Richard Grasl (ORF), Oliver Böhm (ORF-Enterprise),
Dr. Klaus Schweighofer (Styria Media Group), Mag. Gerhard Riedler
(Mediaprint), Dr. Tobias Schmid und Heiko Zysk (VPRT), Prof. Dr.
Stephan Ory (APR), Josef Gruber (VRM), Mag. Raphaela Vallon-Sattler
(IAA), Dr. Winfried Pöcherstorfer (WKO), Dr. Manfred Müllner und
Gernot Fischer (VDÖ), Peter Lammerhuber und Mag. Michael Himmer
(GroupM), Mag. Sebastian Bayer (Young & Rubicam) sowie viele bekannte
TV-Gesichter und Radio-Stimmen der Privatsender und deren Manager.

Pressefotos: http://bit.ly/2d2Obqv

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