Plass/Grüne Wirtschaft: Wo bleibt die große Wirtschaftskammer-Reform?

Abschaffung der Zehnfachstrukturen und Totalreform der Fachorganisationen kann dreistelligen Millionenbetrag sparen!

Wien (OTS) - "Seit der letzten Wirtschaftskammer-Wahl ist eine längst überfällige weitere Kammerreform angekündigt und nichts passiert. Der ÖVP-Wirtschaftsbund sollte seine seit Monaten andauernden internen Streitereien endlich beenden und mit einem mutigen Paket an die Öffentlichkeit treten", fordert Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft.

Die Wirtschaftskammer-Organisation verschlingt pro Jahr insgesamt fast eine Milliarde Euro, das ist ein Viertel Prozent der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung, meint Plass: "Es wäre höchst an der Zeit, die Themen Entlastung und Entbürokratisierung auch intern ernst zu nehmen, die Strukturen deutlich schlanker zu machen und die Kammerumlagen kräftig zu reduzieren!"

Durch eine Abschaffung der Landeskammern oder zumindest eine Reduktion der sinnlosen Zehnfachstrukturen könnte die Kammerumlage 2 gestrichen oder zumindest halbiert werden, die alle Unternehmen über die "Lohnnebenkosten" belastet.

Zweitens ist aufgrund der von der Regierung geplanten Reform der Gewerbeordnung die undurchschaubare und zünftlerische Fachgruppenstruktur der Wirtschaftskammer ohnehin obsolet: "Wenn jetzt ein Universal-Gewerbeschein für alle freien Gewerbe eingeführt wird, könnte man auch gleich die grundlegende Frage stellen, welche Branchen überhaupt eine branchenspezifische Interessenvertretung benötigen und warum es eine solche in jedem Bundesland geben muss", meint Plass. "Die Kammer muss sich in ihrer Arbeit endlich an den realen Bedürfnissen ihrer Mitglieder orientieren. Sie ist keine Arbeitsbeschaffungs-Institution für sich selbst als unersätzlich empfindende Kammerfunktionäre!"

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Volker Plass: Tel. 0676 / 303 22 60

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