• 04.10.2016, 12:31:06
  • /
  • OTS0138 OTW0138

Bures/Rupprechter: Parlament als Vorbild für Sanierung historischer Gebäude

Planauszeichnung "klimaaktiv Gold" für nachhaltige Sanierung des Parlamentsgebäudes

Utl.: Planauszeichnung "klimaaktiv Gold" für nachhaltige Sanierung
des Parlamentsgebäudes =

Wien (PK) - Bundesminister Andrä Rupprechter überreichte heute
Nationalratspräsidentin Doris Bures die "klimaaktiv
Planungsauszeichnung in Gold" für die Generalsanierung des
Parlamentsgebäudes. Das ambitionierte Sanierungskonzept für ein
Gebäude mit extrem hohen Ansprüchen an den Denkmalschutz beweist,
dass sich historisch-architektonische Qualitäten sehr gut mit
strengen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz
vereinbaren lassen.

"Dem Parlament kommt bei der Generalsanierung des Gebäudes eine
Vorbildfunktion zu, der es gerecht wird", erklärte
Nationalratspräsidentin Doris Bures. Nachhaltigkeit sei bei diesem
Projekt zentrales strategisches Ziel. Alle sechs Fraktionen hätten
sich im einstimmig beschlossenen Gesetz dazu bekannt, das Haus
nachhaltig zu sanieren und auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen.
Das betreffe die Funktion als Arbeitsparlament gleichermaßen wie
einen effizienten Energieeinsatz.

Das Parlamentsgebäude soll sowohl nach den für Klimaschutz besonders
anspruchsvollen Kriterien der Klimaschutzinitiative klimaaktiv des
Umweltministeriums als auch nach den Qualitätskriterien der ÖGN
(Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) geplant und
errichtet werden. "Mit dem klimaaktiv-Ausweis ist eine wichtige
Etappe auf dem Weg dorthin absolviert worden", sagte Bures. Jetzt
gehe es darum, dieses Ziel konsequent weiter zu verfolgen und der
Planungsauszeichnung auch in der Umsetzung gerecht zu werden.

Bundesminister Rupprechter ergänzte: "Die geplante Sanierung des
Parlamentsgebäudes nach dem klimaaktiv-Standard ist ein Meilenstein
und beispielgebend für viele andere historische Bauten. Sie zeigt
auch, dass Österreich die Klimaziele ernst nimmt, zu denen es sich
durch den Weltklimavertrag von Paris verpflichtet hat. Der
Gebäudesektor spielt dabei eine wichtige Rolle."

Rupprechter begründete die Auszeichnung mit einigen Fakten aus der
Nachhaltigkeitsbewertung: Der Heizenergiebedarf kann gegenüber dem
Bestand um mehr als 60 Prozent reduziert werden. Bei der technischen
Ausstattung werden modernste und besonders energieeffiziente Systeme
eingesetzt, sodass trotz deutlicher Erweiterung der Nutzflächen der
Energiebedarf geringer sein wird als vor der Sanierung. Die Qualität
der Innenraumluft und die thermische Behaglichkeit werden markant
verbessert. Und bislang unerschlossene Allgemeinbereiche des Hauses
werden künftig barrierefrei erreichbar sein.

Erfolgreiches Gütelabel "klimaaktiv" für nachhaltiges Bauen und
Sanieren

Der klimaaktiv-Standard des Bundesministeriums für Land- und
Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gilt österreichweit als
Qualitätszeichen nachhaltiger Gebäude mit besonderem Fokus auf
Klimaschutz und Energieeffizienz. Trotz der hohen
Qualitätsanforderungen gehört klimaaktiv im deutschsprachigen Raum zu
den erfolgreichsten Gütelabels für nachhaltiges Bauen und Sanieren.
Rund 450 Gebäude wurden bislang nach den Qualitätskriterien errichtet
und bewertet, etwa 80 Gebäude befinden sich in Vorbereitung zur
Deklaration. Kriterienkataloge gibt es inzwischen für Neubauten und
Sanierungen von Wohn-, Büro- und Dienstleistungsgebäuden.

Nunmehr wurden auch klimaaktiv-Kriterien für Gebäude entwickelt, an
die aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen erhöhte Anforderungen in
baukultureller und denkmalschützerischer Hinsicht gestellt werden.
Dieser Kriterienkatalog kann daher für alle Gebäude angewendet
werden, bei denen keine umfassende thermische Sanierung machbar ist.
Die strengen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz
können beispielsweise durch eine spürbare Reduktion des
Energieverbrauchs sowie eine deutliche Steigerung im Bereich des
Komforts und der Behaglichkeit für die Nutzerinnen und Nutzer
erreicht werden. (Schluss) red

HINWEISE: Fotos von dieser Verleihung finden Sie auf der Website des
Parlaments unter www.parlament.gv.at/SERV/FOTO/ARCHIV.
Aktuelle Informationen zur Sanierung des Parlamentsgebäudes finden
Sie auf www.sanierung.parlament.at.

Rückfragehinweis
Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H.
Gerhard Marschall
Tel: (+43 1) 40110 - 2277
Mobil: 0676/8900/2277
office@pgsg.at

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und
Wasserwirtschaft
Pressestelle
Tel.: (+43 1) 711 00 606963
E-Mail: presse@bmlfuw.gv.at
http://bmlfuw.gv.at
http://klimaaktiv.at/bauen-sanieren

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel