• 03.10.2016, 14:16:53
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  • OTS0159

LR Darmann: Schächten sollte in Österreich verboten werden

Tierquälerei bleibt Tierquälerei – Resolution an die Bundesregierung geplant – Schächtverbot bereits in vielen europäischen Ländern umgesetzt

Utl.: Tierquälerei bleibt Tierquälerei – Resolution an die
Bundesregierung geplant – Schächtverbot bereits in vielen
europäischen Ländern umgesetzt =

Klagenfurt (OTS/LPD) - Im Vorfeld des morgigen Welttierschutztages
informierte Tierschutzreferent Landesrat Gernot Darmann in der
Regierungssitzung heute, Montag, über die Notwendigkeit des
Verbotes des Schächtens, also der rituellen Schlachtung von Tieren
ohne vorausgehende Betäubung. „Ich lehne das Schächten generell ab
und möchte, dass diese grausame Tierquälerei nicht weiter toleriert
wird. Tierquälerei bleibt Tierquälerei und darf nicht durch
gesetzliche Bestimmungen relativiert werden. Da die Argumente gegen
das Schächten augenscheinlich sind, bin ich guter Dinge, dass wir in
der kommenden Regierungssitzung eine einheitliche Linie finden und
eine Resolution an die Bundesregierung für ein Verbot des Schächtens
verabschieden können“, so Darmann.

Der Tierschutzreferent wies die Regierungsmitglieder auf den
Widerspruch in der bestehenden Gesetzeslage hin. Laut § 32 Abs. 5
Tierschutzgesetz dürfen rituelle Schlachtungen ohne vorausgehende
Betäubung der Schlachttiere vorgenommen werden, wenn dies auf Grund
zwingender religiöser Gebote oder Verbote einer gesetzlich
anerkannten Religionsgemeinschaft notwendig ist und die Behörde eine
Bewilligung zur Schlachtung ohne Betäubung erteilt hat. Demgegenüber
stellt § 222 Strafgesetzbuch eindeutig klar: Wer ein Tier roh
misshandelt oder ihm unnötige Qualen zufügt (…) ist mit
Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahre zu bestrafen.

Darmann setzt sich für ein ausnahmsloses Schächtverbot auch im
österreichischen Tierschutzgesetz ein. „In anderen europäischen
Ländern wie der Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein, Schweden,
Dänemark, den Niederlanden oder Polen hat sich diese Haltung bereits
durchgesetzt. Es handelt sich hier um grausame Tierquälerei, die erst
jüngst beim Fall des Tiermassakers in der Steiermark zu Recht für
große Empörung in der Bevölkerung gesorgt hat“, so der
Tierschutzreferent, der eine konsequente und mutige Tierschutzpolitik
einfordert.
(Schluss)

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