• 30.09.2016, 09:07:10
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  • OTS0023

Tag der älteren Generation - Blecha: Altersdiskriminierung per Verfassungsgesetz verbieten

Altersdiskriminierung auf allen Ebenen bekämpfen - Ältere Generation verlangt Respekt, volle Mitsprache und Teilhabe

Utl.: Altersdiskriminierung auf allen Ebenen bekämpfen - Ältere
Generation verlangt Respekt, volle Mitsprache und Teilhabe =

Wien (OTS) - Anlässlich des morgigen „Tages der älteren Generation“
fordert der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ), die größte und
mitgliederstärkste Seniorenorganisation Österreichs die Verankerung
des Diskriminierungsverbotes aufgrund des Alters in der Verfassung
und die volle Mitsprache und Teilhabe für Österreichs Seniorinnen und
Senioren. „Von der ‚zu alt, zu teuer‘-Mentalität am Arbeitsmarkt,
über höhere Prämien bei Versicherungen, die Verweigerung von Krediten
und/oder Kreditkarten trotz guter Bonität, über den Ausschluss von
Mitsprache und Teilhabe bis hin zu kränkenden Mediendarstellungen…
Altersdiskriminierung hat viele Gesichter – und der
Pensionistenverband bekämpft sie auf allen Ebenen mit voller Kraft!
Jetzt fordern wir ein Gesetz, das uns in diesem Kampf den Rücken
stärkt! Dafür ist es höchst an der Zeit!“, fordert PVÖ-Präsident Karl
Blecha. ****

Auch Weltgesundheitsorganisation warnt vor Folgen der
Altersdiskriminierung

„Unsere Forderung wird durch die Ergebnisse einer aktuellen Studie
der Weltgesundheitsorganisation (WHO) untermauert.
Altersdiskriminierung ist überaus verbreitet und die Einstellung
gegenüber älteren Menschen ist heutzutage – laut Studienleitung -
sogar mit dem ‚Rassismus oder Sexismus von vor vielleicht 20, 30 oder
40 Jahren‘ vergleichbar. Ein, für unsere Gesellschaft beschämendes
Ergebnis! Mit schwerwiegenden gesundheitlichen als auch psychischen
Konsequenzen für die ältere Generation. Wer das Alter vorwiegend
negativ sieht, der lebt im Durchschnitt 7,5 Jahre kürzer, ihm drohen
Einsamkeit und Depression. Daher setzt der Pensionistenverband alles
daran, der Altersdiskriminierung einen starken gesetzlichen Riegel
vorzuschieben!“, stellt Blecha klar.

Alter darf kein Ausschließungsgrund für Mitbestimmung sein

„Die ältere Generation von heute ist aktiver, gesünder und besser
gebildet als alle Generationen davor! Österreichs Pensionistinnen und
Pensionisten fordern daher die volle Teilhabe und Mitsprache in allen
politischen und gesellschaftlichen Bereichen! Denn auch hier werden
SeniorInnen noch immer diskriminiert“, so Blecha, der die zentralen
Forderungen des Pensionistenverbandes für mehr Mitsprache der älteren
Generation auf den Punkt bringt:

+ Gleichstellung mit den „alten“ Sozialpartnern! Im Gegensatz zu den
großen wirtschaftlichen Interessenvertretungen wie dem
Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB), der Wirtschaftskammer
(WKO), der Bundesarbeitskammer und der Landwirtschaftskammer müssen
die gesetzlichen Interessensvertretungen der älteren und jüngeren
Generation – Seniorenrat und Bundesjugendvertretung – immer noch um
die Einbindung in alle politischen und gesellschaftlichen
Entscheidungsprozesse ringen.

+ Volles Stimmrecht in den Organen der Selbstverwaltung der
Krankenversicherung. Derzeit sind nur die VertreterInnen der
ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen mit Sitz und Stimmrecht
vertreten. Die Vertreter der älteren Generation dürfen nur Beiräte
sein! Dafür gibt es keinen nachvollziehbaren Grund. Das ist zutiefst
diskriminierend!

+ SeniorInnenvertreterInnen dürfen – ebenso wie VertreterInnen der
jüngeren Generation - bei Wahlen zum Nationalrat, den Landtagen und
Gemeinderäten nicht von wählbaren Listenplätzen ausgeschlossen
werden. (Schluss)

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