- 28.09.2016, 12:04:34
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- OTS0133
Zoll hebt illegale Zigarettenproduktion in Ostösterreich aus
Mehr als 14 Tonnen Tabak und Material zur Herstellung von 70.000 Stangen sichergestellt

Utl.: Mehr als 14 Tonnen Tabak und Material zur Herstellung von
70.000 Stangen sichergestellt =
Wien (OTS) - Am 21. September 2016 konnten Beamte des Zollamtes
Eisenstadt Flughafen Wien in den Kellerräumen einer Spedition im
Osten Österreichs einen Herstellungsort für die illegale
Zigarettenproduktion ausheben. Mit den vorgefundenen Materialen wäre
es den Tätern möglich gewesen, mehr als 14.000.000 Stück Zigaretten,
also rund 70.000 Stangen, herzustellen. Der vermeintliche Haupttäter
wurde in Ungarn festgenommen und sitzt dort in Untersuchungshaft.
Der Zugriff fand im Rahmen einer international koordinierten
Schwerpunktaktion gemeinsam mit den Zollbehörden Ungarns und der
Slowakei statt. Dabei wurden in den drei beteiligten Ländern
insgesamt 15 Personen verschiedenster Nationalitäten festgenommen.
Acht Personen davon wurden in Österreich dingfest gemacht. Mehr als
20 Tonnen Tabak und über 10.000.000 Stück Zigaretten verschiedener
Marken wurden insgesamt durch die Beamten sichergestellt. In Budapest
wurde eine Zigarettenherstellungsstraße und in der Slowakei eine
Druckmaschine, welche zur Herstellung der notwendigen Drucksorten,
wie Verpackung und Steuerbanderolen diente, beschlagnahmt.
Bereits seit 2007 waren österreichische Zollfahnder wiederholt
erfolgreich an der Stilllegung von mehreren illegalen
Zigarettenfabriken beteiligt. Neben einer entdeckten Fabrik in
Österreich (Maria Ellend 2007) konnte ein maßgeblicher Beitrag an
Aufdeckungen in der Slowakei (2012) und in den Niederlanden (2013)
geleistet werden.
Im Juli 2015 wurde in Zusammenarbeit zwischen Bulgarien, Belgien und
Österreich ein illegaler Herstellungsort in Belgien ausgeforscht.
Noch bevor die Täter mit der Produktion begonnen haben, wurden auf
Grund einer Information der österreichischen Zollfahndung zwei
neuwertige Zigarettenfertigungsstraßen und 13 Tonnen Tabak durch die
belgischen Behörden sichergestellt. Auf Grund der
Ermittlungsergebnisse aus Belgien konnten die österreichischen
Zollfahnder neben den Verbindungen nach Österreich noch weitere
internationale Verzweigungen der Organisation aufdecken.
Bemerkenswert ist, dass beim aktuellen Zugriff auf die illegale
Zigarettenproduktion in Ostösterreich das gleiche Netzwerk hinter den
kriminellen Machenschaften steht wie in den Jahren 2007, 2012 und
2013 sowie 2015. Die Zöllner konnten gegen dieses Netzwerk der
„internationalen Zigarettenmafia“ nun einen weiteren wichtigen Erfolg
verzeichnen.
Die noch andauernden Ermittlungen sollen weitere Ergebnisse ans Licht
bringen, unter anderem etwa, wie lange die sichergestellte
Herstellungsanlage in Österreich produktiv war.
„Das ist ein wichtiger Schlag im Kampf gegen die international
organisierte Kriminalität. Ich gratuliere den Kolleginnen und
Kollegen vom Zoll – mit ihrem täglichen Einsatz und auch mit Erfolgen
wie diesem schützen sie die heimische Wirtschaft und nicht zuletzt
die Bürgerinnen und Bürger!“ zeigt sich Sektionschef Hans Georg
Kramer, MBA CFP, aus dem Finanzministerium stolz auf die Leistungen
der Zöllner.
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