Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen feiert 70-jähriges Bestandsjubiläum

Regierungsspitze betont hohe Bedeutung der Wohnungsgemeinnützigkeit

Wien (OTS) - Der Österreichische Verband gemeinnütziger Bauvereinigung (GBV) – die Dachorganisation der 186 gemeinnützigen Wohnungsunternehmen – feierte am 27. September sein 70-jähriges Bestandsjubiläum mit einer Festveranstaltung in der Aula der Wissenschaften. In den Festansprachen strichen die Regierungsspitze und Vertreter der Landesregierungen die bewährte Zusammenarbeit mit den Gemeinnützigen für leistbares Wohnen und ihren großen Stellenwert für die künftige Wohnversorgung hervor. In den anschließenden Podiumsgesprächen standen eine Bestandsaufnahme und die Herausforderungen für die Wohnungsgemeinnützigkeit im Mittelpunkt angeregter Diskussionen.

Verbandsobmann Karl Wurm machte in seiner Festansprache darauf aufmerksam, dass der Österreichische Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen 2016 nicht nur sein 70jähriges Bestehen feiert, sondern im Frühjahr auch die 1.000.000ste gemeinnützige Wohnung übergeben wurde. „Das ist ein Meilenstein“, betonte Wurm. „Die gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV) haben sich mit ihrer stabilen Bautätigkeit über die Jahrzehnte hinweg zu einem zentralen Faktor des Wohnungswesens entwickelt.“ Fundament dafür waren, erklärte Wurm, das auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Stabilität angelegte gesetzliche Regelwerk der Gemeinnützigkeit und eine gesicherten Wohnbauförderung. „1945 sind die GBV mit rd. 45.000 Wohnungen gestartet, was einem Anteil von 5% am gesamten Wohnungsbestand entspricht, heute halten sie bei einem Anteil von 21%.“ Insgesamt haben die GBV bislang für rd. 2 Mio. Bewohner ein kostengünstiges Zuhause geschaffen.

Die zentrale Herausforderung im Wohnbau besteht darin, so GBV-Obmann Wurm, dem steigenden Bedarf nach kostengünstigen Wohnungen rasch Rechnung zu tragen. Dazu braucht es gemeinsames und entschlossenes Handeln. „Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind groß, aber mit gutem Willen aller bewältigbar“, erklärte Wurm und verwies auf den Mangel an Grundstücken zu angemessenen Konditionen, das in den letzten Jahren immer undurchsichtiger werdende Dickicht an Bauvorschriften, das die Baukosten stark ansteigen hat lassen, und eine nicht bedarfsgerechte Wohnbauförderung. „Wie in der Vergangenheit auch, steht der gemeinnützige Wohnbau als leistungsstarke Branche bereit, seien Beitrag zur Ankurbelung des Wohnbaus zu leisten.“

„Leistbares Wohnen hat für die österreichische Bundesregierung hohe Priorität. Ein wichtiger und verlässlicher Partner dabei ist die gemeinnützige Wohnungswirtschaft“, bekräftige Bundeskanzler Christian Kern in seiner Rede. „Das gilt ganz besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und steigendem Wohnungsbedarf in den urbanen Regionen. Mit ihren 1.000.000 Wohnungen bieten sie nicht nur rd. 2 Mio. Österreicherinnen und Österreichern ein kostengünstiges Zuhause, sondern sorgen mit ihrer stabilen Bauleistung für kontinuierlich „nachwachsenden“ qualitätsvollen Wohnraum und damit auch für einen flächendeckenden Konjunkturimpuls. Mit der heuer beschlossenen Gesetzesnovelle des WGG wollen wir die wichtige Rolle der gemeinnützigen Bauvereinigungen in der Wohnversorgung der Bevölkerung stärken“, hob Bundeskanzler Kern hervor. „Und mit der gleichzeitig beschlossenen Wohnbauinitiative erwarten wir, dass ein beachtlicher Anteil von den Gemeinnützigen realisiert wird. Das 70-Jahr-Jubiläum des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen möchte ich zum Anlass nehmen, ihm für sein Engagement, die bewährte Zusammenarbeit und für seinen Beitrag zum international viel beachteten österreichischen Wohnungswesen herzlich zu danken.“

"Als Zusammenschluss aller gemeinnützigen Bauvereinigungen fungiert der Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen seit 70 Jahren als wichtiges Sprachrohr und Interessenvertretung für seine Mitglieder und deren Kunden. Davon profitiert nicht nur die heimische Wirtschaft, sondern besonders auch die Bevölkerung, weil mehr Wohnraum in Österreich geschaffen wird", gratulierte Vizekanzler Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in seiner Rede im Rahmen des Festaktes zu diesem Jubiläum. "Wohnen muss leistbar sein, das ist eine der wichtigsten Aufgaben für die gemeinnützige Wohnungswirtschaft. Wesentliche Eckpfeiler der heimischen Wohnungspolitik, wie die Wohnungsgemeinnützigkeit, die öffentliche Wohnbauförderung und die bewährten Finanzierungsinstrumente tragen dazu bei, dass Österreich im europäischen Vergleich besser abschneidet als viele andere EU-Staaten", so Mitterlehner. Die jüngste Novelle des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes helfe, diese Entwicklung weiter zu forcieren.

„Wie schon ein altes Sprichwort sagt, ist es zu Hause doch am Schönsten. Wir wollen, dass diese Weisheit für jeden Niederösterreicher und jede Niederösterreicherin auch zur gelebten Wahrheit wird. Die gemeinnützigen Bauvereinigungen sind dafür seit Jahren verlässliche und verantwortungsvolle Partner“, brachte Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner den Stellenwert der gemeinnützigen Bauvereinigungen in ihrem Bundesland auf den Punkt. „Wir gratulieren dem Verband zu seinem 70-jährigen Jubiläum und freuen uns darauf, gemeinsam auch weiterhin die Wohnträume vieler Menschen erfüllen zu können“, so Mikl-Leitner.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig betonte in seiner Ansprache: „Die Stadt Wien verbindet eine langjährige, hervorragende Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Bauträgern, deren Engagement und Know-how maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des sozialen Wohnbaus beiträgt. Gerade heute, in einer Zeit mit neuen, großen Herausforderungen, erweist sich diese ausgezeichnet Partnerschaft als starkes Fundament für eine Zukunft, in der Wien weiterhin die Welthauptstadt des leistbaren und qualitätsvollen Wohnens bleibt.“

Verbands-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Pech richtete grundsätzliche Worte an die Festgäste: „Die Gemeinnützigkeit hat sich über Jahrzehnte als verlässlicher Partner für eine geregelte Wohnversorgung der Bürger bewährt. Mit ihrem Generationen übergreifenden Geschäftsmodell bieten die GBV ihren Kunden Sicherheit, hohe Qualität und Stabilität nicht nur in den urbanen Siedlungsgebieten, sondern flächendeckend auch in den ländlichen Regionen. Somit auch in Zukunft `gut-sicher-gemeinnützig wohnen´.”

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