- 27.09.2016, 14:56:43
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Wind, Sonne und Beton sparen Energie
Erste Fachpublikation zum Energiespeicher Beton präsentiert
Utl.: Erste Fachpublikation zum Energiespeicher Beton präsentiert =
Wien (OTS) - Techniken und Materialien, die Wärme und Kälte speichern
sowie nach Bedarf abgeben können, sind der Baustandard der Zukunft
und bereits heute verfügbar. Das ist die einhellige Meinung aller
TeilnehmerInnen der Veranstaltung „Haus der Zukunft in der Praxis“,
die am 19. September 2016 vom Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie (bmvit) in Kooperation mit VÖZ,
Bundesinnung Bau, eNu und Stadt Wien an der TU Wien abgehalten wurde.
Die Steigerung der Energieeffizienz und Versorgung von Gebäuden mit
erneuerbarer Energie sind auch zentrale Punkte einer EU-weiten
Strategie. Das Kernthema der Veranstaltung waren Lösungen zur
thermischen Bauteilaktivierung, einer Technologie, bei der Bauteile
aus Beton mit integrierten Rohrleitungen zur Temperaturregelung
verwendet werden. Durch die Leitungen fließt Wasser, das sowohl zum
Heizen als auch zum Kühlen verwendet werden kann. Sie werden
vorwiegend in Raumdecken eingebaut, die über ihre gesamte Fläche
Wärme aufnehmen oder abgeben.
Gerade moderne Gebäude brauchen das richtige Energiekonzept
„Viele Partner haben seit zehn Jahren an der Erarbeitung dieses
Projektes gearbeitet. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass auch die
modernsten Häuser ohne das richtige Energiekonzept nicht die
angestrebte Energieeffizienz und Nachhaltigkeit erreichen können. Mit
dem Energiespeicher Beton und dem Einsatz alternativer Energiequellen
wurde eine neue Schlüsseltechnologie entwickelt. Jetzt sind
Baumeister und Energieplaner gefragt, optimale, individuelle
Projektlösungen zu erarbeiten “, meinte Sebastian Spaun,
Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie
(VÖZ). Um den Anteil alternativer Energiequellen weiter steigern zu
können braucht es kostengünstige Speichermöglichkeiten“, so Spaun
weiter. „Das richtige Speichern von Strom und Energie ist das
Kernelement und die Bauteilaktivierung kann das bewerkstelligen, da
Beton aus statischen Gründen ohnehin verwendet wird“, ergänzte
Theodor Zillner vom bmvit.
Innovation ohne Mehrkosten
„Ein weiterer wesentlicher Faktor zugunsten der Bauteilaktivierung
und der Energiespeicherung sind keine Mehrkosten im Vergleich zu
herkömmlichen Systemen. Die Erkenntnisse aus bereits nach diesen
Verfahren fertigen Bauprojekten lieferten wichtige Ergebnisse für
weitere Projekte und führten zu einem wachsenden Vertrauen in diese
Technologie“, sagte Harald Kuster von Kuster Energielösungen GmbH.
„Die besten Studien nützen nichts, wenn sie nicht gelesen werden.
Daher ist es notwendig, die gewonnenen Erkenntnisse für alle am
Bauprozess Beteiligten nachvollziehbar zu machen und für die
notwendige Ausbildung zu sorgen“, meinte Felix Friembichler von der
VÖZ. „Das schließt nicht nur die Führungscrews, sondern auch alle
Fach- und Vorarbeiter ein, die über das nötige Know-how verfügen
müssen“, sagte Johann Jastrinsky von der Bundesinnung Bau. „Der Kunde
will einen Ansprechpartner, der Bescheid weiß und am Ende des Tages
auch für seine Leistungen haftet“, fügte Jastrinsky zur Rolle des
Baumeisters hinzu.
Planungsleitfaden „Energiespeicher Beton“ präsentiert
Im Planungsleitfaden „Energiespeicher Beton: Thermische
Bauteilaktivierung“, herausgegeben von bmvit, VÖZ und dem Forschungs-
und Technologieprogramm „Stadt der Zukunft“, wurden die Erkenntnisse
bisheriger Forschungsprojekte zur Bauteilaktivierung zusammengefasst.
Es werden Fragen der Bauphysik, der Konzeption von Gebäuden und ihrer
Energieversorgung, der zugehörigen Haustechnik sowie deren Regelung
behandelt. Dazu wird anhand eines konkreten Ausführungsbeispiels die
Auslegung einer Thermischen Bauteilaktivierung beschrieben.
Alle Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier:
http://www.baidinger.eu/cms/website.php?id=/de/bwi/ftp-download.htm&dir=/Wind_Sonne_Beton&code=6e564ad88551ff8e1102f51b2bbbde27
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