• 26.09.2016, 14:46:47
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Bayr zum Friedensabkommen in Kolumbien: Zugang zu Land ist zentral für anhaltenden Frieden

"Fact Finding"-Reise Ende Oktober soll differenziertes Bild schaffen

Utl.: "Fact Finding"-Reise Ende Oktober soll differenziertes Bild
schaffen =

Wien (OTS/SK) - „Das Unterzeichnen des Friedensabkommens ist ein
Meilenstein für den Frieden in Kolumbien. Aber es gilt auch ein
wachsames Auge zu haben, welche anderen Probleme es durch diesen
Friedensprozess zu meistern gilt. Der Zugang zu Land, vor allem von
Indigenen, ist eines“, gibt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für
globale Entwicklung, im Zusammenhang mit dem Friedensabkommen
zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC–Rebellen (Fuerzas
Armadas Revolucionarias de Colombia, zu Deutsch Revolutionäre
Streitkräfte Kolumbiens) zu bedenken. Anlässlich der Unterzeichnung
reist Bayr Ende Oktober mit einer Delegation aus europäischen
Abgeordneten nach Kolumbien, um sich vor Ort ein Bild zu machen.
„Auch die Rolle der EU werden wir auf der Reise nach Kolumbien
beleuchten. Welche Auswirkungen hat das einstweilig in Kraft gesetzte
Abkommen zwischen der EU und Kolumbien auf den Frieden?“, erläutert
Bayr. Österreich hat dem Abkommen wegen menschenrechtlicher und
arbeitsrechtlicher Bedenken nicht zugestimmt. „Immer noch ist es
lebensgefährlich, sich in Kolumbien gewerkschaftlich zu engagieren.
Das können wir als EU nicht mit dem Abschluss eines Handelsabkommens
kommentieren“, kritisiert Bayr. ****

„Kolumbien ist dafür bekannt, dass Land in den Händen weniger
konzentriert ist. Auch aktuell setzt die kolumbianische Regierung in
ihrem Entwicklungsplan auf Mega-Projekte, die für die Gesellschaft
ein hohes Konfliktpotential in sich bergen und die Landkonzentration
weiter verschärfen“, warnt Bayr. Vor allem der Zugang zu Land für
indigene Bevölkerungsgruppen müsse sichergestellt werden. „Der Zugang
zu Land ist für einen anhaltenden Friedensprozess zentral“, betont
Bayr. Die Unterzeichnung des Friedensvertrages sei ein wichtiger
Schritt für den Frieden. Der Zugang zu Land sei für den weiteren
Erhalt des Friedens laut der Nationalratsabgeordneten essentiell.

Nachdem die Führung der FARC dem mit der Regierung ausverhandelten
Friedensabkommen zugestimmt hat, wird dieses heute, Montag, 26.
September, unter Beisein internationaler Prominenz, wie noch
Generalsekretär Ban Ki-moon und US-Außenminister John Kerry,
unterzeichnet. (Schluss) bj/mp

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