- 26.09.2016, 12:38:45
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Wiener Ärztekammer fordert von Stadt Gesundheitsgipfel ein
Wehsely attackiert jetzt auch niedergelassenen Bereich – Ärztekammer: „Für Gespräche immer bereit“, aber nur in einem konsensorientierten Diskussionsklima
Utl.: Wehsely attackiert jetzt auch niedergelassenen Bereich –
Ärztekammer: „Für Gespräche immer bereit“, aber nur in einem
konsensorientierten Diskussionsklima =
Wien (OTS) - Mit großem Bedauern nimmt die Wiener Ärztekammer die
Attacken von Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely zur Kenntnis, wonach
die Ärztekammer die Patientenversorgung im Wiener Gesundheitssystem
blockiere. Hinsichtlich des morgigen Termins mache daher aus Sicht
der Ärztekammer ein Gespräch zu den von Wehsely angeführten Themen
nur dann Sinn, wenn die Sozialversicherungsträger, insbesondere die
Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), eingebunden sind. ****
„Das derzeitige Gesprächsklima wäre nicht das Richtige, um so
wichtige Sachthemen für die Wiener Bevölkerung zu besprechen“, betont
Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Die jüngsten medialen Aussagen
Wehselys, wonach sie das Mitsprecherecht der Ärztekammer bei
standespolitischen Fragen wie jene der Gründung von Ambulatorien
abschaffen wolle, seien demokratiepolitisch äußerst „bedenklich“.
Man bedaure daher zutiefst, dass die Stadträtin „offensichtlich
nicht an einer Deeskalation interessiert“ sei, so Szekeres weiter.
Die Angriffe des vergangenen Wochenendes würden die beiden Lager im
Bezug auf ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis nun wieder
meilenweit zurückwerfen. Auch könne man zum wiederholten Male nur den
Kopf schütteln, wenn die Privatisierung des Gesundheitswesens jetzt
offenbar eine neue sozialdemokratische Forderung sein sollte.
Die Ärztekammer fordert daher umgehend einen Gesundheitsgipfel mit
der Stadt und der Sozialversicherung ein, wo man sowohl alle
Baustellen im angestellten als auch niedergelassenen Bereich
gemeinsam bearbeiten kann. „Wir wollen konstruktiv über Lösungen
sprechen“, bekräftigt Johannes Steinhart, Vizepräsident der
Ärztekammer für Wien und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte,
doch das könne man nur, „wenn auch die Wiener Gebietskrankenkasse mit
am Tisch sitzt“.
Die Gespräche zum Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) haben
soeben begonnen und „hier werde vieles erst evaluiert“, ergänzt
Hermann Leitner, Vizepräsident der Ärztekammer für Wien und
Kurienobmann der angestellten Ärzte. Jetzt eine neue Front
aufzureißen, sei ein „Ablenkungsmanöver“ Wehselys von möglichen
Entwicklungen im KAV, urteilt Szekeres. Man sei jedenfalls „immer
bereit für Gespräche“, diese müssen aber in einem konsensorientierten
Diskussionsklima und mit allen Partnern stattfinden, so das
Ärztekammerpräsidium unisono. (ast)
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