• 24.09.2016, 08:37:05
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Flüchtlinge: Bundesländer-Referenten tagen kommende Woche

LH Kaiser fordert Betreuungseinrichtungen für Problemfälle unter unbegleitet minderjährigen Flüchtlingen und Infoblatt des BMI (mit Gesundheitsdaten u.a.) bei Überstellung in Länder

Utl.: LH Kaiser fordert Betreuungseinrichtungen für Problemfälle
unter unbegleitet minderjährigen Flüchtlingen und Infoblatt
des BMI (mit Gesundheitsdaten u.a.) bei Überstellung in Länder =

Klagenfurt (OTS/LPD) - In Graz findet kommende Woche Mittwoch die
nächste Konferenz der Flüchtlingsreferenten der Bundesländer statt.
Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, der einzige Landeshauptmann,
der auch Flüchtlingsreferent ist, geht mit zwei aus seiner Sicht “für
die Wahrung eines friedlichen Miteinanders” wichtigen Forderungen in
die Konferenz: So sei das BMI einerseits gefordert, für immer wieder
verhaltensauffällige und zu Gewalt neigende unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge eigene, spezielle Betreuungseinrichtungen
mit medizinischem und psychologischem Fachpersonal zu schaffen, um
andere Wohneinrichtungen zu entlasten.

Andererseits erwarte er sich vom BMI auch ein detailliertes
Datenblatt, in dem alle für eine entsprechende Betreuung notwendige
Informationen über Gesundheitszustand, Auffälligkeiten, Traumata
festgehalten sind, und das bei der Überstellung von Traiskirchen in
die Bundesländer mitgeliefert werden. Damit wüssten die Betreuer von
Anfang an, mit wem und mit welchen Problemen sie es zu tun bekommen,
könnten viele mögliche Probleme präventiv abgewendet werden.
“Es häufen sich die Meldungen über tatsächliche und vermeintliche
Übergriffe durch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die dann in
Folge der medialen Berichterstattung zu immer breiterer
Verunsicherung, steigendem Misstrauen und zunehmendem Schüren von
Vorurteilen, auch durch politische Mitbewerber, führen”, begründet
Kaiser.

Der Landeshauptmann sieht in der Realisierung seiner Forderungen eine
wichtige und vor allem wirksame Maßnahme, um sowohl die einheimische
Bevölkerung als auch die überwiegende Mehrheit der völlig
unproblematischen jungen Flüchtlinge zu schützen. “Die Politik ist
gefordert, alles zu tun, um die Bevölkerung zu schützen, ein klares
Signal zu setzen, damit das Vertrauen der Menschen in die Politik zu
stärken und letztlich ein friedliches, solidarische Miteinander zu
sichern”, macht Kaiser deutlich.

Weitere Tagesordnungspunkte bei der Konferenz der
Flüchtlingsreferenten werden ua sein, eine bundesweite
Unfall-/Haftpflichtversicherung für in Beschäftigung befindliche
Asylwerber, eine Verwaltungsvereinfachung und Vereinheitlichung der
Grundversorgung, Ausweitung von gemeinnützigen
Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerber im Bereich der Gemeinden
und auf im Asylbereich tätige NGOs und Hilfsorganisationen sowie die
Ermöglichung von Arbeitstrainings und Praktika bei interessierten
Unternehmen.

(Schluss)

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