- 23.09.2016, 17:45:42
- /
- OTS0194
Frühe Hilfen in Österreich werden weiter ausgebaut
Breite Zusammenarbeit zur Unterstützung benachteiligter Familien

Utl.: Breite Zusammenarbeit zur Unterstützung benachteiligter
Familien =
Wien (OTS) - Jeder Euro investiert in die frühe Kindheit, kann dem
Sozialstaat später ungefähr 6 - 17 Euro zurückbringen und verbessert
zudem die gesundheitliche Chancengerechtigkeit, so die Rechnung, die
am Donnerstag auf der zweiten Österreichischen Fachtagung zu „Frühe
Hilfen“ am FH Campus Wien aufgestellt wurde.
Bei der Tagung, an der 500 Fachleute aus unterschiedlichsten
Bereichen teilnahmen, verständigten sich die Akteure aus Bund,
Ländern und Sozialversicherung auf einen flächendeckenden Ausbau der
Frühen Hilfen in Österreich. Gesundheits- und Frauenministerin Sabine
Oberhauser, Familienministerin Sophie Karmasin, Sozialminister Alois
Stöger und Hauptverbandsvorsitzende Ulrike Rabmer-Koller bekannten
sich nachdrücklich zu diesem Ziel.
Frühe Hilfen sind ein Programm zur bedarfsgerechten Unterstützung von
Familien in der ersten Lebensphase eines Kindes mit dem Ziel, die
positive Entwicklung von Kindern zu unterstützen. Seit Anfang 2015
wurden seitens der Länder und der Sozialversicherungsträger vor allem
durch die Finanzierung aus den Vorsorgemitteln und den
Landesgesundheitsförderungsfonds in allen österreichischen
Bundesländern regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke nach dem einheitlichen
Grundmodell auf- bzw. ausgebaut. Die erste Ausbaustufe wurde im
Frühjahr 2016 abgeschlossen. Es gibt aktuell 23 regionale Netzwerke,
die 52 der insgesamt 120 österreichischen Bezirke abdecken. Somit
steht derzeit für fast die Hälfte der Bevölkerung ein entsprechendes
Angebot zur Verfügung.
Das Gesundheitsministerium unterstützt die breite Etablierung von
Frühen Hilfen in Österreich durch ein an der Gesundheit Österreich
GmbH angesiedeltes Nationales Zentrum Frühe Hilfen. Die Aufgaben des
Nationalen Zentrums sind die bundesweite Abstimmung und Vernetzung,
die Qualitätssicherung der Umsetzung sowie Wissenstransfer und
Öffentlichkeitsarbeit zu fördern und zu unterstützen. Die
Bundesmittel werden neben Maßnahmen zur Gesamtabstimmung und
Vernetzung der regionalen Aktivitäten u. a. auch für gemeinsame
Schulungen und eine überregionale Evaluation sowie ein einheitliches
Dokumentationssystem verwendet. Damit werden die Budgets für die
regionale Umsetzung von diesbezüglich erforderlichen Kosten
entlastet. Das BMGF wird aus Vorsorgemitteln der
Bundesgesundheitsagentur für den Zeitraum Jänner 2015 bis Mai 2017
rund 1 Mio. € zur Erfüllung dieser Aufgaben zur Verfügung stellen.
Zusätzlich beteiligen sich auch das Sozialministerium, das
Familienministerium, der Hauptverband der Sozialversicherungsträger
und der Fonds Gesundes Österreich an der Finanzierung der
überregionalen Aufgaben. Im Mai 2017 wird ein Evaluationsbericht über
die Umsetzung der Frühen Hilfen vorliegen.
Video und Einbettungsdetails unter:
https://www.apa-ots-video.at/video/102ca333d6584951aca333d658f951b0
Video(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalvideo-Service
sowie im OTS-Videoarchiv unter http://video.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF







