100% Ökostrom nur mit Bioenergie möglich

Raus aus der fossilen Stromproduktion und den Marktverzerrungen

Wien (OTS) - „Österreich hat sich dazu bekannt, den Klimawandel aktiv zu bekämpfen, was zur Folge hat, dass wir unser Energiesystem auf 100% erneuerbare Energien umstellen müssen – und dies so bald wie möglich. Fluktuierende Erzeuger, wie Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft brauchen jetzt und auch in Zukunft eine Regelenergie, und die Grundlast muss immer sichergestellt werden. Die Bioenergie wird hierbei eine entscheidende Rolle spielen. Dass ein rohstoffabhängiger, flexibel einsetzbarer und in der Versorgung sicherer Energieträger im Vergleich zu rohstoffunabhängigen höhere Kosten verursacht, muss jedem einleuchten. Aus diesem Grund ist die Sicherung und der Ausbau der Ökostrom-Erzeugung aus der Bioenergie bei der gleichzeitigen Versorgung der Haushalte mit Biowärme für Österreich von größter Bedeutung“, kommentiert Josef Plank, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes, den heute vorgestellten Ökostrombericht. „Bei einem fairen Vollkostenvergleich mit den fossilen Pendants brauchen wir uns nicht verstecken. Der Hauptgrund der steigenden Ökostromkosten für die Haushalte ist auf die Verzerrungen der aktuellen europäischen Märkte zurückzuführen, wo enorme Überkapazitäten herrschen. Kein Energieerzeuger, sei es Erdgas, Photovoltaik, Windkraft und Co, kann bei einem Marktpreis von 30 Euro/MWh eine neue Anlage wirtschaftlich betreiben. Das Gebot der Stunde heißt, dass die fossilen Stromerzeuger, wie beispielsweise Kohle, und die Atomenergie aus dem europäischen Kraftwerks-Portfolio verschwinden müssen. Leider ist dies aktuell aber nicht der Fall. Ganz im Gegenteil: Der Ausbau der Ökostromproduktion aus Bioenergie ist in Österreich praktisch seit dem Jahr 2008 nicht mehr existent. Nun gilt es aber, die kleine Ökostromgesetz-Novelle noch heuer zu beschließen, damit die gesamte Branche der erneuerbaren Energien optimistisch in die Zukunft blicken kann.“

Über Ökostrom aus Biomasse

Im 2. Quartal 2016 hatten 127 Biomasse-Anlagen mit einer Engpassleistung von 310 MW ein aufrechtes Vertragsverhältnis mit der OeMAG. Die eingespeiste Strommenge liegt bei etwa 2000 Gwh, der durchschnittliche Einspeisetarif bei 13,4 Cent/KWh.

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