• 21.09.2016, 13:22:40
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  • OTS0153

uniko zu THE-Ranking: „Bei Status quo kein Sprung nach vorne möglich“

Präsident Vitouch pocht auf Änderung der Rahmenbedingungen für Universitäten

Utl.: Präsident Vitouch pocht auf Änderung der Rahmenbedingungen für
Universitäten =

Wien (OTS) - SPERRFRIST für Redaktionen: 21.9.2016, 22 Uhr

Die jüngsten Ergebnisse des am Mittwoch veröffentlichten THE-Rankings
sind für den Präsidenten der Österreichischen Universitätenkonferenz
(uniko), Rektor OIiver Vitouch, ein weiterer Beleg für die
berechtigten Forderungen nach beherzter Änderung der
Rahmenbedingungen: „Solange die heimische Hochschulpolitik bei den
zwei zentralen Themen, nämlich Finanzierung und Zugang, im Status quo
verharrt, wird Österreichs Universitäten in den großen
gesamtuniversitären Rankings kein Sprung unter die besten 100
gelingen“, erklärt Vitouch. Der gegenwärtige Prozess „Zukunft
Hochschule“ des Wissenschaftsministeriums (BMWFW) sei mit vereinten
Kräften dafür zu nutzen, hier die wesentlichen strukturellen und
gesetzlichen Weichen zu stellen.

Vitouch verweist auf die aktuellen Arbeitstermine der uniko mit dem
Präsidenten des Österreichischen Wissenschaftsrats, Antonio Loprieno,
und dem BMWFW. Gegenwärtig stehe die Modellierung von
Studienplatzkapazitäten und die Erhöhung der wechselseitigen
Verbindlichkeit zwischen Universität und Studierenden im Vordergrund.
Die quantitativen Betreuungsrelationen zwischen Lehrenden und
Studierenden gehen als Indikator für die Qualität der universitären
Lehre direkt in das THE-Ranking ein.

„Zug um Zug benötigen wir auch die lange verheißene Verbesserung der
Finanzierungsbasis, den konkreten Etappenpfad zu den 2,0 Prozent des
BIP – nicht als Einmalfeuerwerksinszenierung, sondern strukturell.
Der Sprung nach vorne ist durch ein Exzellenzprogramm möglich, das
sich auf junge high potentials konzentriert und Stärkefelder
schafft“, betont der uniko-Präsident. Die mantraartige Beschwörung
von Österreichs Weg zum „innovation leader“ allein bewege gar nichts,
man müsse auch etwas dafür tun. Die Aussage von Finanzminister Hans
Jörg Schelling zu Monatsbeginn, der Bundesfinanzrahmen lasse bis 2020
leider keine Investitionen in Bildung, Wissenschaft, Forschung und
Innovation zu, sei so nicht hinzunehmen. „Die Struktur der
öffentlichen Ausgaben in Österreich ist vom Kopf auf die Füße zu
stellen: Als tragende Säule eines ‚New Deal‘ und als Zukunftsvorsorge
für uns alle“, ergänzt Vitouch.

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