Neues Volksblatt: "Stadt-Land-Brücke" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 20. September 2016

Linz (OTS) - Geht es nach der Linzer SPÖ, soll das Land bei der neuen Linzer Brücke mitzahlen, am besten 100 Prozent. Dies ist erstens begrifflich falsch, denn bei 100 Prozent kann man nicht von Mitfinanzierung sprechen. Zweitens stimmt es zwar, dass es dem Bürger ziemlich egal ist, ob Gemeinde, Land oder Bund zahlt — Hauptsache, er kommt über die Donau. Allerdings ist es sowieso das Geld des Steuerzahlers, das halt über den Umweg von Rat-, Land- oder Hohem Haus zum Brückenbau verwendet wird. Drittens sollte man durchaus den Bund nicht aus der Pflicht entlassen, immerhin war es seine Eisenbahnbrücke, die der Rost geholt hat. Außerdem zahlt der Bund in anderen SPÖ-geführten Städten auch immer brav mit. Viertens ist es eine Huhn-Ei-Debatte, die da künstlich von Luger und Forsterleitner angezettelt wurde. Denn natürlich kann man vorab die Finanzierung klären, bauen kann man trotzdem erst, wenn alle Verfahren abgeschlossen sind – und in Linz wurde die Brücke noch nicht einmal eingereicht. Und fünftens hinkt der „Beweis“ für die schlechtere Behandlung von Linz durch das Land. So sind die Donaubrücke bei Mauthausen und die Traunbrücke in Gmunden Teile einer Landesstraße und daher Landessache. Die neue Brücke in Linz wurde hingegen vom Linzer Gemeinderat beantragt und soll von der Linz AG errichtet werden. Und wer bestellt, sollte sich bei der Rechnung nicht ganz aus der Verantwortung stehlen.

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