- 19.09.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Stadt-Land-Brücke" von Herbert SCHICHO
Ausgabe vom 20. September 2016
Utl.: Ausgabe vom 20. September 2016 =
Linz (OTS) - Geht es nach der Linzer SPÖ, soll das Land bei der neuen
Linzer Brücke mitzahlen, am besten 100 Prozent. Dies ist erstens
begrifflich falsch, denn bei 100 Prozent kann man nicht von
Mitfinanzierung sprechen. Zweitens stimmt es zwar, dass es dem Bürger
ziemlich egal ist, ob Gemeinde, Land oder Bund zahlt — Hauptsache, er
kommt über die Donau. Allerdings ist es sowieso das Geld des
Steuerzahlers, das halt über den Umweg von Rat-, Land- oder Hohem
Haus zum Brückenbau verwendet wird. Drittens sollte man durchaus den
Bund nicht aus der Pflicht entlassen, immerhin war es seine
Eisenbahnbrücke, die der Rost geholt hat. Außerdem zahlt der Bund in
anderen SPÖ-geführten Städten auch immer brav mit. Viertens ist es
eine Huhn-Ei-Debatte, die da künstlich von Luger und Forsterleitner
angezettelt wurde. Denn natürlich kann man vorab die Finanzierung
klären, bauen kann man trotzdem erst, wenn alle Verfahren
abgeschlossen sind – und in Linz wurde die Brücke noch nicht einmal
eingereicht. Und fünftens hinkt der „Beweis“ für die schlechtere
Behandlung von Linz durch das Land. So sind die Donaubrücke bei
Mauthausen und die Traunbrücke in Gmunden Teile einer Landesstraße
und daher Landessache. Die neue Brücke in Linz wurde hingegen vom
Linzer Gemeinderat beantragt und soll von der Linz AG errichtet
werden. Und wer bestellt, sollte sich bei der Rechnung nicht ganz aus
der Verantwortung stehlen.
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