- 18.09.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Glück & Pech" von Markus EBERT
Ausgabe vom 19. September 2016
Utl.: Ausgabe vom 19. September 2016 =
Linz (OTS) - „Und wenn man kein Glück hat, kommt möglicherweise noch
das Pech dazu“. Solcherart recht launig hat Heinz Fischer, seit 8.
Juli nachfolgerloser Bundespräsident außer Dienst, die Vorgänge rund
um die Stichwahl-Wiederholung beziehungsweise deren Verschiebung
kommentiert. Und, so Fischer weiter: Die Wiederholung der Stichwahl
sei eine „Korrektur von Verfahrensmängeln“. Offen bleibt freilich
auch bei Fischer, ob diese Verfahrensmängel gerechtfertigter Anlass
für eine komplette Wahlwiederholung, wie sie der
Verfassungsgerichtshof angeordnet hat, waren.
In der öffentlich-medialen Wahrnehmung werden jedenfalls die Dinge
zunehmend vermischt — vor allem sehr zur Freude der FPÖ, die nichts
lieber tut, als den Schwarzen Peter ausschließlich der Koalition
zuzuschieben.
Natürlich ist bei Anwendung des Hausverstandes kaum verständlich,
warum etwa Wahlverständigungen für den 2. Oktober im Postkastl
landen, obwohl die Wahlverschiebung schon fest steht. Dass sich die
Gebietskörperschaften in einem Rechtsstaat aber auch an die
Vorschriften halten müssen, lässt den Spagat schon erahnen, den etwa
Wahlbehörden rund um diese Wahl vollführen müssen. Und noch etwas
sollte man nicht vergessen: Wer auf „die da oben“ schimpft, die
unfähig seien, eine Wahl durchzuführen, verunglimpft in Wirklichkeit
die tausenden Gemeinde- und Magistratsmitarbeiter, die nach bestem
Wissen und Gewissen agieren.
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