- 16.09.2016, 08:55:23
- /
- OTS0013 OTW0013
FFG FORUM 2016: Österreichs Wirtschaft und Gesellschaft modernisieren
Mitterlehner: Den technologischen Wandel als Chance begreifen - Leichtfried: Innovation muss gesellschaftlichen Mehrwert bringen

Utl.: Mitterlehner: Den technologischen Wandel als Chance begreifen
- Leichtfried: Innovation muss gesellschaftlichen Mehrwert
bringen =
Wien (OTS) - Über den Nutzen, den Forschung, Technologie und
Innovation für die Wirtschaft, die Gesellschaft und jede Einzelne
bzw. jeden Einzelnen bringen, diskutierten über 700 Spitzenvertreter
aus Forschung und Innovation, aus Wirtschaft und Verwaltung beim
diesjährigen FFG FORUM, das am 15. September im Wiener
Museumsquartier stattfand. Im Rahmen der Veranstaltung verwies
Vizekanzler und Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner darauf, dass in den letzten Jahren viele
wichtige Impulse gesetzt wurden. „2016 erreichen die
Forschungsausgaben in Österreich erstmals über 10 Milliarden Euro.
Wir liegen hier an dritter Stelle in Europa, nach Deutschland und
Dänemark. Um den Innovationsstandort Österreich langfristig in der
Weltspitze zu etablieren, müssen wir die den technologischen Wandel
als Chance begreifen, die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft
weiter vorantreiben und den Output der bestehenden Systeme steigern.“
Für Infrastruktur- und Technologieminister Jörg Leichtfried stand der
gesellschaftlichen Mehrwert im Zentrum: „Forschung und Innovation
stärken den Wirtschaftsstandort Österreich und sichern Arbeitsplätze.
Sie leisten so einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, auch in
den Bereichen Verkehr, bei der öffentlichen Sicherheit oder mit
unterstützenden Technologien für ältere Menschen.“
Mitterlehner hob hervor, dass Maßnahmen wie der Ausbau der
Fachhochschulen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für alternative
Finanzierungen, die Aufstockung der Forschungsprämie und neue
Förderprogramme wichtige Impulse setzen würden, um den
Forschungsstandort Österreich auch für ausländische Unternehmen
attraktiv zu gestalten. „Gerade im Forschungs- und Technologiebereich
spielt die globale Vernetzung eine entscheidende Rolle, um
international wettbewerbsfähig zu sein. Hier hat die FFG eine
wichtige Funktion, um Unternehmen zu helfen, neue Märkte zu
erschließen und vom Know-how internationaler Partner zu profitieren.
Rund 70 Prozent der Förderungen gehen direkt an Unternehmen und daher
ist jeder über die FFG investierte Euro auch eine Investition in den
Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich. “
Leichtfried betonte die neuen Möglichkeiten, die sich durch die
Digitalisierung aller gesellschaftlichen Bereiche für heimische
Unternehmen ergeben. „Mit Förderprogrammen wie der Stiftungsprofessur
und den Pilotfabriken unterstützen wir den Wandel zu Industrie 4.0.
Mit der Breitbandmilliarde des Infrastrukturministeriums schaffen wir
die Grundlage für den weiteren Ausbau der Informationsgesellschaft.
In der Umsetzung dieser Programme ist die FFG ein wichtiger Partner.“
FFG-Aufsichtsratsvorsitzende Gertrude Tumpel-Gugerell verwies auf die
besondere Bedeutung einer aktiven Forschungs- und Innovationspolitik
in der EU: „Forschung und Entwicklung ist in hochentwickelten
Volkswirtschaften eine der wenigen Stellschrauben, an denen man
industrie- und wirtschaftspolitisch steuernd eingreifen kann. Hier
lässt sich mit öffentlichen Investitionen zum Beispiel über die FFG
eine Dynamik erzeugen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen
erhöht. Österreich hat hier durchaus eine Vorbildfunktion in Europa.“
FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth sieht den Mehrwert einer
zentralen Förderagentur wie der FFG auch in der optimalen
Verschränkung nationaler und internationaler Programme und
Initiativen. „Wir haben die heimischen Innovationstreiber enger denn
je miteinander, mit dem europäischen Forschungsraum und den
weltweiten Zukunftsmärkten vernetzt“. Für FFG-Geschäftsführer Klaus
Pseiner ist es wichtig, auf gesellschaftliche und wirtschaftliche
Entwicklungen zu reagieren: „Die FFG setzt ihre Interventionen dort,
wo ein maximaler Effekt für das heimische Innovationssystem erzielt
werden kann.“
Digitalisierung war das dominante Thema am FFG FORUM. Sie durchdringt
alle Bereiche der Wirtschaft, aber auch des privaten und öffentlichen
Lebens. Sie ist nicht nur Voraussetzung für wirtschaftliches
Wachstum, sondern zunehmend auch für soziale, kulturelle, politische
und gesellschaftliche Aktivitäten von jedem Menschen.
In fünf Diskussionsrunden diskutierten vierzehn hochrangige Gäste aus
Wirtschaft, Forschung und Verwaltung über Wertschöpfung und Mehrwert
durch Forschung und Innovation. Der Tenor der Gespräche: Der Nutzen
einer Innovation wird nicht durch technische Leistungsmerkmale allein
bestimmt. Lösungen statt Produkte schaffen Mehrwert. Neue Formen der
Innovation – Stichworte Open Innovation, frugale Innovation und
crowdsourcing/crowdfunding – verändern die Innovationslandschaft und
bieten neue Möglichkeiten. Im Rahmen des Abendprogrammes erläuterte
Regisseur, Drehbuchautor und Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky das
Geheimnis seines Erfolges auf der internationalen Bühne.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FFG






