- 15.09.2016, 13:40:04
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Karlheinz Töchterle: OECD-Bericht zeigt auf einen Blick – Quantität ist keine Garantie für Qualität
Öffentliche Ausgaben für tertiären Bildungsbereich überdurchschnittlich hoch – Österreichs Hochschulen bleiben für ausländische Studierende attraktiv
Utl.: Öffentliche Ausgaben für tertiären Bildungsbereich
überdurchschnittlich hoch – Österreichs Hochschulen bleiben
für ausländische Studierende attraktiv =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Quantität ist keine Garantie für Qualität“, so
ÖVP-Wissenschaftssprecher Dr. Karlheinz Töchterle zum heute von der
OECD präsentierten Bericht „Bildung auf einen Blick 2016/Education at
a glance 2016“ für den Hochschulbereich. Demnach liegt Österreich bei
den Ausgaben für den tertiären Bildungsbereich mit 1,7 Prozent
(Anteil am BIP) weiterhin über dem OECD- und EU-Schnitt (1,6 bzw. 1,5
Prozent), jedoch sind die Hochschulabschluss- und die Erfolgsquote
deutlich unter dem OECD- und EU-Schnitt. „Wir investieren viel in
unsere Hochschulen und es gibt auch zahlreiche Beispiele, wo diese
Investitionen fruchten. Es muss uns aber noch besser gelingen, die
Mittel in sämtlichen Bereichen gezielt einzusetzen.“
Einmal mehr verweist Töchterle auch auf den hohen öffentlichen und
den geringen privaten Finanzierungsanteil. Bei den öffentlichen
Ausgaben für den Tertiärbereich (1,7 Prozent im Vergleich zu 1,1
Prozent im OECD-Schnitt und 1,2 Prozent im EU-Schnitt) liegt
Österreich sowohl im OECD- als auch im EU-Vergleich auf Platz 3 und
signifikant vor Ländern wie etwa Deutschland (1 Prozent),
Großbritannien (1,1 Prozent) und den Niederlanden (1,2 Prozent). Der
private Anteil hingegen ist mit 0,089 Prozent kaum vorhanden und weit
unter dem Durchschnitt der OECD- und EU-Staaten (0,5 Prozent bzw. 0,3
Prozent) ist. Mit dem Gemeinnützigkeitspaket hat die Bundesregierung
einen stimmigen Anreiz für verstärkte private Finanzierung gesetzt.
Ein weiterer wären sozial verträgliche Studienbeiträge, wie sie auch
von sämtlichen Spitzenuniversitäten weltweit eingehoben und von einer
Mehrheit der Bevölkerung befürwortet werden.
Bei ausländischen Studierenden bleibt Österreich ungebrochen beliebt:
Ihr Anteil liegt im gesamten Tertiärbereich bei 15,5 Prozent, damit
ist Österreich hinter Luxemburg (43,9 Prozent) und Großbritannien
(18,2 Prozent) auf Platz drei in der EU. „Mobilität ist seit jeher
ein Kennzeichen von Wissenschaft und Forschung, und es ist
erfreulich, dass die heimischen Hochschulen sehr attraktiv sind.“ Ein
Teil dieser Attraktivität gehe allerdings sicher auf
Rahmenbedingungen zurück, die zwar für die Studierenden attraktiv
(zahlreiche Studien ohne Zugangsregeln und Aufnahmeverfahren, keine
Studienbeiträge), jedoch nicht der Qualität zuträglich sind.
Abschließend betont Töchterle, dass der von Minister Dr. Reinhold
Mitterlehner initiierte Strategieprozess „Zukunft Hochschule“ eine
Plattform biete, drängende Fragen zu diskutieren und geeignete
Maßnahmen umzusetzen, insbesondere auch was eine Erhöhung der
Verbindlichkeit des Studierens, ein abgestimmtes Studienangebot und
verbesserte Betreuungsrelationen betreffe.
(Schluss)
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