Bundes-Seniorentag II – Die Grußworte der Ehrengäste

LH Dr. Pühringer: „Der Seniorenbund ist eine starke Stimme für die älteren Generationen“

Linz (OTS) - Im Folgenden die wichtigsten Zitate aus den Grußworten der Ehrengäste zum Bundes-Seniorentag:

Aus terminlichen Gründen eröffnete der „Hausherr“ der heutigen Veranstaltung, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, den Reigen der Grußworte zum Bundes-Seniorentag: „Lassen Sie mich zuerst unserem oberösterreichischen Seniorenbundobmann, Dr. Josef Ratzenböck, meinen herzlichen Dank aussprechen. Denn in Oberösterreich haben wir einen sehr starken Seniorenbund mit rund 75.000 Mitgliedern. Der Seniorenbund hat eine große Stärke in unserer Gesinnungsgemeinschaft. Er ist eine starke Stimme für die Älteren und seine Bedeutung wächst aufgrund der demographischen Entwicklung.“ Pühringer präsentierte in der Folge oberösterreichische Daten zur demographischen Entwicklung der letzten 50 Jahre, als erst „zehn Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt“ waren. Heute sei bereits über ein Drittel über 60 Jahre alt, und 2050 werde laut Hochrechnungen bereits über ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein.

„Es ist wichtig, dass man nicht erst reagiert, wenn es soweit ist, sondern die Weichen so rechtzeitig stellt, dass es für die Menschen in diesem Land gut ist. Wir müssen auf den enormen demografischen Wandel rechtzeitig reagieren.“ Der Landeshauptmann betonte, dass dadurch bis 2050 eine wesentliche Gruppe deutlich kleiner werden wird: nämlich die der Steuerzahler. Rund 75.000 weniger Menschen als heute werden 2050 in Oberösterreich im Erwerbsleben stehen. „Deswegen braucht es auf der einen Seite eine starke Interessensvertretung für die ältere Generation, auf der anderen Seite braucht es aber auch gute Vorschläge und Ideen für die Zukunft. So eine gute Idee war der Vorschlag des Seniorenbundes zum Pensionsreferenzalter, zum Pensionskorridor. Der ist richtig und zielführend.“ Pühringer bedankte sich bei allen Delegierten, dass sie bereit sind, ehrenamtliche Verantwortung zu übernehmen. Der Landeshauptmann schloss seine Rede mit einem Zitat von Helmut Kohl: „Eine Gesellschaft verarmt, wenn sie den Sinn für die Würde des Alterns verliert. Wir dürfen nie vergessen, dass wir auf den Schultern der älteren Generationen stehen.“

Abg.z.NR. Claudia Durchschlag in Vertretung von Wirtschaftsbund-Präsident Dr. Christoph Leitl: „Ich freue mich, dass ich Sie in unserem schönen Oberösterreich begrüßen kann. Oberösterreich ist ein prosperierendes Land und ein guter Boden für Bundestage. Für diese Gelegenheit habe ich mir überlegt: Was verbindet Seniorenbund, Wirtschaftsbund und Oberösterreich? Zum einen: Die ÖVP Oberösterreich leitet dieses Bundesland seit 71 Jahren, der Wirtschaftsbund und der Seniorenbund sind jeweils die wichtigsten Vertretungen der Unternehmer und der Senioren. Zum anderen ist es die Zusammenarbeit: Oberösterreich hat immer gut mit dem Seniorenbund und Wirtschaftsbund zusammengearbeitet. Beim Seniorenbund möchte ich die Zusammenarbeit aber besonders hervorheben – und zwar die Arbeit, die überparteilich im Seniorenrat geleistet wird. Eine dritte Übereinstimmung ist: Wir bleiben in Bewegung. Denn nur durch Bewegung kommt Fortschritt. Der Seniorenbund bietet hierbei sehr viel, um Körper und Geist fit zu halten."

JVP-Bundesobmann Außenminister Sebastian Kurz: "Liebe Ingrid Korosec, lieber Andreas Khol. Ich bin Euch sehr dankbar, dass ich da sein darf. Insbesondere weil ich in meiner politischen Arbeit immer vom Österreichischen Seniorenbund unterstützt wurde. Es hilft sehr, wenn einem nicht nur die Jungend, sondern auch die Älteren sagen: Lasst ihn jetzt mal arbeiten! Als junger Mensch wird man relativ oft gefragt: Warum tut man sich politische Arbeit an? Andreas Khol hat in Österreich vieles geprägt und zu Stande gebracht. Vielen Dank an Andreas Khol, dass du immer Unterstützer der JVP geblieben bist. Ich war bei meinem persönlichen Beginn in Wien und bin schnell auf Ingrid Korosec getroffen – eine der fittesten und motiviertesten Politikerinnen überhaupt. Sie war auch immer die Großzügigste, wenn etwas schief gegangen ist. Sie meinte dann: "Das gehört dazu". Als JVP-Obmann möchte ich insbesondere den Delegierten danken. Denn viele haben vor Jahrzehnten bei sich zu Hause die JVP Ortsorganisation überhaupt erst gegründet. Wir leben heute davon, dass sich viele Generationen vor uns in der JVP eingebracht haben. Ihr habt zustande gebracht, dass wir Jungen in einem so großartigen Österreich leben dürfen. Ich kann nicht beurteilen, wie es nach dem Krieg war, wie schwierig die Zeiten waren, wie viel Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung dazu nötig waren. Wir sehen es als unsere Aufgabe, diese Stärke zu erhalten – die Grundwerte in Österreich lebendig zu halten, um Österreich an die Spitze in Europa und in der Welt zu bringen. Egal wo es einen im jungen Leben noch hin verschlägt, wir wissen alle, dass wir uns am Ende im Seniorenbund wiedersehen."

Bauernbund-Direktor Dr. Johannes Abentung: "Worum beneide ich Sie, liebe Delegierte des Bundes-Seniorentages? Um Ihre Erfahrung! Warum? Erfahrung ist etwas, das eingeht in die Einschätzung, was in der Zukunft auf uns zukommt. Damit man scharfsichtig sein kann, braucht man jemanden, der einem sagt, was früher war." Abentung bedankte sich bei Andreas Khol für die Bereitschaft und den Einsatz bei der Bundespräsidentenwahl und lobte insbesondere den Einsatz von dessen Ehefrau Heidi Khol. Bei allen Senioren bedankte er sich für den Einsatz in der öffentlichen Politik: "Nicht nur wegen der eigenen Interessenvertretung – das ist legitim. Sondern weil es nötig wäre, dass die einen reden und die anderen zuhören, dass wir in Österreich aufeinander zugehen. Auf weitere sehr gute Zusammenarbeit und gute Ergebnisse des Bundes-Seniorentages!"

Bundesleiterin der ÖVP-Frauen Abg.z.NR. Dorothea Schittenhelm bedankte sich zunächst bei allen für ihre freiwillige Arbeit, die sie in einer Teilorganisation zu leisten haben. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich so viele engagieren. Sie bedankte sich auch bei Andreas Khol für die gute Zusammenarbeit, für dessen Einsatz beim Schreiben des neuen Parteiprogrammes 2015 und die jahrelange Unterstützung der Frauen-Anliegen. Dann ging sie zur Vorsitzenden über: "Ingrid Korosec ist eine ganz starke Persönlichkeit, die fleißig und konstruktiv mitarbeitet. Aber wenn es sein muss – wenn es um die Anliegen der Senioren geht – dann beißt sie auch zu. Ingrid Korosec hat ihre Durchsetzungskraft schon als Führungskraft in der Wirtschaft lange unter Beweis gestellt." Das unterstrich die Bundesleiterin der ÖVP-Frauen durch die Nennung der erfolgreichen Stationen auf Korosecs Lebensweg. Insbesondere im Seniorenrat, dem sie seit Jänner ebenfalls vorsteht, sei sie immer auf Augenhöhe mit der Bundesregierung. "Sie kann verhandeln und gibt vor, was für die Seniorinnen und Senioren zu tun ist. Das hat sie schon gezeigt! Es geht eben nicht nur darum, die Linien des Seniorenbundes zu kennen, es geht darum, diesen Weg auch zu gehen! Ich freue mich auf weitere gute Zusammenarbeit – auch in den Orts- und Bezirksgruppen!"

ÖAAB-Bundesobmann Abg.z.NR. August Wöginger: „Ich hatte das Glück Großmutter und Urgroßmutter zu haben und beide waren beim Seniorenbund. Die Sprengelbetreuerin war zumindest ein Mal im Monat bei uns zu Hause. Einmal im Jahr auch der Obmann. Das sagt viel über den Seniorenbund aus. Ich kenne keine Organisation, die ihre Mitglieder so umfassend betreut." Für diese umfassende Bürgerbetreung dankte Wöginger den Delegierten ausdrücklich.
Wenn die ÖVP alle Teile zusammenführe, sei es unmöglich, nicht erster zu sein. Die Arbeit von Andreas Khol, dessen Einsatz und Leistung dabei, die Teile der Partei zusammenzuführen – zuletzt bei der Erstellung des neuen Parteiprogrammes 2015 – beträchtlich war, bedankte sich der ÖAAB-Bundesobmann besonders und wünschte dem Bundes-Seniorentag erfolgreiche Beschlüsse und Ergebnisse.

ÖVP-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon MBA: "Herzlichen Dank an Andreas Khol, „meinen“ Klubobmann – ich war damals JVP-Abgeordneter und konnte politisch an Andreas Khol wachsen. Ich bin ihm dafür besonders dankbar. Wenn man ein junger Heißsporn ist, braucht man einen, der einem eine lange Leine lässt, einen aber auch vor den ganz großen Fehlern bewahrt," fand Amon einleitend persönliche Worte. Amon dankte Andreas Khol für die Bereitschaft, in einer sehr schwierigen Situation in den Wahlkampf zu ziehen und dessen Ehefrau Heidi Khol für ihren Einsatz.
Zu Ingrid Korosec meinte Amon: "Du stehst für das "neue junge" Lebensgefühl, das Seniorinnen und Senioren heute auszeichnet. Eigentlich „alterslos“. Es ist ganz entscheidend, dass künftig eine Frau an der Spitze des Österreichischen Seniorenbundes steht, die sich auskennt, eine auf die man sich in jeder Situation zu 100 Prozent verlassen kann. Viel Erfolg dem heutigen Bundes-Seniorentag!"

Im Anschluss an die Grußworte der Ehrengäste folgten das Totengedenken und die Geschäftsordnungsmäßigen Beschlüsse.

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