• 14.09.2016, 11:44:44
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Gemeindespitäler: Wehsely sagt Ärztekammer sofortige KAV-Evaluierung zu

Zehn Tage für Gespräche im KAV – Szekeres: „Geben Stadt und KAV entsprechend Zeit, die Bedenken aus dem Weg zu räumen und die ärzte- und patientenfeindlichen Maßnahmen auszusetzen“

Utl.: Zehn Tage für Gespräche im KAV – Szekeres: „Geben Stadt und
KAV entsprechend Zeit, die Bedenken aus dem Weg zu räumen und
die ärzte- und patientenfeindlichen Maßnahmen auszusetzen“ =

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, fand ein erstes Sondierungsgespräch auf
Spitzenebene zwischen der Wiener Ärztekammer und
Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely statt. Dabei hat das Präsidium
der Ärztekammer die Hauptforderungen bezüglich der einseitigen und
aufgezwungenen Maßnahmen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV)
deponiert und deren sofortige Aussetzung bis zur Klärung der Sachlage
im KAV gefordert. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres resümiert das
Gespräch trocken: „Die Stadträtin hat unser Anliegen zur Kenntnis
genommen, nun muss der KAV reagieren.“ ****

Hauptforderungen der Ärztekammer sind die Rücknahme der wienweiten
Streichung von etwa 15.000 Nachtdiensten jährlich sowie die
Einführung von 12,5-Stunden-Schichtdiensten ohne die – ursprünglich
vereinbarte – Abstimmung mit den betroffenen Ärztinnen und Ärzten.
Das habe man auch der Stadträtin „mit Nachdruck“ mitgeteilt, erklärt
Szekeres.

Konkrete Fakten wurden seitens der Stadträtin nicht auf den Tisch
gelegt, in Detailfragen wurde auf den KAV verwiesen. Zugesagt wurde
die Möglichkeit der Änderung der Dienstpläne auf das „alte bewährte
System“ bereits ab Oktober, und zwar „dort, wo es notwendig“ sei.
Szekeres: „Wir wollen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen so
schnell wie möglich entlastet werden.“

Ebenfalls gebe es seitens Wehsely keine allgemeine Vorgabe für die
aufoktroyierten Maßnahmen, so wie der KAV es bis dato kommuniziert
hatte. Wenn Maßnahmen „sinnlos“ seien, dann könne man diese
zurücknehmen. Auch werde es „viele Bereiche geben, wo man mit 40
Wochenstunden nicht auskommen wird“.

Streikmaßnahmen bleiben weiter aufrecht

„Die gestern im Streikkomitee beschlossenen Streikmaßnahmen ab 26.
September 2016 bleiben auf jeden Fall weiter aufrecht“, versichert
Szekeres. Man hoffe dennoch, dass der KAV „alles daran setzt, um eine
Lösung im Sinne der Ärzte- und Patientenschaft zu erreichen“.
Ansonsten werde man weiter streiken müssen. (ast)

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