Gemeindespitäler: Wehsely sagt Ärztekammer sofortige KAV-Evaluierung zu

Zehn Tage für Gespräche im KAV – Szekeres: „Geben Stadt und KAV entsprechend Zeit, die Bedenken aus dem Weg zu räumen und die ärzte- und patientenfeindlichen Maßnahmen auszusetzen“

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, fand ein erstes Sondierungsgespräch auf Spitzenebene zwischen der Wiener Ärztekammer und Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely statt. Dabei hat das Präsidium der Ärztekammer die Hauptforderungen bezüglich der einseitigen und aufgezwungenen Maßnahmen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) deponiert und deren sofortige Aussetzung bis zur Klärung der Sachlage im KAV gefordert. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres resümiert das Gespräch trocken: „Die Stadträtin hat unser Anliegen zur Kenntnis genommen, nun muss der KAV reagieren.“ ****

Hauptforderungen der Ärztekammer sind die Rücknahme der wienweiten Streichung von etwa 15.000 Nachtdiensten jährlich sowie die Einführung von 12,5-Stunden-Schichtdiensten ohne die – ursprünglich vereinbarte – Abstimmung mit den betroffenen Ärztinnen und Ärzten. Das habe man auch der Stadträtin „mit Nachdruck“ mitgeteilt, erklärt Szekeres.

Konkrete Fakten wurden seitens der Stadträtin nicht auf den Tisch gelegt, in Detailfragen wurde auf den KAV verwiesen. Zugesagt wurde die Möglichkeit der Änderung der Dienstpläne auf das „alte bewährte System“ bereits ab Oktober, und zwar „dort, wo es notwendig“ sei. Szekeres: „Wir wollen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen so schnell wie möglich entlastet werden.“

Ebenfalls gebe es seitens Wehsely keine allgemeine Vorgabe für die aufoktroyierten Maßnahmen, so wie der KAV es bis dato kommuniziert hatte. Wenn Maßnahmen „sinnlos“ seien, dann könne man diese zurücknehmen. Auch werde es „viele Bereiche geben, wo man mit 40 Wochenstunden nicht auskommen wird“.

Streikmaßnahmen bleiben weiter aufrecht

„Die gestern im Streikkomitee beschlossenen Streikmaßnahmen ab 26. September 2016 bleiben auf jeden Fall weiter aufrecht“, versichert Szekeres. Man hoffe dennoch, dass der KAV „alles daran setzt, um eine Lösung im Sinne der Ärzte- und Patientenschaft zu erreichen“. Ansonsten werde man weiter streiken müssen. (ast)

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