• 13.09.2016, 16:17:19
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Nationalrat – Muchitsch: Seit Jahresbeginn 426.000 Menschen in Beschäftigung gebracht

Besondere Erfolge in der Baubranche zu verzeichnen

Utl.: Besondere Erfolge in der Baubranche zu verzeichnen =

Wien (OTS/SK) - „Seit Jahresbeginn haben wir 426.000 Menschen in
Beschäftigung gebracht, davon 64.000 unter 25-Jährige und 77.500 über
50-Jährige“, zeigt SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch in der heutigen
Sondersitzung des Nationalrats die Erfolge beim Schaffen von
Arbeitsplätzen in den vergangenen Monaten auf. „Das ist angesichts
schwächelnder Konjunktur in ganz Europa, aber auch in Österreich,
eine besonders große Leistung.“ ****

Trotz Rekordbeschäftigung bei den absoluten Zahlen ist die
Arbeitslosenquote mit 8,3 Prozent gleich hoch wie im Vorjahr. „Wir
stellen uns den Tatsachen und Fakten“, so Muchitsch heute, Dienstag.
„Deswegen ist es ein wichtiges Zeichen von Sozialminister Alois
Stöger, mehr Geld für Personal und Beratung in die Hand zu nehmen, um
Menschen in Beschäftigung zu bringen. So kann gewährleistet werden,
dass Menschen, die Arbeit suchen und brauchen, entsprechende Jobs
finden“, stellt Muchitsch dar.

Bemerkenswerte Erfolge sind in der Baubranche zu verorten. Hier ist
es gelungen, trotz Dienstnehmerfreizügigkeit und Entsendungen die
Beschäftigung auszubauen. „Das ist gelungen, weil wir gemeinsam mit
den Bau-Sozialpartnern die Probleme und Lösungsmöglichkeiten
diskutiert haben. Wir haben Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping
ausgearbeitet, Lohnkontrollen ermöglicht und ein neues
Bundesvergabegesetz beschlossen, das nach dem Best- statt
Billigstbieterprinzip ausgerichtet ist“, fasst Muchitsch zusammen.

Man dürfe sich jetzt nicht zurücklehnen, vielmehr gelte es, auch
andere Branchen in den Blick zu nehmen. „Große Hoffnung“ setzt
Muchitsch beispielsweise in die Gestaltung einer großen
Bundesvergabenovelle, die für mehrere Branchen gilt.

Forderungen nach ungebremster Liberalisierung im Gewerbe hält
Muchitsch entgegen: „Die Träumereien jener, die meinten, mehr
Unternehmer bedeuten automatisch mehr Arbeitsplätze, haben sich nicht
erfüllt.“ Als Beispiel nennt der Sozialsprecher die Niederlande, wo
es nun mehr Bauunternehmer in Form von Ein-Personen-Unternehmen als
Beschäftigte am Bau gibt. „Eine Gewerbeordnung soll Gewerbe ordnen,
nicht schwächen“, hält er abschließend fest. (Schluss) kg/mb

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