Nationalrat – Muchitsch: Seit Jahresbeginn 426.000 Menschen in Beschäftigung gebracht

Besondere Erfolge in der Baubranche zu verzeichnen

Wien (OTS/SK) - „Seit Jahresbeginn haben wir 426.000 Menschen in Beschäftigung gebracht, davon 64.000 unter 25-Jährige und 77.500 über 50-Jährige“, zeigt SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch in der heutigen Sondersitzung des Nationalrats die Erfolge beim Schaffen von Arbeitsplätzen in den vergangenen Monaten auf. „Das ist angesichts schwächelnder Konjunktur in ganz Europa, aber auch in Österreich, eine besonders große Leistung.“ ****

Trotz Rekordbeschäftigung bei den absoluten Zahlen ist die Arbeitslosenquote mit 8,3 Prozent gleich hoch wie im Vorjahr. „Wir stellen uns den Tatsachen und Fakten“, so Muchitsch heute, Dienstag. „Deswegen ist es ein wichtiges Zeichen von Sozialminister Alois Stöger, mehr Geld für Personal und Beratung in die Hand zu nehmen, um Menschen in Beschäftigung zu bringen. So kann gewährleistet werden, dass Menschen, die Arbeit suchen und brauchen, entsprechende Jobs finden“, stellt Muchitsch dar.

Bemerkenswerte Erfolge sind in der Baubranche zu verorten. Hier ist es gelungen, trotz Dienstnehmerfreizügigkeit und Entsendungen die Beschäftigung auszubauen. „Das ist gelungen, weil wir gemeinsam mit den Bau-Sozialpartnern die Probleme und Lösungsmöglichkeiten diskutiert haben. Wir haben Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping ausgearbeitet, Lohnkontrollen ermöglicht und ein neues Bundesvergabegesetz beschlossen, das nach dem Best- statt Billigstbieterprinzip ausgerichtet ist“, fasst Muchitsch zusammen.

Man dürfe sich jetzt nicht zurücklehnen, vielmehr gelte es, auch andere Branchen in den Blick zu nehmen. „Große Hoffnung“ setzt Muchitsch beispielsweise in die Gestaltung einer großen Bundesvergabenovelle, die für mehrere Branchen gilt.

Forderungen nach ungebremster Liberalisierung im Gewerbe hält Muchitsch entgegen: „Die Träumereien jener, die meinten, mehr Unternehmer bedeuten automatisch mehr Arbeitsplätze, haben sich nicht erfüllt.“ Als Beispiel nennt der Sozialsprecher die Niederlande, wo es nun mehr Bauunternehmer in Form von Ein-Personen-Unternehmen als Beschäftigte am Bau gibt. „Eine Gewerbeordnung soll Gewerbe ordnen, nicht schwächen“, hält er abschließend fest. (Schluss) kg/mb

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