- 10.09.2016, 12:06:51
- /
- OTS0018 OTW0018
August Wöginger: „Mein Herz schlägt ÖAAB“
Bundestag unter dem Motto: "Zukunft begreifen. Arbeitswelt gestalten.“
Utl.: Bundestag unter dem Motto: "Zukunft begreifen. Arbeitswelt
gestalten.“ =
Graz (OTS) - „Wer etwas leistet, soll etwas davon haben. Leistung
muss sich wieder lohnen“, fordert der designierte Bundesobmann die
Einführung eines Mindestlohns von 1600 Euro brutto.
„Der ÖAAB ist seit jeher die starke Stimme der arbeitenden Menschen
und das soziale Gewissen der ÖVP. Für uns steht der Mensch im
Mittelpunkt. Die fortschreitende Digitalisierung und die
Flexibilisierung der Arbeitswelt stellen uns vor neue
Herausforderungen als Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretung.
Wir als ÖAAB sind bereit dafür: Wir wollen die künftige Arbeitswelt
aktiv mitgestalten“, betonte der designierte ÖAAB-Bundesobmann August
Wöginger in seiner Rede am heutigen 27. ÖAAB-Bundestag in Graz vor
mehr als 600 Delegierten und den Spitzen der ÖVP.
August Wöginger skizzierte die Zukunftsarbeit des ÖAAB, die sich in
drei große Themensäulen gliedert: „Soziale Sicherheit und
Gerechtigkeit“, „Standortsicherheit und Beschäftigung“ sowie „Starkes
Europa und Sicherheit für Österreich“. Mit dem „Arbeitsprogramm
2020“, das einen Leitfaden für eine zukunftsfitte Arbeitnehmerinnen-
und Arbeitnehmervertretung in diesen Themenblöcken bietet, hat sich
der ÖAAB eine herausfordernde Aufgabe im Sinne der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer gestellt.
Starkes Europa und Sicherheit für Österreich
In Bezug auf die Asyl- und Migrationskrise sowie dem
Sicherheitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger, betonte Wöginger die
Wichtigkeit der Umsetzung der Asylverordnung, bekräftigte die
Notwendigkeit eines gemeinsamen Schutzes der EU-Außengrenzen sowie
eines rigorosen Vorgehens gegenüber Schleppern und straffällig
gewordenen Asylwerberinnen und Asylwerbern.
Flexibilität als Gebot der Stunde
Zu den vielfältigen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung
und der „Arbeitswelt 4.0“ hob Wöginger hervor, dass die
Flexibilisierung der Arbeitswelt ein Gebot der Stunde sei. Der ÖAAB
wäre dafür bereit. Flexibilität dürfe aber niemals eine Einbahnstraße
sein. Beide Seiten, Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber,
müssten davon profitieren.
Schwerpunkte im Themenbereich „Standortsicherung und Beschäftigung“
werden die Umsetzung des Zeitwertkontos, die Weiterentwicklung der
4-Tage-Woche, die Beibehaltung des freien Sonntags, der Einsatz für
eine zukunftsgerechte Bildungspolitik und hier besonders die
Attraktivierung des Lehrberufs sein.
Mindestsicherung als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt
Zu den aktuellen Verhandlungen zur Reform der Mindestsicherung
bekannte sich Wöginger zur gemeinsamen ÖVP-Linie (Deckelung bei 1500
Euro, Mindestsicherung light und Verpflichtung zur gemeinnützigen
Arbeit) und hielt fest: „Ein klares ‚Ja‘ zur Hilfe für jene, die
arbeiten möchten, aber nicht können. Ein klares ‚Nein‘ zu einer
dauerhaften Unterstützung für jene, die arbeiten könnten, aber nicht
wollen.“
Gerechter Lohn für volle Arbeit
„Unser Hauptaugenmerk als ÖAAB gilt den arbeitenden Menschen in
diesem Land. Wer etwas leistet, soll etwas davon haben. Leistung muss
sich wieder lohnen“, forderte Wöginger die Einführung eines
gesetzlichen Mindestlohns von 1600 Euro brutto für volle Arbeit und
einen deutlichen Unterschied zwischen Arbeitseinkommen und
Sozialleistung.
Im Themenblock „Soziale Sicherheit und Gerechtigkeit“ wird sich der
ÖAAB besonders für leistbaren Wohnraum einsetzen: „Eigentumsschaffung
muss wieder möglich sein“, so der designierte Obmann. Zur Entlastung
der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird sich der ÖAAB weiterhin
für die Abschaffung der kalten Progression stark machen. Weiters wird
auch die nachhaltige Absicherung der Pflegefinanzierung angestrebt.
Zur Unterstützung der heimischen Familien wird sich der ÖAAB
weiterhin für eine bessere steuerliche Berücksichtigung sowie eine
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf star kmachen: „Familien
brauchen Infrastruktur und Wahlfreiheit“, so Wöginger.
Speziellen Dank richtete der designierte Obmann an seine Vorgängerin
NÖ-Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner, die die
Geschicke des ÖAAB als Obfrau von 2011 bis 2016 erfolgreich geleitet
hat. Wöginger würdigte nicht nur Mikl-Leitners unermüdlichen Einsatz
für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern auch den von ihr
– als damalige Innenministerin - vorgegebenen Kurs in der Asyl- und
Migrationskrise, der heute zur Linie der Gesamtpartei wurde.
„Wenn wir zusammenhalten, entwickeln wir eine Stärke und Schlagkraft,
die die Menschen auch spüren werden. Das muss unser Ziel sein. Packen
wir’s gemeinsam an“, schloss August Wöginger.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AAB






