Aubauer: Die Würde des Menschen muss auch in Pflegeheimen geachtet sein!

Bericht der Vorarlberger Landesvolksanwaltschaft alarmierend

Wien (OTS) - Wien, 09. September 2016 – „Die von der Vorarlberger Landesvolksanwaltschaft in Pflegeheimen aufgezeigten Missstände und Menschenrechtsverletzungen müssen ausgeräumt werden! Wir dürfen Menschen, die auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind, nicht im Stich lassen! Zwar sind ausreichende Kontrollen vorhanden, doch ist nicht sicher gestellt, dass die daraus entstehenden Verbesserungsvorschläge auch umgesetzt werden. Genau diese Umsetzung ist aber besonders wichtig. So muss die personelle Ausstattung in Pflegeheimen in ganz Österreich nachhaltig sichergestellt werden. Da darf nicht länger am falschen Platz gespart werden. Die Würde des Menschen muss auch in Pflegeheimen geachtet sein“, erklärt Mag. Gertrude Aubauer, Bundesvorsitzende-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat.

Aubauer weiter: „Jeder von uns könnte jederzeit selbst zum Betroffenen werden und plötzlich auf Pflege und einen Platz im Pflegeheim angewiesen sein. Würden Sie dann eine der von der Vorarlberger Landesvolksanwaltschaft aufgezeigten Situationen erleben wollen? Würden Sie wollen, dass während Ihrer Körper- und Intimpflege die Tür offen steht? Würden Sie wollen, dass Ihnen Medikamente von dafür nicht geschultem Personal verabreicht werden? Wie fänden Sie ein Abendessen kurz nach 15:00 Uhr oder eine aus Kostengründen abgedrehte Nachtbeleuchtung? Es ist unsere Aufgabe, die Aufmerksamkeit auf diese Punkte zu lenken – denn die Betroffenen können das nicht selbst schaffen!“

„Lassen Sie mich abschließend den ausdrücklichen Dank an alle täglich in der Pflege tätigen Menschen aussprechen! Ihre Arbeit ist von großer Bedeutung für die Lebensqualität der Ihnen Anvertrauten. Auch Sie brauchen diese Unterstützung der Politik. Gerade der Personalschlüssel und dessen Einhaltung entscheidet nämlich darüber unter welchen Arbeitsbedingungen Sie Ihre wichtige Arbeit leisten können“, so die Abgeordnete abschließend.

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