Glawischnig: Hofer darf österreichischen Anti-Atom-Konsens nicht verraten

Grüne: In Prag klar für Abschaltung von Dukovany und Temelin aussprechen

Wien (OTS) - "Kaum steht der Auslandsbesuch von Hofer in Tschechien bevor, verlässt der FPÖ-Politiker den österreichischen Anti-Atom-Konsens und biedert sich an, um für seinen Wahlkampf Auslandskontakte zu ergattern", kritisiert die Grüne Klubchefin Eva Glawischnig ein entsprechendes Interview des BP-Kandidaten Hofer im tschechischen Radio. Hofer hatte gesagt, er sei für "europaweite Sicherheitsstandards für AKW" und wolle an "Österreichs Grenzen nur sichere AKW". Dann beeilte er sich via Aussendung diese Aussagen zurückzunehmen.

Für Glawischnig ist das wenig glaubwürdig: "Es gibt keine sicheren AKW. Bei all den Störfällen, die es in Temelin gegeben hat, wäre gegenüber dem tschechischen Premier eine klare Position Österreichs für eine Abschaltung nötig. Stattdessen plädiert Hofer für sichere AKW und nimmt das dann eilig zurück."

Die Grünen-Chefin warnt Hofer eindringlich: "In welcher Funktion auch immer Hofer nach Tschechien fährt: Für einen Dritten Nationalratspräsidenten, der einen Anti-Atom-Konsens zu tragen hat, gibt es nur eine Position: Er muss sich klar und deutlich für die Abschaltung von Dukovany und Temelin und gegen weitere Atomausbaupläne aussprechen. Das ist im Sinne der österreichischen Bevölkerung, die sich von einem ihrer Repräsentanten eine starke Stimme gegen AKW erwarten darf."

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