• 09.09.2016, 10:31:35
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  • OTS0072 OTW0072

KIV/UG zu Situation im KAV: "Alle Berufsgruppen im KAV brauchen bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen!"

Ohne entsprechend hohem Engagement aller Beschäftigten - bis hin zur Selbstausbeutung - wäre Gesundheitssystem schon gekippt.

Utl.: Ohne entsprechend hohem Engagement aller Beschäftigten - bis
hin zur Selbstausbeutung - wäre Gesundheitssystem schon
gekippt. =

Wien (OTS) - Im Zuge des neuen Aufflammens der Unzufriedenheit der
Ärztinnen und Ärzte des Wiener Krankenanstaltenverbundes über die
Nichteinhaltung von Vereinbarungen verweist Stadträtin Maga. Sonja
Wehsely darauf, dass im Zuge der Umstrukturierungen sehr viele ins
medizinische gehende Tätigkeiten bereits von der Pflege übernommen
werden. Ein weiterer Schlag ins Gesicht der Pflege, so die
PersonalvertreterInnen und GewerkschafterInnen der KIV/UG -
Konsequente Interessensvertretung/Unabhängige GewerkschafterInnen.

„Die Arbeitsbedingungen sind permanent, und das schon seit einigen
Jahren, von Einsparungen, Personalmangel, steigendem Arbeitsdruck und
einer damit verbundenen Zunahme an Krankenständen geprägt. Unsere
KollegInnen im Pflegebereich arbeiten zunehmend am Limit“,
kritisieren Biju Onatt und Silvia Tauchner, PersonalvertreterInnen
der KIV/UG im Wiener KAV. Der Krankenanstaltenverbund der Gemeinde
Wien kenne diese Tatsache, so die BelegschaftsvertreterInnen, negiert
diese aber weitgehend. „Die strukturellen Veränderungen bringen
täglich neue Tätigkeiten für die Pflege mit sich. Auch versprochenes
zusätzliches administratives Personal kommt bestenfalls
tröpfchenweise und wird bei bester Ausbildung Jahre brauchen um alles
umsetzen zu können.“

So verständlich der Protest der ÄrztInnen auch ist - die Konflikte
zwischen der Stadtpolitik und der Ärztekammer dürfen über die wahren
Problemlagen nicht hinwegtäuschen. „Mögliche Entlastungsmaßnahmen
für eine besonders ‚laute‘, gut organisierte und aktive
Personalgruppe würde an den Grundproblemen im KAV insgesamt –
Arbeitsüberlastung, Arbeitsdruck, Personalmangel und permanentem
Einsparungsdruck quer über alle Beschäftigtengruppen - nichts lösen.
Die notwendige, qualitativ hochwertige Versorgung der PatientInnen
wäre auch dann nicht sichergestellt“, warnen die
PersonalvertreterInnen der KIV/UG.

Tauchner und Onatt daher abschließend: „Statt Sparpakete braucht
es im Gesundheitsbereich mehr Personal in allen Berufsgruppen,
menschenwürdigere Arbeitsbedingungen und der Arbeitsleistung
entsprechende Löhne, die sich nicht in einem Dschungel aus
Nebengebühren verlieren. Weil sich schließlich alle ein
Gesundheitswesen verdient haben, das gesund, statt krank macht -
PatientInnen wie Beschäftigte. Wir fordern, dass die Verantwortlichen
im KAV endlich aus der Deckung kommen, sich den Problemen ernsthaft
stellen und mit den MitarbeiterInnen vor Ort in lösungsorientierte
Gespräche treten, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AGG

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