• 08.09.2016, 11:52:02
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Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft feiert 5-jähriges Bestehen

Justizminister Brandstetter erfreut über erfolgreiche Bilanz und kündigt WKStA-Außenstelle in Linz an

Utl.: Justizminister Brandstetter erfreut über erfolgreiche Bilanz
und kündigt WKStA-Außenstelle in Linz an =

Wien (OTS) - Justizminister Wolfgang Brandstetter zieht gemeinsam mit
der Leiterin der WKStA, Mag. Ilse-Maria Vrabl-Sanda, Bilanz über die
vergangenen fünf Jahre. „Die WKStA ist ein Aushängeschild der
österreichischen Strafjustiz und mitentscheidend für das steigende
Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz. Auch international wird die
Einrichtung und ihre Erfolge in der Bekämpfung von Korruption und der
Verfolgung von Wirtschaftsstraffällen begrüßt“, so Bundesminister
Brandstetter. Beispiele dafür sind Gremien wie GRECO, OECD und
Transparency International. Die WKStA wurde im September 2011 als
bundesweit zuständige Strafverfolgungsbehörde für große Wirtschafts-
und Korruptionsdelikte eingerichtet. Zuständig ist sie für
Wirtschaftsstrafsachen mit fünf Millionen Euro übersteigenden
Schadensbeträgen, sogenannte „Bilanzfälschungsdelikte" bei größeren
Unternehmen sowie schwere Amts- und Korruptionsdelikte. Die aktuell
31 StaatsanwältInnen sind speziell geschult und werden von
Wirtschafts- und IT-ExpertInnen in ihrer täglichen Arbeit
unterstützt. In den bisherigen fünf Jahren des Bestehens der WKStA
waren insgesamt 4.877 Verfahren anhängig, wovon bereits 4.730
erledigt werden konnten. Im Zuge dieser Verfahren wurden/werden gegen
14.190 Beschuldigte Ermittlungen durchgeführt, von denen bereits
12.986 erledigt werden konnten. Von 112 geführten Großverfahren
österreichweit im Jahr 2015 waren alleine 51 (entspricht 45 %) bei
der WKStA anhängig, bis September 2016 stiegen die Großverfahren auf
65. „Auch wenn es medial nicht immer so dargestellt wird, die Zahlen
und Statistiken der letzten fünf Jahre sprechen für sich und sind
Zeugnis einer beeindruckenden Bilanz“, so Brandstetter.

Weitere WKStA-Außenstelle in Linz

Bereits 2015 wurde die erste Außenstelle in Graz eingerichtet – jetzt
soll eine weitere in Linz hinzukommen. Diese wird im Frühjahr 2017
mit vier Planstellen in einem dem LG Linz angeschlossenen Gebäude
eröffnet. „Mit dem Ausbau erhöhen wir nicht nur die Effektivität in
der Strafverfolgung, sondern bieten auch hochspezialisierten
Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit in diesem Bereich zu
arbeiten, die sich aus unterschiedlichen Gründen womöglich nicht nach
Wien beworben hätten“, so Brandstetter.

Whistleblower-Homepage ein großer Erfolg

Auch die Anfang dieses Jahres gesetzlich verankerte
Whistleblower-Homepage ist Teil des Erfolgsmodells WKStA. Dort wurde
das anonyme Hinweisgebersystem zuvor erfolgreich zwei Jahre lang als
Pilotprojekt getestet. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, die
Effektivität der Strafverfolgung insbesondere von
Wirtschaftskriminalität laufend zu erhöhen. Das anonyme
Hinweisgebersystem leistet dazu einen wertvollen Beitrag“, so
Bundesminister Brandstetter. Die Homepage ermöglicht es, mit einem
Hinweisgeber in Kontakt zu treten, ohne dass dieser seine Identität
preisgeben muss. Bis zum Stichtag 31. Juli 2016 wurden insgesamt
4.077 Meldungen über die Whistleblower-Homepage abgegeben, wovon rund
47 % in die Bereiche Korruption und Wirtschaftsstrafsachen fallen.
Bei 448 Meldungen konnten Ermittlungsverfahren eingeleitet werden,
die zu 31 Anklagen führten, die ohne das anonyme Hinweisgebersystem
nicht möglich gewesen wären. Darüber sind bislang 13 Schuldsprüche
und fünf Freisprüche ergangen, drei Verfahren wurden vom Gericht
diversionell erledigt.

Fotos zum Download finden Sie in Kürze unter www.justiz.gv.at.

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