• 07.09.2016, 11:00:17
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  • OTS0085 OTW0085

Sinkender Reorganisationsbedarf heimischer KMU

Anteil der Unternehmen mit Reorganisationsbedarf nach
Größenklassen, 2009/10 und 2014/15

Wien (OTS) - Etwa 14% der österreichischen kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) bzw. knapp 29.700 KMU (exkl.
Ein-Personen-Unternehmen) haben Reorganisationsbedarf.
Überdurchschnittlich betroffen sind Kleinstbetriebe. Im Zeitablauf
zeigt sich, dass der Anteil der betroffenen Unternehmen sinkt.

Laut Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) gibt es zwei Indikatoren
mit entsprechenden Schwellenwerten, die zur Überprüfung heranzogen
werden, ob in einem Unternehmen Reorganisationsbedarf besteht oder
nicht. Dies ist zum einen eine Eigenkapitalquote von weniger als 8%
und zum anderen eine fiktive Schuldentilgungsdauer von über 15 Jahren
in zwei aufeinanderfolgenden Jahren.

Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria von
etwa 90.000 Jahresabschlüssen zeigen, dass im aktuellen
Auswertungsjahr 2014/15 etwa 14% der kleinen und mittleren
Unternehmen (exkl. Ein-Personen-Unternehmen) diese Kriterien
erfüllen. Somit ergeben sich für die Gesamtwirtschaft knapp 29.700
KMU (exkl. EPU).

Im Zeitablauf zeigt sich eine Verringerung der Betroffenheit der
heimischen Unternehmen; hier spiegelt sich insbesondere die
kontinuierlich steigende Eigenkapitalquote wider So hat sich der
Anteil der KMU mit Reorganisationsbedarf im 5-Jahresvergleich um etwa
2%-Punkte verringert.

Eine Differenzierung nach Größenklassen zeigt, dass insbesondere
kleinere Unternehmen stärker betroffen sind als größere.

Unternehmen mit Reorganisationsbedarf wäre anzuraten, kurzfristig
Maßnahmen zur Verbesserung der Innenfinanzierungskraft bzw. der
Finanzierungsstruktur einzuleiten.

In der Regel wäre zudem die Erstellung einer Fortbestehensprognose
zweckmäßig – mit einer Planung, wie die (erkannte) Krise überwunden
werden kann.

Hierfür haben Experten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und der
Wirtschaftskammer Österreich unter Mitwirkung von Bankenvertretern
und der KMU Forschung Austria einen Leitfaden erstellt, der für
Österreichs Unternehmer mit den relevanten wirtschaften sowie
rechtlichen Eck- und Anhaltspunkten transparent aufzeigt, was zu tun
ist, damit die drohende Krise nicht in einer Insolvenz mündet. Der
Leitfaden Fortbestehensprognose wurde 2016 überarbeitet und ist im
Internet kostenlos downloadbar.

„Der Trend – mit einer sinkenden Zahl an betroffenen Unternehmen –
stimmt“, so Mag. Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria.
„Sowohl zur Vermeidung wie auch zur Überwindung der Krise ist eine
strukturierte Planung zur Zukunft des Unternehmens ein Gebot der
Stunde“.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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