• 05.09.2016, 12:26:01
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Spitalsärzte: Ärztekammer startet wienweite Petition gegen KAV-Missstände

Nun können auch besorgte Bürger Stellung beziehen - Szekeres: „Im Gegensatz zur Stadt und dem KAV glauben wir an den mündigen Bürger und Patienten“

Utl.: Nun können auch besorgte Bürger Stellung beziehen - Szekeres:
„Im Gegensatz zur Stadt und dem KAV glauben wir an den
mündigen Bürger und Patienten“ = =

Wien (OTS) - Im Sinne der Solidarität mit den Ärztinnen und Ärzten im
Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) startet die Wiener Ärztekammer
heute, Montag, eine Online-Petition gegen die derzeitigen Praktiken
und Missstände im KAV. Die Petition ist ab ca. 14.00 Uhr
freigeschalten, alle Wienerinnen und Wiener sind eingeladen, ihre
Meinung zur aktuellen Diskussion kundzutun. ****

Die Petition richtet sich mit dem expliziten Hinweis auf die
derzeitige mediale Bevormundung der Bevölkerung durch die
Stadtpolitik direkt an Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely. Die
Ärztekammer fordert darin im Namen aller Betroffenen die Stadt Wien
und den KAV auf, die Maßnahmen in den KAV-Spitälern zurückzunehmen
und die Vereinbarung aus 2015 wahrheitsgemäß und in Kooperation mit
allen Vertragspartnern zu erfüllen. „Im Gegensatz zur Stadt und dem
KAV glauben wir an den mündigen Bürger und Patienten“, so
Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

Die Petition im Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Stadträtin,

die Ärzteschaft der Gemeindespitäler und Pflegewohnhäuser des
Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) hat sich zu mehr als 90 Prozent
für Kampfmaßnahmen bis hin zu einem Streik ausgesprochen.

Die Gründe hierfür sind vor allem zahlreiche
Nachtdienststreichungen ohne abfedernde Begleitmaßnahmen, durch
welche die ärztliche Versorgung der Wiener Bevölkerung akut gefährdet
ist. Dies zeigt sich unter anderem durch Ambulanzschließungen und die
damit verbundenen immer länger werdenden Wartezeiten. Und auch die
Zahl der Kassenärzte stagniert beziehungsweise sinkt sogar – und das
trotz steigender Bevölkerungszahlen.

Als Wienerinnen und Wiener fordern wir Sie als politisch
verantwortliche Stadträtin auf, patientenfeindliche Maßnahmen wie die
Reduktion von Nachtdiensten, die Schließung von Ambulanzen und die
Kürzungen von Leistungen zurückzunehmen und mit der Ärzteschaft in
einen Dialog zu treten, um so die Zerstörung des Wiener
Gesundheitssystems zu verhindern.“

(S E R V I C E - Den Link zur Petition finden sie hier:
http://www.aekwien.at/petitionkav)

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